Der Ausbildner für Widerstand ist tot

Posted on Juli 12, 2016

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STRASSER

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/nachruf-strasser-ld.105194

Er war ein glühender Patriot und ein kalter Krieger: Hans-Rudolf Strasser, Doktor der Jurisprudenz, plante und probte während fast dreier Jahrzehnte den Widerstand im Untergrund – zunächst unter dem schillernden Obersten Albert Bachmann im «Spezialdienst», später in der «Geheimarmee» P-26. Im Falle einer sowjetischen Invasion der Schweiz hätten Strasser und seine rund 400 Kameraden den Befreiungskampf orchestriert. Unter dem Decknamen «Franz» war der 1936 geborene Strasser Mitglied des Führungsstabs der P-26 und dort für die psychologische Kriegsführung verantwortlich. Für den Ernstfall trainiert wurde im «Schweizerhof», einer in den Fels gesprengten Festungsanlage oberhalb von Gstaad: Sabotageaktionen, das Einrichten toter Briefkästen in Blumentöpfen, konspiratives Verhalten.

Als die geheime Widerstandsorganisation im Zuge der Fichenaffäre Ende 1990 aufflog, war der mediale Aufschrei riesig. Von Putschisten und lautlosen Killern wurde phantasiert. Der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) kam zum Schluss, dass die P-26 ohne gesetzliche Grundlage und ohne politische Kontrolle operiert habe. Nach «Rico», dem Chef der Truppe, enttarnte die Presse bald auch «Franz» alias Strasser, der damals als Informationschef des Eidgenössischen Militärdepartements (EMD) amtete. Von der Doppelrolle Strassers, der seit 1973 im EMD arbeitete, hatte niemand etwas geahnt. Verteidigungsminister Villiger stellte ihn sogleich frei: Er erwarte von seinen Mitarbeitern «in politischen Fragen vorbehaltlose Offenheit». Strasser sah sich als Bauernopfer eines «hysterischen» Bundesrats: «Eine Geheimorganisation macht nur Sinn, wenn ihre Strukturen geheim bleiben.» Überzeugt davon, für das Wohl des Landes eingestanden und als geheimer Widerstandskämpfer nötig gewesen zu sein, setzte er sich später für die Rehabilitierung der P-26-Veteranen ein, die viel belächelt und verhöhnt, aber kaum verdankt worden waren. Die P-26 sei – anders als von der «linksgesteuerten» PUK behauptet – eindeutig verfassungskonform gewesen, grollte er. Am 23. Juni ist Hans-Rudolf Strasser 79-jährig verstorben.

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http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/frueherer-emdinformationschef-ist-tot/story/24405761

(…) Das «Projekt 26» war eine während des Kalten Krieges ab 1979 aufgebaute geheime Kaderorganisation, die im Fall einer feindlichen Besetzung der Schweiz Widerstand aufbauen und leisten sollte. Ihr Chef war nur einem kleinen Kreis von Personen bekannt.

Finanziert wurde die von Armee und Verwaltung unabhängige P-26 aus verschiedenen Quellen – jedoch ausschliesslich aus Kreditrubriken des damaligen Eidgenössischen Militärdepartements. Bei der Auflösung hatte sie 400 Mitglieder, der Sollbestand betrug 800 Personen. Die P-26 verfügte über Waffen.

Akten unter Verschluss

Die Auflösung der P-26 im Jahr 1990 bedeutete aber nicht die vollständige Offenlegung: 2009 entband der Bundesrat die Veteranen des geheimen Widerstandes im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg zwar von ihrer Schweigepflicht. Sie durften sich aber nur über ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe und über ihre eigenen Diensterlebnisse äussern.

Die Akten zur P-26 dagegen bleiben bis etwa ins Jahr 2040 unter Verschluss. Der Bundesrat wies in einer 2010 veröffentlichten Antwort auf eine Motion auf die gesetzliche Sperrfrist von 50 Jahren für besonders schützenswerte Personendaten hin.

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Das Geschrei der Linken war gross, als die Widerstands-Organisation enttarnt wurde, als handele es sich um eine kriminelle Vereinigung. Deren Auflösung könnte man als übereilt bezeichnen, es sind ja Situationen denkbar, in denen der Widerstand gegen eine fremde unfreundliche Macht in der Schweiz angezeigt wäre. Ist das undenkbar? Ist die Schweiz vielleicht von lauter Freunden umgeben und wird sie von lauter friedlichen Zuwanderern zur Landnahme ausgewählt? Gibt es keine Eroberer mehr, die den Krieg gegen die Demokratie im Programm haben? Was ist mit der lupenreinen Demokratur in Deutschland?  Dschihadistenbanden können in der Schweiz ungeniert operieren und ihre verfassungswidrigen Hass- und Hetzschriften auf öffentlichen Plätzen verteilen, unter dem wohlwollenden Zuschauen der islamophilen Linken, die mit dem neuen Totalitarismus kollaborieren. Die Zeit ist vielleicht nicht mehr fern, in der sich die Zerschlagung aller Strukturen einer Widerstandsorganisation als eine verfrühte Fehlentscheidung herausstellen wird.

Die linken Denunziatoren ignorieren ihrer Natur gemäss das politische Programm eines international vernetzten menschenrechtsfeindlichen Terrorregimes, das sich nicht mit «Dialog» und blauäugigen Ilusionen abwehren lässt. Eine andere Zeit, eine andere Welt , heisst es in der Basellandschaftlichen Zeitung. Ist die Welt so anders geworden, so viel friedlicher? Was nicht nur der Schweiz, was Europa not täte, ist eine Résistance gegen den Islam, denn es herrscht Krieg,  Krieg des Religionsterrors gegen den Westen.

Es lebe der Widerstand!

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