Der Verrat der Intellektuellen an den Islamdissidenten

Posted on März 30, 2016

0


Auch republikanisch gesinnte Bourgeois in Frankreich, wo es noch eine republikanisch gesinnte Linke gebe, schickten ihre Kinder gern auf katholische Schulen – weil es dort weniger Muslime gebe, schreibt Thierry Chervel in der Neuen Zürcher Zeitung  unter dem Titel „Einsamer Aufklärer“  zum Fall Daoud und der französischen Islamdebatte (NZZ 29.3.16)

  • In Frankreich wurde der algerische Autor Kamel Daoud dafür angeprangert, dass er mit seiner Kritik am islamischen Frauenbild «Islamophobie» betreibe. Ausgerechnet Akademiker unterwandern die nötige Aufklärung.

Chervel, von dem 2010 bei Perlentaucher «Das Behagen an der Unkultur“ erschien, zieht eingangs die Parallele zur deutschen Diffamierung der Dissidentin Necla Kelek, deren Kritik am Islam wie auch die von Hirsi Ali dann noch als rassistisch verunglimpft wurde aus den Dissidentendenunzianten-nestern um den islamophilen Theologen Th. G. Schneiders, der heute im Duckmäuserfunk DLF hockt und die Dissidentendenunziation fortsetzt im Verein mit der Apologetin Kaddor u.ä. obskuren Figuren, die Islamkritik für überflüssig erklären.

Chervel: «Im Jahr 2006 veröffentlichte in Deutschland eine Gruppe von sechzig «Migrationsforschern» eine Petition gegen Necla Kelek, die in ihrem Bestseller «Die fremde Braut» die fortdauernde Praxis der Zwangsverheiratungen angeprangert hatte. Zehn Jahre später lanciert eine Gruppe von französischen Soziologen, Historikern und Anthropologen einen Aufruf gegen den algerischen Schriftsteller Kamel Daoud der nach den Ereignissen von Köln die Pathologie des Geschlechterverhältnisses in islamischen Ländern kritisiert hatte. In Deutschland machte sich die «Zeit» zum Sprachrohr der Akademiker, in Frankreich gab ihnen «Le Monde» Relevanz.

Schon damals, vor zehn Jahren, hat Die Zeit es nicht für nötig befunden, eine Verteidigung Keleks (von dem islamkritischen Soziologen Krauss) als Gegenstimme zur Dissidenten-Denunziation zu veröffentlichen. Seit mehr als zehn Jahren ist Islamkritik auch in deutschen Medien als «Islamophobie» verschrien; die diffamatorische Absicht ist den Denunzianten bekannt, es ist ja die ihre; und noch heute müssen islamkritische Texte wie der von Chervel wieder beim ABC beginnen. Als sei das islamische atavistische Frauenbild nicht langsam bekannt, wird seine neuerliche Analyse wieder mit den ausgeleiertsten Argumenten wie «Orientalismus» verunglimpft; mit jener Erfindung von Edward Said, die allen Moslems der Welt unterstellt, sie würden vom Westen diskriminiert, unterdrückt und verfolgt. Auch der Scharlatan Said ist längst als ein solcher entlarvt, siehe Joshua Muravchik: Enough Said.

aber das hindert die unentwegt links-islamophilen Intellektuellen nicht daran, im Stil von Buruma&Konsorten weiterzumachen und der Islamkritik Eurozentrismus oder «Menschenrechtsimperialismus», wie das bei links heisst, nachzusagen.

  • Beide Gruppen wandten sich im Namen der «Gerechtigkeit für die Muslime» gegen Autoren, die selbst muslimischen Ursprungs sind: Die Kritik der eigenen Sphäre – im Westen eine mit Hingabe geübte und übrigens erkenntnisfördernde Praxis – erscheint den Universitätsleuten offenbar illegitim, wenn sie ihren eigenen Forschungsgegenstand kontaminiert: Man hätte die so schöne muslimische Kultur gern rein erhalten, um sie anderen Kulturen entgegenhalten zu können. Daouds Kritik am islamischen Frauenbild werfen die Akademiker «Orientalismus» vor, also einen westlichen Ethnozentrismus. Demnach wäre es wohl illegitim, die Idee der Gleichberechtigung auch in islamischen Ländern zu vertreten.
  • «Hinter diesem fadenscheinigen Antirassismus sieht man die notdürftig als Respekt für den Islam verkleidete neokoloniale Verachtung hervorlugen», antwortete darauf Pascal Bruckner. Was herrscht an den geisteswissenschaftlichen Instituten der Universitäten eigentlich für eine Mentalität, dass man gegen die Meinungsäusserungen einzelner, freier, institutionell ungebundener Autoren im Kollektiv zu Felde zieht?

Ich nenne das Rudelmentaliät. Die Bande der deutschen und moslemischen Migrationsforscher, die 2006 in Rudelstärke über Necla Kelek herfielen, verkörpert eine Kombination aus dem deutschem Untertanengeist, linkem Meinungsterror und dem Umgang der Umma mit Kritik. Zur Veröffentlichung einer Antwort an die Bande ausser der Selbstverteidigung von Kelek war die Zeit nicht bereit. Im Rudel fühlen sich die Apologeten des Religionsterrors sicher.

  • Muss man denn immer neu wiederholen, dass man die Kritik an einer Religion nicht mit Rassismus gleichsetzen kann?

Wenn man diese Debatte mit den Religionsterroristen und ihren linken Uberläufern führt, kommt man nicht weiter und muss sie endlos wiederholen. Die Diffamierungsmethoden der Hetzer gegen Islamkritik ändern sich nicht. Man muss auch Stalinisten nicht erklären, dass sie keine Kritik des Systems dulden, sie wissen selber, warum sie Kritiker pathologisieren und einsperren. Man muss ihnen nicht erklären, was sie tun. Sie wissen es. Das ist ein Krieg.

Chervel, der als Gründer von «Perlentaucher» das Verdienst hat, die Antwort von Bruckner auf Buruma zur Verteidigung der als «Fundamentalismus» diffamierten Aufklärung und speziell Hirsi Alis veröffentlicht zu haben, schreibt, dass «die Fackel der Aufklärung» in Deutschland «mit seinem unscharfen Verhältnis zu Religion» fast ausschliesslich von Intellektuellen muslimischer Herkunft wie Necla Kelek, Seyran Ateş oder Hamed Abdel-Samad hochgehalten wird.»

Die Islamverfolgten aus den Höllenlöchern des Religionsterrors wissen die Aufklärung mehr zu schätzen als die deutschen Dhimmilämmer. Die deutschen Duckmäusermedien, die sich heute in Willkommenshysterie für die Moslemmassen überschlagen, wagen es gar nicht mehr, einheimischen Stimmen der Isalmkritik zu veröffentlichen, aus «Respekt» vor der Rassismus-Keule, die sie selber schwingen. Das islamhörige offizielle Deutschland ist viel zu untertänig für eine offene islamkritische Debatte, ohne dass die linken Überläufer zu Allah ausrasten.

«Der Staat zieht für die Kirchen die Steuern ein, und dieses System macht die Kirchen reich und friedlich»,

schreibt Chervel in der NZZ. Dass sich die Kirche mit Papst Franz als ganz besonders friedlich erweist gegenüber dem Islam, wie schon gegenüber dem NS-Staat, dessen Funktionären die Catholica nach 45 zur Flucht nach Argentinien verhalf, passt bestens zusammen. Die Kirche, die den Islam zwar nicht so innig liebt wie die Linken, die sich unter dem Meinungsterror der Monokultur wohlfühlen, kollaboriert gleichwohl wie die linken Islamophilen und Intellektuellen mit dem Islam auf Kosten von Meinungsfreiheit, Religionskritik, Aufklärung. 1982 schrieb ich an einen Kirchenkritiker: Wir bekommen eine Allianz aus Kirche, Linken und Islam. (Heute haben wir sie.)

In Deutschland gibt es keine säkulare Linke, nur eine islamfromme allahunterwürfige Linke, die zum Islam übergelaufen ist, Ausnahmen wie Krauss bestätigen das Allgemeinbild. Die linke Leier ist überall dieselbe:

  • In der französischen Linken gibt es natürlich noch ganz andere Positionen. Emmanuel Todd und Alain Badiou beeilten sich in der Tradition marxistischer Intellektueller das nicht in die Theorie passende religiöse Phänomen wegzuerklären. Alles eine Folge des Kapitalismus, des Euro (am besten, Frankreich löst sich von EU und Deutschland!), der Arbeitslosigkeit, aber auch – zumindest bei Todd – der «metaphysischen Leere». 

Dem französischen Premierminister Manuel Valls indes bescheinigt Chervel, sich nach den Januar-Attentaten in seltener Deutlichkeit gegen den in Frankreich grassierenden Antisemitismus gewandt zu haben – «den kleinsten gemeinsamen Nenner der radikalen Linken, der extremen Rechten und der muslimischen Fundamentalisten.» Er habe auch Daoud verteidigt. Wo in aller deutschen Welt gibt es einen prominente Politiker, der einen Islam-Kritiker verteidigen würde gegen die ganze Medienmeute und ihre verordnete Islamophilie, der Zwangsliebe zum Islam.

Last not least: Als erstaunlichste Stimme in der jüngsten Debatte bezeichnet Chervel die der der 25-jährigen Politologin Anastasia Colosimo 

  • «die in ihrem Buch «Les bûchers de la liberté» eine Geschichte der Blasphemie erzählt und in Interviews eine Rückkehr zu den Tugenden der Republik fordert: Gesetze, die Anstachelung zu Rassismus oder Holocaust-Leugnung unter Strafe stellen, will sie abschaffen und nur das eherne Gesetz von 1881 zum Schutz der Pressefreiheit bestehen lassen, das allein Individuen, aber nicht Gruppen schützt

Der Prozess gegen «Charlie Hebdo» im Jahr 2007 sei nur durch ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz möglich geworden. Den Intellektuellen wirft sie vor, «die Wiederkehr des Religiösen nicht begriffen zu haben: Sie stünden noch «unter Einfluss der marxistischen Vulgata und waren überzeugt, dass die Religionen am Ende seien», wird sie von Chervel zitiert. Wer dächte da nicht an Deutschland, wo die Pressefreiheit in der Einheitsmeinung der islam-frommen Medien besteht und Kritiker jederzeit mit der Zensur durch Internetintervention oder aber Intervention des linken Strassenmobs zu rechnen haben, wie die Demonstranten von Pegida, mit deren gewalttätigen Gegendemonstranten die Einheitspresse sympathisiert. Die Einheitspresse brauche keine Zensur mehr zu fürchten, sie ist selber die Zensur, heisst es.  

Ohne Pegida zu nennen, beschreibt Chervel doch mutatis mutandis das Gewaltphänomen, das auch in Deutschland wütet mit dem linken islamkonformen Strassenmob, der den Protest der gewaltlosen Demonstranten bedroht. Jugendliche Rebellion verkleide sich als Pop-Kultur, schreibt er, sie verbinde religiöse Versatzstücke und die Bandenkultur des Hip-Hop, die sich in den Banlieues ausgebreitet hat.

  • Rap und Pop hantieren ohnehin häufig mit der fatalen «Respekt»-Vokabel, die nichts weiter ist als ein Mafia-Begriff zur Markierung von Territorien.

«Hey Respekt Alter» ist die Duftmarke gewaltfreudiger «Jugendlicher» in Deutschland, die sowohl für Moslems wie nichtmoslemische Schlägertrupps bezeichnend ist. Dass die Dschihadreligion ihre Aktivisten gern in Knästen rekrutiert, liegt nahe, das Männergewaltrecht Islam spricht gewaltfreudige Männlichkeit an.

  • Dokumentationen aus französischen Lycées zeigen, dass auch die anderen Jugendlichen längst diese Idee des Respekts vor Religionen und Kulturen verinnerlicht haben.

Sprich den «Respekt» vor der Brutalität von Jungmachos. Es sind gewalttätige Rohlinge, die von den Gewaltopfern und Bedrohten, den Schwächeren, «Respekt» fordern. Den Respekt, den auch das Rudel den Einzelnen abverlangt, die es wagen, das Kollektiv zu kritisieren.

Was das Rudel der «Migrationsforscher» gegen die Islamkritikerin Kelek demonstrierte, war der Anspruch auf «Respekt», wie ihn ein Schlägertrupp linker und moslemischer Jugendlicher mit dem Aufmarsch eines ganzen Rudels – in diesem Fall 60 Stück – von den Opfern fordert.

In islamischen Staaten werden die Kritiker ausgepeitscht wie Raif Badawi, oder erschlagen wie Schamil Dschikajew, Kehle durchgeschnitten; – in Deutschland sollen sie mit dem Rudelrecht des Islam, das mit 60 Exemplaren aufmarschiert, mundtot gemacht werden. Hinter allen Dissidenten-denunzianten wie Schneiders oder Kaddor&Konsorten, die die Islamkritiker überflüssig finden, stehen die islamischen Horden, die die überflüssigen Kritiker beseitigen, sobald sie Gelegenheit dazu haben wie die Menschenschlächter in den islamischen Staaten.

Nichts anderes als sein Menschenschlächterrecht will der Islam auch in Europa einführen.

Advertisements