Der Islam ist die Lösung des Rätsels

Posted on Februar 6, 2011

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Muslimbrüder ante portas

Muslimbruderschaft zu Gesprächen mit Regierung bereit

…und die Medienbruderschaft ist zur Entwarnung vor „Islamismus“gefahr bereit.   

Ein Problem, das – wie der Islam – nicht existiert, darf keines sein. Bis es explodiert. 

   

Das westliche Kapitalismusmodell als Ursache der Misere der islamischen Länder – das ist das alte Klapperstorchmärchen von der „schnell wachsenden Bevölkerung“. Aber hier handelt es sich nicht um ein kapitalistisches „Wachstum“, sondern um eine ältere und schwerer zu behebende Misere. Denn es ist der Islam, der dieses schnelle „Wachstum der Bevölkerung“, das das Elend ohne Limiten produziert dank seiner wunderbaren geheimnisvollen Vermehrungsmethoden, von denen Europa so sehr fasziniert ist, dass es sie seit Jahrzehnten auch in den Demokratien „toleriert“. Islam selbst ist weiterhin tabu. Lieber rätselt man an den „Ursachen“ der Gewalt herum und befindet, sie sei ein Produkt der Armut. Nun ist aber gerade die soziale Misere der  „schnell wachsenden Bevölkerungen“ der muslimischen Art durch ihre Grundlage, die Frauen-versklavung garantiert. Eine Nebensächlichkeit für die „Ursachen“experten, die wie die Pilze aus dem Boden der islamophilen Meedien schiessen.  

 

Die Armut hat allerorten Ursachen, die die Islamfreunde vorab im Westen suchen und finden.  Die „Demografie“ hat dagegen keinerlei bekannte Ursachen. sie erscheint im Nebensatz als ein „Problem“, dessen Ursachen im Dunkel bleiben. Die rasante moslemische Vermehrungsart ist auch für linke Kommentatoren und Gesellschaftsexperten das, was für Moslems Allahs Wille ist, wein nicht näher zu hinterfragendes Phänomen. Nun wird das Phänomen dieses schnellen, allzu schnellen Wachstumns“ immer mehr zum Problem. Mit dem der friedliche moderate tolerante Islam natürlich nichts zu tun hat. Denn der Islam ist die Lösung! mehr:  

 

NZZ:  Die oppositionelle Muslimbruderschaft will nun doch an den Gesprächen mit dem ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman teilnehmen. Bereits im Laufe des Tages soll es ein erstes Treffen geben, berichtete der arabische Nachrichtensender al-Jasira.  

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Frank  A. Meyer im Sonntagsblick.ch

06.02.2011

Freiheit! Demokratie! Rechtsstaat! Das ist die Hoffnung vieler junger Ägypter. Es ist auch die Hoffnung Europas und der USA. Die Hoffnung der Demokratien für die arabische Welt.Zu Beginn der ägyptischen Revolution wurde getwittert. Jetzt wird gebetet.Die konservativ-liberale «Frankfurter Allgemeine Zeitung» liefert einen Schlüssel zum Geschehen im grössten und für die Region entscheidenden nordafrikanischen Staat:

Wird sich diese Hoffnung als Illusion entpuppen?

Die ersten Bilder des Aufstands in Kairo zeigten junge Menschen von westlichem Habitus: offensichtlich gut ausgebildete Kinder der ägyptischen Mittelschicht, Studentinnen und Studenten, die für eine freie und offene Gesellschaft auf die Strasse gingen – ermutigt durch die modern denkende Jugend in Tunis, die eben gerade den gierigen Potentaten Ben Ali ins saudi-arabische Exil vertrieben hatte.

Die aktuellsten Bilder vom Tahrir-Platz zeigen Muslime zu Zehntausenden – auf den Knien vor Allah. Auch Frauen zeigen sie – bis auf einen Sehschlitz verschleiert.

Wo sind die Twitterer geblieben? Die arme Jugend Ägyptens hat den Kampf um eine neue Ordnung übernommen. Will auch sie eine Ordnung der Freiheit? Eine offene Gesellschaft nach westlichem Vorbild?

«Das jetzt als korrupt angeprangerte System basiert grösstenteils auf einem importierten westlichen Kapitalismus neoliberaler Art, der die Wohlstandserwartungen einer schnell wachsenden Bevölkerung nicht erfüllen konnte; wohl auch deshalb, weil er – noch stärker und noch schneller als in seiner Heimat im Westen – die explosive Konstellation schuf, in der die Reichen, die Günstlinge des Regimes, immer reicher und die Armen immer ärmer wurden.»

Die explosive Grundkonstellation ist die schnell „wachsende Bevölkerung“ und deren Grundkonstellation ist der Islam, der die demografische Zeitbombe auf der Basis der Geschlechtsapartheid hervorbringt. Die ist älter als der Kapitalismus und wird ihn überleben. Das ist der „Grundwiderspruch“, den die „konservativ-liberale“ FAZ ebenso geflissentlich übersieht wie die  konservativ-dogmatische Marxisten, die ihn generös zum “Nebenwiderspruch“ degradieren so wie anno 68, indem sie in ungebrochener Selbstgerechtigkeit und geistiger  Borniertheit das vergammelte linke Dogma vom Grundwiderspruch wieder auftischen, womit der Grund und die Garantie der Misere der moslemischen Gesellschaften, die mit der Sklavenhaltung der Frauen das als die „rasch wachsende Bevölkerung“ verschleierte Problem perpetuieren, zum Nebenwiderspruch deklariert wird. Die Märchenonkel des Marxismus sind zwar  durch die feministische Kritik der linkspatriarchalen Dogmen längst widerlegt, aber das ideologische Gammelfleisch wird immer noch im alten linken Dünkel für frisch serviert, auch von fleissigen Tischdamen der Herrentheorien. Meyer gehört zwar zu den wenigen linken Publizisten, die immer das Ausmass der Frauenunterdrückung im Islam nie verharmlost haben, aber unter Linken ist es dann immer noch der Westen, der die „Verheerungen“ in der Dritten Welt und speziell der verheerenden Zustände in der moslemischen Welt verursacht hat. Das ist Ideologie pur. Der Westen hat die moslemische Sklavinnenhaltergesellschaft, die die Hälfte der Bevölkerung im Untermenschenstatus hält mit religiös legitimiertem Faustrecht, nicht geschaffen. Er hat sie auch nicht abgeschafft, das stimmt, die  Sexualsklaverei  steht nicht im Focus der Interessen des Westens, die Bordellkundengesellschaft hat ja  nichts gegen die  Haremswirtschaft einzuwenden. Aber die autoritären Setzungen der Herrentheorien über den Grund und den Nebenwiderspruch sind pikant. Auch Meyer greift bei Bedarf wieder auf das linke Dogma zurück gegen das „westliche Modell“.  Welches so viel bessere Modell kennt er denn?  vielleicht das Modell der Konferenz von Zimmerwald? oder das neue Juso-Programm der Schweiz?

 Der ökonomische Fundamentalismus des Westens ist nicht dazu angetan, die Opfer seiner Verheerungen in der Dritten Welt für das westliche politische Modell zu gewinnen.

Den Armen Ägyptens, vor allem den zukunftslosen Jugendlichen, steht der Sinn weniger nach Demokratie als nach einer Gesellschaft, in der sie Zuwendung und Geborgenheit finden. Dafür sorgt bislang nur der Islam, der die ganze Gesellschaft durchdringt – und sie zugleich hermetisch verschliesst.

Ob den eingesperrten Frauen unter der männlichen Hauspolizei der Sinn nach Geborgenheit in der Scharia steht, ist noch sehr die Frage. Aber die weibliche Jugend ist hier nicht gefragt. Sie hat auch noch keine Revolution gewonnen.

Das fundamentalistische Regime in Teheran, bereits mehrmals herausgefordert durch seine studentische ­Jugend, letztlich aber getragen und gestützt von seinen Armen, auch von seiner armen Jugend, reibt sich die Hände. Irans Aussenminister Ali Akbar Salehi erklärte: «Das grosse revolutionäre Volk der Ägypter ist dabei, Geschichte zu machen. Ich bin sicher, es wird seinen Teil zur Entstehung ­eines islamischen Nahen Ostens beitragen – für alle, die Freiheit, Gerechtigkeit und Unabhängigkeit wollen.»

Freiheit in Ägypten wie im Iran? 1979 hat die demokratische Welt mit Befriedigung und Hoffnung den Sturz des Schahs durch Khomeini zur Kenntnis genommen. Und sich grausam getäuscht: Seit 30 Jahren herrscht im Iran brutalster religiöser Totalitarismus.

Richtig, Frank  A. Meyer! Und der herrscht dort nicht aufgrund des westlichen „kapitalistischen Fundamentalismus“, sondern aufgrund des Islam, der auch das „westliche Modell“, das die Linke so sehr verachtet, überleben dürfte. Denn er hat die Grundvoraussetzungen dazu, den „Grundwiderspruch“, der seit über 1400 Jahren intakt ist. 

  • Das aber ist nur die eine Gefährdung des ägyptischen Umbruchs. Die andere ist die Armee, von Seiten der Amerikaner mit Abermilliarden abgerichtet – und mittlerweile zum beherrschenden industriellen Komplex des Mubarak-Reiches herangewuchert.Diese Armee wird sich kaum durch eine westlich inspirierte Demokratie um die Früchte ihrer Folgsamkeit bringen lassen. Vom greisen Mubarak hat sie sich zwar abgewandt, einem modernen Rechtsstaat jedoch will sie nicht in die Hände fallen.  
    Auch die Superreichen spielen das Spiel gegen ihren erschöpften Paten Mubarak, um die Beute ihrer Plünderungen nicht preisgeben zu müssen: Sie möchten mehr Modernität, aber nicht wachsame Demokratie.
  • In den europäischen Medien wird die Zurückhaltung der EU-Regierungen gegeisselt, wird die Komplizenschaft mit Mubarak sowie weiteren Despoten in Nordafrika und im ­Nahen Osten als jahrzehntelanger Skandal gebrandmarkt – zum Teil von Kommentatoren, die ihre Ferien in den Luxusresorts dieser politisch wie wirtschaftlich verkommenen Weltgegend durchaus genossen haben.Die europäischen und amerikanischen Umarmungen, die Wangenküsse für Machthaber von Rabat bis Riad haben die Menschen, die sich gerade gegen diese Machthaber erheben, sehr wohl zur Kenntnis genommen – und nicht vergessen.

Stimmt alles, nur haben „die Menschen“, die die Peitsche und das Faustrecht der Scharia zur Kenntnis genommen haben, z.B. am eigenen Leibe, hoffentlich nicht vergessen, wer ihnen unter der Zuwendung der Scharia ins Gesicht schlagen darf und wer sich unter ihr geborgen fühlt. Das hat Frank A. Meyer hier vergessen. Es gibt noch den kleinen Unterschied zwischen der weiblichen Untermenschheit im Islam und den Herrenmenschen über sie auch unter Mubarak u.a. Potentaten.    

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Leipziger Volkszeitung

Kairos Tahrir-Platz:

  • Am Mittag knieten hunderte Männer am Brückenkopf der Kasr-al-Nil-Brücke nieder. Ihre Andacht verrichteten sie unter freiem Himmel, mitten auf der mit Menschen überfüllten Straße, die zum Tahrir-Platz führt. Das Mittagsgebet am Freitag ist für gläubige Muslime der wöchentliche Höhepunkt ihrer rituellen Pflichten. Nach dem Gebet wurden die Betenden von Männern mit Bärten und weißen Kappen zum Kontrollpunkt der Armee dirigiert, wo die Ankommenden schon seit Tagen auf Waffen überprüft werden.

    Die Frommen schlossen sich am Freitag dem seit zehn Tagen währenden Massenprotesten gegen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak an. Organisiert werden sie meist von der verbotenen Muslimbruderschaft, einer stark im Volk verankerten islamistischen Bewegung. Die Muslimbrüder waren von Anfang an bei den Protesten im Zentrum Kairos dabei. Sie vermieden es aber, sich in Szene zu setzen. „Einzelne Mitglieder“ würden teilnehmen, hieß es von ihrer Seite. Am Freitag waren sie erstmals in großen und starken Gruppen auf dem Platz zu sehen.

    (…) Die Präsenz der Muslimbrüder störte die junge Frau, die ihr Haar offen trägt, nicht. Ihr sei bewusst, dass manche Beobachter im Westen die Befürchtung hegten, die religiöse Kaderorganisation könnte das Machtvakuum nach Mubarak ausnutzen und aus Ägypten einen islamischen Staat machen. „Ich halte das für ausgeschlossen“, meinte sie. „Die Ägypter schütteln nicht unter großen Opfern das Joch der Despotie ab, um sich der nächsten Diktatur zu unterwerfen.“

Hoffentlich täuscht sie sich da nicht, das haben schon viele Frauen im Iran gedacht, als der Schah verjagt wurde mitsamt dem verderblichen „Einfluss des Westens“. Wenn die Muslimbrüder erst übernommen haben, dann werden sie die junge Frau mit dem offenen Haar nicht fragen, was sie glaubt oder nicht, dann muss sie sich vor ihnen verhüllen. Wohlweislich befragen die westlichen Korrespondenten keine Frauen, die sehr wohl die Muslimbrüder und ihre Strategie  fürchten. 

  • Die Studentin Al-Dassuki gab sich zuversichtlich. „Ich war ja schon bei vielen Demonstrationen hier in Kairo, für die Palästinenser, für Arbeiterrechte“, erzählte sie. „Aber das hier ist ganz was anderes. Das sind Massen von Menschen, die sich nicht mehr nach Hause schicken lassen.“

Für „die Palästinenser“  muss sie unter den Muslimbrüdern nicht mehr demonstrieren. _________________________________________

Grossdemonstrationen nach dem Freitagsgebet

http://blog.zeit.de/newsblog/2011/02/04/tag-elf-grosdemonstrationen-nach-dem-freitagsgebet/

  • 16.22 Verteidigungsminister zu Guttenberg dämpft die Furcht vor einer islamistischen Machtübernahme. “Die Mehrheit der Bevölkerungen in diesen Ländern weiß sehr wohl, was die attraktiveren Staatsformen sind, wenn man sie mit Diktaturen oder Theokratien mit fragwürdigen Menschenrechtsstandards vergleicht”, sagte er. Der Westen dürfe sich nicht aus Furcht vor dem Islamismus auf die Seite von Diktatoren schlagen. 

Die Bevölkerung wählt mehrheitlich im sinne des Islam, und was eine Demokratie auf islamisch sein soll, darüber geben  die Umfragen zur Scharia Auskunft, die auf hohe Zustimmung rechnen kann. Siehe dazu auch Grudrun Eussner zu den Stimmen für Ahmadinedschad:

http://www.eussner.net/artikel_2009-06-18_21-54-12.html

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Der einzige deutsche Journalist, der die originäre islamische Sklavenhaltergesellschaft nicht verschleiert und, weil kein linker Ideologe die Versklavung der weiblichen Bevölkerung auch nicht zu einem „patriarchalen Zug“ u. drgl., der mit dem Sturz des Kapitalismus verschwinden werde, vernebensächlicht und vernebelt, war wie gesagt Wolfram Weimer.  

http://www.focus.de/magazin/memo/der-mauerfall-arabiens_aid_595181.html

Weimer plädiert dafür, dass Europa den „Demokratiebewegungen“ in der arabischen Welt „freiherzig“ unterstützen und die Hand reichen, weil sie sonst „den stählernen Arm Teherans“ ergriffen. Aber dieser Film ist schon einmal gelaufen. In Teheran sieht man der Übernahme zuversichtlich entgegen. Die Muslimbrüder haben den Übernahmeverhandlungen bereits zugestimmt. Weimer benennt den Schlamm des Fundamentalismus und auch, wer den Preis dafür zahlt. Nochmal, auch wenn es niemand hören will: „Eine Diktatur der Männer unterjocht die Hälfte der Bevölkerung mit einer Selbstverständlichkeit, mit der ein Wind durch die Wüste weht.“ An diesem Wüstenwind ändert keine Operation Wüstensturm etwas. Er weht auch über Europa, und die Medien drehen ihre Fahnen willig nach diesem Wind und werden uns als nächstes erklären, dass die Muslimbrüder, wenn sie einmal an der Macht sind,  einen moderaten toleranten friedlichen Islam vertreten, mit dem ein Dialog zu führen ist.  Wird die Mehrheit der Moslemmänner bei freien Wahlen freiherzig ihre Herrenrechte gegenüber Frauen aufgeben?

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