Herrn Leyendeckers Gespür für junge Männer hinter Panzerglas

Posted on Juni 17, 2010

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Lieblinge der linken Kriminellenschutzlobby vor Gericht

23.4.09 
Wenn Junge Männer vor Gericht stehen, die angeklagt sind, einen Terroranschlag geplant zu haben, der das Ausmass der Anschläge von Madrid und London übertroffen hätte (NZZ v.23.4.09), dann ist die Süddeutsche nicht weit, um im Gerichtssaal zum Rechten zu sehen, wie weiland der Mauz vom Spiegel, auf dass den Terrorfreunden kein Leids geschieht durch die Justiz, die sie in diese missliche Lage gebracht hat.
 
Zur Eröffnung des Prozesses berichtete die Rheinische Post (23. 4.09):

 Eklat im Sauerland-Prozess

http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Eklat-im-Sauerland-Prozess/37051 

Die Islamisten der sogenannten Sauerland-Gruppe hatten nach den Worten der Ankläger Anschläge vom Ausmaß des 11. September 2001 geplant, schreibt die Reinische Post und berichtet sachlich und umfänglich über die Anklagen und das dem Gericht vorliegende Material an schwerwiegender Beweislast. Nicht so die Süddeutsche. Die schickte Herrn Leyendecker, und der verwandelt die Szene in ein veritables Rührstück mit den „jungen Männern“, die hinter Panzerglas bewacht werden und nicht mal ihren Anwälten die Hand geben dürfen, die doch Prantl und Leyendecker so gerne schütteln würden. Welch ein Leiden! Junge Männer hinter Panzerglas! Das hält die Süddeutsche kaum aus, die sich schon vor Prozessbeginn voll kritisch auf den Richter konzentriert, der sich keine Märchen erzählen lassen will. Der Richter liest nämlich kaum die Süddeutsche.    

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Verschworen gegen die Welt

http://www.sueddeutsche.de/politik/420/466005/text/5 

Die Süddeutsche findet nichts dabei, dass die zusammen mit den beiden Türken Selec und Yilmaz angeklagten Deutschen sich im Sommer 2006 in einem Terrorcamp im pakistanischen Nord-Waziristan, das ist an der Grenze zu Afghanistan, kennengelernt haben. Yilmaz soll damals auch im Lager gewesen sein. Die jungen Männer aus Deutschland wollten angeblich in Afghanistan kämpfen, doch ihre Ausbilder sollen etwas anderes mit ihnen vorgehabt haben: den Dschihad in Deutschland..

http://www.sueddeutsche.de/app/service/sendEmail/index.html?action=sendArticle&url=/politik/420/466005/article.html 

http://www.sueddeutsche.de/politik/420/466005/text/6 

  • Verschworen gegen die Welt
  • Angeberei oder Ernst?  (für die SZ ist Sprengstoff Angeberei) 
  • Eine Reportage von Hans Leyendecker.  

Schon der SZ-Titel der Reportage hört sich an wie „Allein gegen die Mafia“. Die mit den Tätern aller Welt gegen die Welt verschworene linke Kriminellenlobby ist zur Stelle, wo es gilt, die wahren Ursachen des Terrors wieder mal aufzudecken, die die Justiz verkennt, wenn sie statt sich um die Täter zu kümmern, von deren Taten ausgeht. Leyendecker:

  •  SZ: Wer den Auftritt der vier Angeklagten verfolgt,  fragt sich, welchen Anteil Angeberei bei ihrer Terror-Planung hatte.  

Das fragt sich aber nur Herr Leyendecker, der doch zu gern dem Angeklagten die Hand reichen möchte, aber das geht leider nicht. Denn der junge Mann, der nur etwas angeben wollte, ist nicht berührbar, ein Foto zeigt ihn:

  • Hinter Panzerglas: Im Düsseldorfer Gerichtssaal treffen sich die Hände des Angeklagten Daniel Schneider und die seines Verteidigers, jedoch nur durch eine Trennscheibe-

So grausam kann Justiz sein, die junge Männer wegen ein bisschen Angeberei hinter Panzerglas bringt. Dabei wollten sie doch nur ein wenig basteln.

  • Leyendecker: In dem Prozess, der merkwürdigerweise wegen des Ortes der Festnahme nur der „Sauerland-Prozess“ genannt wird, hat jeder der vier Angeklagten drei Wachleute an der Seite. Der erste Eindruck am Mittwoch: viel Aufwand für junge Kerle, die sich verrannt haben und jetzt trotzig und ziemlich unsicher dreinschauen.

Da sieht man wieder, wie ungerecht die Welt ist, gegen die die Viererbande sich verschwören musste. Drei Wachleute für je einen der jungen Bastler, die durch die Festnahme verunsichert sind, nicht so „selbstbewusst“ wie der Richter dreinschaun (vgl. Gesülz und Schmalz und Schnulz nach Mauz: http://nebelnorn.20six.de/nebelnorn/art/580660/Gesulz-und-Schmalz-und-Schnulz-nach-Mauz

  • Glaubensbrüder mit Häkelmützchen
     
    Zwei der Islamisten tragen – wie viele Glaubensbrüder – weiße Häkelmützchen, doch das ist an diesem Ort, dem Großen Sitzungssaal des Düsseldorfer Oberlandesgerichts, keine gute Idee. 

Da hätten sie aber Bruder Leyendecker vorher fragen sollen oder Bruder Prantl. Die hätten das Mützchen begutachten können und ihnen sagen, wie es ihnen steht im Gericht. Neckisch neckisch. Bruder Leyendecker findet nicht etwa die Ideen, die unter dem Mützchen brodeln, keine guten Ideen, sondern das Mützchen. Ach wie ungeschickt diese jungen Männer doch sind.

  •  Der Saarländer Daniel Schneider, 23, merkt es als Erster. Er legt die Mütze ab und grinst verlegen. Fritz Gelowicz, 29, aus Ulm, der angeblich Rädelsführer war, betrachtet derweil die Fingernägel seiner linken Hand.

Ein Terrorbruder, der im Gericht grinst, wie das in den Täterschutzgerichten üblich ist, grinst nicht etwa frech, sondern ist „verlegen“, wie der wohlwollende Beobachter Leyendecker sich einfühlsam ausdrückt. Er weiss auch, wie anspannend das alles für den Angeklagten sein muss und trieft vor lauter Einschleimung in seine Lieblinge, die er so zärtlich umfühlt.  Das ist der Spiegel-Mauz-Kitsch, der in Dtld. als Sensibilität verkauft werden kann. 

  • Es heißt ja, wenn jemand unter Anspannung ist, dann weiß er nicht so recht, was er mit den Händen tun soll. Adem Yilmaz, 30, aber behält die Mütze zunächst auf. Provokation! Das könnte ihm leicht drei Tage bis eine Woche zusätzlich Haft einbringen, stellt der Vorsitzende Richter Ottmar Breidling den Haustarif vor. Yilmaz nimmt die Mütze ab.

 „Ich stehe nur für Allah auf“
 
Das hätte der Spiegelgerichtsberichterstatter Mauz selig nicht schöner zusammenschleimen können. Der junge Mann steht doch unter so starkem Stress wegen der Anzeige, und der Richter berücksichtigt das nicht einmal, er bedroht den Ärmsten noch, weil der vor lauter Anspannung gar nicht aufstehen kann! Zu dem Satz „ich stehe nur für Allah auf“, fällt Leyendecker nichts ein, der doch sogar das Betrachten der Fingernägel des Angeklagten so verständnisinnig liebevoll betrachtete. Aber zu Allah müsste ihm der  Islam einfallen, und das möchte der Bruder vom Prantl-Blatt unbedingt vermeiden. Es würde die Leser in zu grosse Anspannung versetzen.

Wie sehr sich auch Herr Leyendecke ins Erscheinungsbild der Angeklagten vertieft und sich bemüht, durch aufmerksame Betrachtung der Fingernägel der Angeklagten und Überlegungen zum Häkelmützchen, niedlich niedlich, von der Anklage abzulenken, kann er doch nicht umhin, sie doch noch zu erwähnen.

  • Den jungen Männern, die erkennbar noch mit ihrem Erscheinungsbild zu tun haben, wird Mitgliedschaft in einer in- und in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, die Vorbereitung und Verabredung eines Sprengstoffverbrechens sowie die Verabredung zum Mord. 

Ach so, darum geht’s, und wir dachten schon, die stehen wegen ungepflegter Fingernägel oder Tragen von Häkelmützen vor Gericht.  

  • Und als wäre das alles noch nicht gewichtig genug, wird Schneider noch ein versuchter Mord zur Last gelegt, weil er bei der Festnahme einem Beamten die Waffe entrissen und auf einen Polizisten geschossen haben soll. Die drei saßen in Haft, als Freund Atilla Selek, 24, der den Ermittlern als Mitverschwörer gilt, in der Türkei festgenommen wurde. Er soll die Zünder für die Höllenmaschinen besorgt haben.

Herr Leyendecker will sagen, das Gericht begnügt sich nicht damit, den Angeklagten die Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen und zum Mord vorzuwerfen, sondern legt ihnen in seiner Masslosigkeit auch noch einen  versuchten Mord zur Last. Dabei soll der junge Mann doch nur auf einen Beamten geschossen haben. Aus Angeberei oder Verlegenheit, weil er statt mit seinen Fingernägeln versehentlich mit einer Waffe beschäftigt war, so etwas kann vorkommen, aber der Richter will sich einfach wichtig machen, die erstgenannten Verbrechen sind ihm noch nicht wichtig genug, jetzt macht er auch noch Aufhebens von versuchtem Mord!  Das will der Islam-Schleimlecker sagen.

  • In dem bislang wohl spektakulärsten Prozess gegen islamistische Terrorverdächtige in Deutschland stoßen, am Anfang zumindest, keine Kulturen zusammen, es geht um Ordnungsfragen, Erziehungsfragen vielleicht auch. Also um das, was sich gehört und was nicht.  

Es geht im Grunde nicht um islamischen Terror, versichert Leyendecker, es geht nur um Erziehungsfragen, wegen so was Läppischem stehen die jungen Männer vor Gericht? Nicht zu fassen. Soll Angeberei schon strafbar sein? So ein spiessiger Richter, dem es darum geht, was sich im Gericht gehört und was nicht! Wenn Prantl mal von einem Spengstoffbastler getroffen würde,  würde dem Leyendecker vielleicht einfallen, dass sich so etwas nicht gehört, aber der Richter solle sich doch nicht so wichtig machen.

  •  Den Rebellen mimt wieder Yilmaz. Der 30-Jährige will partout nicht aufstehen, als die Dolmetscher, die auch Sachverständige sind, vereidigt werden. Breidling wird grundsätzlich. Yilmaz schaut erst trotzig, murmelt: „Ich stehe nur für Allah auf“, und blickt dann nach einer Weile, als ihn kaum noch jemand anschaut, etwas verlegen drein.

Der Terror ist nur gemimt. Schliesslich ist der Anschlag  ja noch nicht erfolgt. Wozu da überhaupt eine Anklage. es ist doch niemand zu Schaden gekommen.  der „strenge Richter “ hat einfach keinen Sinn für Dummejungenstreiche.   

  • Ob es der Wahrheitsfindung dient, wenn Angeklagte sich erheben, ist seit dem Auftritt von Fritz Teufel im Prozess wegen der Schah-Demonstration vor dem Berliner Kammergericht 1967 geflügeltes Wort in deutschen Gerichtssälen. Mit dem strengen Breidling ist nicht zu spaßen. Der 62-Jährige wäre vielleicht sogar mit Teufel fertig geworden. 

Die Prantler mit dem Gespür für Prahler mit gemimtem Sprengstoff sind 1968 steckengeblieben, vgl. das puerile Geschwärme für Che & Co: im DLF zum Sauerlandprozess.

  • Fritz Gelowicz hat das als Erster gemerkt. Er wird zu biographischen Daten befragt und nickt sehr eifrig. Musterschüler eben. Atilla Selek, dessen Vornamen sich, wie Breidling erklärt, mit einem t und zwei l schreibt, (was nicht einmal die Verteidiger wussten), schaut sehr ernst drein. Wenn man die Vorgeschichte nicht kennen und nur in die Gesichter der Angeklagten schauen würde, könnte man meinen, hier würde ein Schülertheater aufgeführt.

Wenn man die Süddeutsche nicht kennte, würde man sagen, hier wird ein deutsches Schmierenstück der medialen Kriminellenverhrrlichung aufgeführt. Die linke Kiminellenlobby will sagen, es sind eigentlich die Spiesser und die Musterschüler, die den Terror verursachen, der nichts mit dem Islam zu tun hat. Die Spiesser sind schuld, dass Musterschüler die Rebellen mimen.  Alles nur Theater, Schülerstreiche, kein Grund, so humorlos zu sein wie der Richter, der auch noch ernst drein schaut und den zum Scherz und Bürgerschreck gesammelten Sprengstoff ernst nimmt.

Man möchte diesen Leyndeckern noch nähere Berührungen mit dem Terror wünschen, ohne Panzerglas, live hautnah, bis den Täterschützern das schmutzige Geschmalze vergeht. 

Nach dieser Einleitung, mit denen der Prantler die Musterschüler des Islam als dummer Jungen vorstellt, die sich nur verrannt haben (ins Gericht?) und nicht wissen wie sie dahin geraten sind, folgt dann im zweiten Teil doch noch eine Tatbeschreibung, womit der erste Eindruck vermutlich getäuscht habe. Aber es war nur der Eindruck, mit dem Herr Leyendecker die SZ-Leser über den Islam zu täuschen versuchte, von dem er nur die Häkelmützchen zu kennen scheint.   
 
Im Unterholz der Terrorszene

 http://www.sueddeutsche.de/politik/420/466005/text/5/ 

  • (…) Sie sollen drei fast zeitgleiche Anschläge mit Autobomben geplant haben. Spezialisten haben herausgefunden, dass diese Attentate, bei denen angeblich durch die Umwandlung von Wasserstoffperoxid Sprengstoff mit einer Durchschlagskraft von insgesamt 410 Kilogramm TNT verwendet werden sollte, größere Katastrophen hätten auslösen können als die Anschläge von London, Djerba oder Casablanca. Auch in der Welt des Terrors gibt es also Rekordlisten.

 

Wie dann die „Welt des Terrors“ für Leser aus der Sicht ehemaliger RAF-Schwärmer sich darstellt als eine bizarre, kaum real belegbare Art von Fiction und Fantasy über angebliche Netzwerke, die nur Gerüchten zufolge existieren, aber nirgends nachweisbar sind und nur von rechten Richtern  ernst genommen werden, das nimmt in seinem infantilen Prantlstil und Ignorantenappeal karikaturistische Formen an, die aber ernst gemeint sind von den Leyendeckern und Konsorten, die den  Terror letztendlich für eine Erfindung von Islamophoben halten. Das Gericht hat es mit einem Märchen aus 1001 Nacht zu tun nach der Süddeutschen, die es dem Richter ankreidet, dass er solche Märchen nicht hören will.

Nach Leyendecker muss auch die Bundeswehr in Zentralasien gegen geheimnisvolle Taliban vorgehen. Dass Gewissenlosigkeit, wie der Islam sie züchtet, in Verbindung mit pueriler Unzurechnungsfähigkeit und testosteron-befeuertem Grössenwahn hochgradig gemeingefährlich ist, kommt ihm nicht in den schlichten Sinn, der Puerilismus der Burschen, den er teilt, scheint eher so eine Art mildernder Umstand zu sein.  Die Burschen von der SZ erkennen sich in ihm offenbar wieder.

  •   (…)Schon kurz nach Beginn der Verhandlung, als viele arabische Internet-Adressen vorgelesen werden, nickt der eine oder andere männliche Zuhörer sanft ein. 

Das Prantlblatt will sagen, wie langweilig doch diese Vorwürfe von der angeblichen Terrorplanung sein, alles nur Märchen aus 1001 Nacht. So etwas nimmt doch kein Mensch von der SZ ernst.

Der Terrorversteher von der SZ kennt sich besser aus als das Gericht, das nur überflüssige Daten sammelt und auch noch vorlegt!  Der Begriff homegrown terrorism sei bisher nur in England verwendet worden, weiss Leyendecker.  Das soll wohl heissen, in Deutschland ist so eine Anklage völlig unbegründet.  Islamischen Terror in einem Land, in dem die islamfromme Süddeutsche erscheint, kann es gar nicht geben.

Zuerst versucht dieser Leyendecker, die Terroraktivitäten zu einer Art von unüberprüfbarem Gerücht herunterzuspielen, und wenn das nicht mehr gelingt angesichts der Fülle des gesammelten Beweismaterials, versucht er dasselbe lächerlich zu machen und als unerheblich zu degradieren, weil  i h n der Terror langweilt, solange er ihn nicht getroffen hat.

  •  Bei den meisten Deutungsversuchen wird gern darauf hingewiesen, dass Schneider und Gelowicz Konvertiten und überdies Scheidungskinder seien.  Hilft das wirklich, den Fall zu verstehen?  

Man stelle sich bloss vor, was dem Prantlblatt alles eingefallen wäre, hätte das Gericht die Kindheit der Angeklagten  n i c h t  zur Kenntnis genommen! Es fällt den linken Leuten schon nicht mehr auf, wenn sie ihre eigenen Methoden beanstanden, sobald die bei anderen vorkommen, und die bei ihnen selber zur Exculpierung von Schwerverbrechern sonst immer im Vordergrund stehen.  Aber die Kindheit ist hier nur der Vorwand, um die Konversion zum Islam herunterzuspielen, die könnte ja mit den Motiven der Verbrechen zu tun haben, und da sei Heribert Prantl vor.

  • Zwar neigen bekanntermaßen Leute, die zu einem anderen Glauben wechseln, dann zu besonderem Eiferertum, aber die Welt ist voller Scheidungskinder – pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 170.000 -, die nie auf die Idee kommen würden, in den Dschihad zu ziehen.

Das Blatt, das nichts von den Methoden der Islamisierung weiss und vom Wesen des politischen Islam, räsoniert nun über den „Glaubenswechsel“, ohne den neuen „Glauben“ beim Namen zu nennen, denn Islam ist ja eine Religion wie andere auch. Wie der Glaube an Che und so.

  •   (…)Für 100 Amerikaner reichten 150 Kilo Sprengstoff, rechnet Yilmaz bei anderer Gelegenheit vor. Viele Amerikaner sollten sterben, Deutsche auch, keine Kinder – wenn möglich. Eines der meist diskutierten Ziele war die Usbekische Botschaft zu Berlin. „Die Welt wird brennen“, sagte einer von ihnen.    

„Die jungen Männer“ aus Deutschland, deren böse Absichten ja nach der Logik der SZ gar nicht erwiesen ist, da sie doch nur angeben wollten und die Tat nicht ausgeführt haben, hatten wohl auch im Terrorcamp nichts Böses im Sinn, sowenig wie der fromme Kurnaz auf Pilgerreise in Kampfkleidung ins Terrorausbildungslager als „Pilgerziel“,  nur die Ausbilder hatten dann etwas anderes mit ihnen vor. Aber dafür konnten die jungen Männer ja gar nichts, schliesslich wollten sie doch nur in Waziristan für Allah kämpfen mit den Taliban.

  •  Die Schuld der Angeklagten, die unter spektakulären Sicherheitsmaßnahmen vor Gericht stehen, ist noch nicht erwiesen. Auch daran ist zu erinnern. Ihre Verteidiger haben zu Beginn des Prozesses die „Herkunft und Qualität der Ermittlungsergebnisse“ angezweifelt. Das gesamte Verfahren kranke „an der Vermischung von Geheimdienst- und Verfassungsschutzinformationen, die unter Missachtung des verfassungsrechtlich verankerten Trennungsgebotes an die Polizei weitergegeben wurden. Die Verteidiger bezweifeln sogar, dass es die Islamische Dschihad Union wirklich gibt.  

Das dürfte wohl klar sein, dass die Angeklagten von vornherein unschuldig sind und die Verteidiger das auch von Anfang an behaupten und finden, dass der ganze Prozess daran krankt, dass er überhaupt stattfindet. Denn wenn schon mehrfache Beweislast vorliegt von verschiedenen Ermittlungs-instanzen, dann müssen die doppelt Belasteten doch mehrfach unschuldig sein, Prantllogik.

Wie nicht anders zu erwarten in diesen Fällen, wird, trotz Hunderten von Ordnern mit belastendem Material die „Qualität der Ermittlungsergebnisse“ angezweifelt.

  • Insgesamt acht Anwälte verteidigen die vier Angeklagten. Sie können mit ihren Mandanten nur über jeweils 24 Luftlöcher in der Scheibe kommunizieren. Man mag über den Sinn solcher Maßnahmen diskutieren; klar ist auch, dass rundum die unumgängliche, vernünftig abwehrende Vorsorge mit Risiken gelebt werden muss. Einen absoluten Schutz vor dem absoluten Terror gibt es draußen nicht.

 Dass die vier Angeklagten acht Anwälte zu ihrer Verteidigung haben, findet Leyendecker aber nicht übertrieben wie die je drei Wachpersonen. Denn die Verteidigung des Terrors ist schliesslich wichtiger als der Schutz vor ihm.

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