Der linke Heimathafen des Schweizer Piraten

Posted on November 18, 2016

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Heimat ist nichts Unanständiges

von Markus Wüest, BaZ 16.11.16

Quelle: http://bazonline.ch/schweiz/heimat-ist-nichts-unanstaendiges/story/25888161

  • Was die Schweiz ausmacht, sollten nicht jene definieren, die sich für sie genieren. Veganer haben schliesslich auch keine Ahnung, wie man Fleisch richtig zubereitet.
  • Treffen sich vier Vegetarier zum Grillfest und diskutieren, ob das Rindsfilet à point gebraten werden soll oder leicht blutig? So etwa fühlt es sich an, wenn hierzulande vier Intellektuelle über Heimat reden. Das wird spätestens klar, als die Moderatorin des Podiums im Rahmen der BuchBasel, Barbara Bleisch, den berühmten Fragebogen von Max Frisch zitiert: «Hat Heimat für Sie eine Flagge?» 
  • «Nein!» Heisst es da sowohl von Balthasar Glättli, dem Fraktionsvorsteher der Grünen im Nationalrat, als auch von der Philosophin Catherine Newmark, einer Deutsch-Engländerin. Nein auch von Katja Gentinetta, ehemals Geschäftsführerin des Thinktanks Avenir Suisse, jetzt unter anderem Moderatorin der «Sternstunden Philosophie» im Schweizer Fernsehen. Immerhin überlegt sie sich kurz, als Walliserin, ob vielleicht nicht doch das Walliser Wappen eine passende Antwort wäre. 
  • «Heimat». So lautete die grosse thematische Klammer des Festivals BuchBasel am vergangenen Wochenende. Unter ganz unterschiedlichen Aspekten wurde darüber geredet, neben der bereits erwähnten philosophischen Runde gab es auch den politischen Blickwinkel, den literarischen und schliesslich den humorvollen. 
  • Lieber die Aussensicht 
  • Insgesamt waren es acht Podiumsveranstaltungen. Von den 23 Referentinnen und Referenten waren nur neun Schweizerinnen oder Schweizer. Das lässt schon mal erahnen, dass die Veranstalter bei der Frage nach dem Wesen der Heimat eher auf eine Aussensicht erpicht waren als auf eine Bestandesaufnahme im Innern. Heimat scheint immer dann besonders interessant zu sein, wenn Menschen berichten, die sie verloren haben. Solange man sie hat, ist sie offenbar etwas, für das man sich schämt. Was verbindet diese neun Schweizerinnen und Schweizer, die da zu Gewährspersonen wurden? Was verbindet Barbara Bleisch, Katja Gentinetta und Balthasar Glättli mit dem Basler Historiker Georg Kreis, dem Schriftsteller Jonas Lüscher, der Bundesrätin Simonetta Sommaruga, den Historikern Brigitte Studer und Jakob Tanner sowie dem Kabarettisten Gabriel Vetter? Ein akademischer, urbaner Hintergrund. 
  • Darf es also überraschen, dass sie der Heimat alle eher kritisch gegen­über­stehen? Heimat sei etwas für Zurückgebliebene, sagt Glättli. «Für alle, die Nestwärme suchen, Geborgenheit. Das Regressive.» Es sei die Suche nach Sicherheit, so Gentinetta. Heimat sei ein Begriff, der sehr stark «populistisch bedient werde», findet Moderatorin Barbara Bleisch. 
  • Die Krankheit der Schweizer
  • Ganz direkt fragt Bleisch schliesslich Glättli: «Was ist Heimat für Sie?» – «Das habe ich mir noch nie überlegt. Dass alle Strassen Randsteine haben? Ich habe nicht die Krankheit der Schweizer, das Heimweh.» La maladie suisse nannte man früher das, worauf Glättli anspielt. Die Schweizer Söldner in fremden Diensten, die sich nach der Heimat sehnten. Damals muss es sie also noch gegeben haben. 
  • Die Analyse von Bleisch, Gentinetta, Glättli und Newmark, vier Intellektuelle, die alle Philosophie studiert haben, gipfelt in der Behauptung, wer kein Selbstwertgefühl habe, der verstecke sich hinter dem Heimatgefühl. 
  • Da wünscht man sich Widerworte, Proteste, Unmutsäusserungen im Publikum oder wenigstens einen Menschen auf dem Podium, der sich für die Schweiz, seine Heimat, einsetzt. Doch es herrscht nur selbstzufriedene Eintracht. Der einzige der 23 Köpfe, von denen hier die Rede ist, der seine Stimme über diesen Einklang hinaus hob, war ein gross gewachsener Schwabe, ausgerechnet. Harald Schmidt, der Fernsehstar, beschrieb die Stimmung an diesen Podien der BuchBasel präzise, obwohl er selber nur Zeuge eines einzigen war: «Das affirmative Klatschen, wenn man die eigene Meinung bestätigt erhält.» 
  • Dabei ist diese Art Diskussion vom intellektuellen Gehalt her eines Buchfestivals unwürdig. Wenn sich von Anfang an alle einig sind – Migration ist gut, Heimat nur bei anderen beneidenswert, sonst etwas, für das man sich geniert – ist Langeweile garantiert. Aber es tut natürlich viel weniger weh, als auf einen sogenannten Populisten – von populus, das Volk – zu stossen, der eine abweichende Haltung hat, für den Heimat, ja Kruzifix und sapperlot, tatsächlich existiert. 
  • Vielleicht hat die Historikergeneration von Georg Kreis und Jakob Tanner ihren Teil zu diesem speziellen Heimatgefühl in der Schweiz wesentlich beigetragen. Wenn man mit aller Wucht sämtliche Mythen zu zerstören versucht, wenn man der tumben Bevölkerung beharrlich erklärt, dass es die Schweiz der traditionell überlieferten Geschichten gar nicht gegeben hat, keinen Tell, keinen Winkelried, nichts, worauf soll das Heimatgefühl fussen? Wer keine gemeinsamen Geschichten mehr teilt, hat sich auch nichts mehr zu sagen. So wirft sich halt niemand mehr in die Bresche – oder nur noch heimlich. Seit der Bergier-Kommission gilt dieses Bild der jüngeren Geschichte: Die Schweiz war im Zweiten Weltkrieg ein Land der Kriegs-gewinnler, der Profiteure, der Gnomen. Heimatstiftend dies? – Eher nein.

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Heimat ist bei den Internationalsozialisten eh verpönt. Auch Geistesgnomen wie Prof. Georg Kreis, der ehemaligen Meinungaufseher von der EKR, dessen Heimat das Europa-Institut Basel ist, dient sich wie die linkslastigen Schweizer Auftragshistoriker dem Zeitgeist an inklusive dem obligaten Kult um den Islam, den man nicht «problematisieren» darf, wie Kreis wissen liess. Der Zensurbeauftragte, der als Wissenschaftler auftritt in der Tages-Woche (die ihre Existenz der Boykott-Aktion gegen die Basler Zeitung verdankte, «Rettet Basel», von einem kongenialen Gnomen namens Guy Krneta mitorganisiert, der den Kotau vor dem Islam mit seinen Attacken gegen freie Meinung verbindet), ist eine Witzfigur. Auch das Geschichtsbild, das dieser EU-Agent und Duckmäuser vor der globalisierten Dschihad-religion verbreitet, ist von den Denk-Vorschriften der Linken Dhimmis gezeichnet. Kreis, der nicht weiss, was ein Dhimmi ist, ist ein solcher. Vor ca. 80 Jahren wäre sein Institut vermutlich ein Deutschland-Institut gewesen. Er ist einer von denen, die immer mit dem Mainstream schwimmen, in welchem der Widerstand untergeht.

Als ein Ableger der Kommunistischen Arbeiterpartei Iran vor einigen Jahren eine Filiale der Ex-Moslems in der Schweiz gründete und sich in ihrem Programmpapier sogleich von einem «plumpen Heimatbegriff» distanzierte – was gegen die Schweizer Volkspartei gerichtet war -, der die Kommunistische Iranpartei sich hoch überleben dünkte (damals in Zimmerwald hat es noch nicht geklappt mit der Systemveränderung), fragten wir uns, ob die Exilanten es wohl auch zu plump fänden, ihre verlorene Heimat zu vermissen. Dass sie als erste Stellungnahme zur Schweizer Politik die Minarettinitiative ablehnten, war wohl auch so eine internationale Position, wonach die Verteidigung der eigenen Heimat gegen die Fremdkultur reaktionär ist.

Kreis und Konsorten gehen wie die Linken konform mit diesen Internationalsozialisten, mit denen sie das Feindbild SVP teilen, auch wenn sie mit der Islamkritik der Ex-Moslems nichts anfangen können, die eigentlich Zustimmung zum Minarettverbot erwarten liesse. Aber in linken Kreisen heisst das Feindbild «rechtsbürgerlich». In der Ablehnung des Minarettverbots waren sich auch die deutschen linksdrehenden Mainstreammedien einig, Arroganz gegenüber der direkten Demokratie schlug hohe Wellen von WDR bis DLF, von TAZ bis Süddeutsche. Prof. Kreis, dank der Gesinnungsdenunziation der sog. Rassismuskommission über Basel hinaus bekannt geworden, wurde sogar vor der Abstimmung im ultralinken WDR interviewt, wo er sich bei den deutschen Rassismusexperten anbiedern durfte, die sich von dem EU-Profiteur und Sprachrohr der OIC den Populismus der Schweizer Volksinitiative erklären liessen.

Als nächster möchte gerne Kapitalismusüberwinder und Weltverbesserer Cédric Wermuth in einem deutschen Sender auftreten, er hat sich schon so gut wie selber eingeladen und bei der ARD gegen die Teilnahme Köppels in deutschen Talkrunden protestiert. Zusammen mit dem Grünen Balthasar Glättli als Warner vor der AfD gäbe das ein Gaudi zum kommentieren in PI. Glättli hat, wie er kürzlich von sich bekanntgab in der BaZ, «eine Piratenseele». Offenbar träumt der linke Mainstreamer, der in sicherem Fahrwasser plantscht, von moslemischen Seeräubern, wie sie jahrhundertelang die Küsten Europas heimsuchten. (Zum islamischen Sklavenhandel siehe auch > https://www.amazon.de/Weltgeschichte-Sklaverei-Egon-Flaig/dp/3406584500) __________________________________________________________________________

Marignano – Markus Somm über den Sonderfall, der die Schweiz im Innersten zusammenhält

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Zur Erinnerung daran, dass es in Basel auch im letzten Jahrhundert Historiker von ganz anderem Format gab als  ein staatlicher Meinungsüberwacher, sei an Prof. Werner Kägi erinnert, der mit seiner  Rede auf den Humanisten Sabastin Castellio 1953 einer anderen Geistestradition folgte als  ein staatlicher Meinungsüberwacher, der die Kritik der Religion der Intoleranz tabuisiert und wie ein Büttel der  OIC fungiert. http://www.alcorde-verlag.de/verlag/autoren/hans-r-guggisberg/

 

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