Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen – keine Illusionen

Posted on Juni 27, 2015

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Michael Ley: Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen

Auszug in der „Presse„, Wien, vom 19.06.2015:

http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/4758713/Islamisierung-Europas_Nein-ich-habe-keine-Visionen

Eine klare und dringend lesenswerte Darstellung dessen, was Europa blüht und was auch amerikanische Islam-Kritiker-Innen seit langem voraussehen. (The West is lost.) Hier nur ein paar Anmerkungen in bezug auf die von der «Presse» vorangestellten Zusammenfassung:

  • Wohlmeinende Christen preisen den „Dialog“, wohlmeinende Grüne ihren muslimischen Gemüsehändler. Nur die Feministinnen schweigen sich lieber aus. Die Islamisierung Europas. Eine Groteske.(Die Presse)

Der Schwerpunkt wird hier wieder auf das Schweigen der «Feministinnen» gelegt (wer soll das sein, die linken Frauenrechtsverräterinnen?), nicht auf die massenhafte Kollaboration von mächtigen Männerorganisationen, die den «Dialog»-Zirkus inszenieren.

  • Wir erleben die groteske Wiederkehr des Dreißigjährigen Kriegs, der zwischen 1618 und 1648 in Europa wütete, nun unter islamischen Vorzeichen.*
  • Der islamischen Welt fehlen jedoch jene reformatorischen Persönlichkeiten, ohne deren Wirken der Dreißigjährige Krieg nicht verstanden werden kann; es gibt historisch im Islam keinen Martin Luther, keinen Huldrych Zwingli oder Johannes Calvin: theologische und politische Reformer, die in unterschiedlicher Weise die Macht der katholischen Kirche und der Päpste bekämpften und die christliche Theologie reformierten. Das Ende des Dreißigjährigen Krieges schuf nicht nur einen fragilen Religionsfrieden, sondern leitete die Modernisierung Europas ein.

Dazu fehlt aber im Islam das ideologische Fundament. Der Islam ist eine Kriegs- und Eroberer-Doktrin, ein vergöttlichtes Männergewaltrecht, was Ley hier leider nicht mehr reflektiert. Diese Gewaltdoktrin bringt auch keine Reformatoren und Aufklärer hervor, sondern vernichtet sie. Die Vernichtung der Kritiker des Zwangsglaubens ist in seinem Fundament, dem Koran und den Worten und Taten des Profeten, vorprogrammiert. So etwas wie die Idee von der Freiheit eines Moslemmenschen hat in diesem Glauben keinen Platz, es gibt daher auch keine Reformation des Islam, nur die Expansion seiner Eroberungsgewalt.

(Was Calvin angeht, den sadistischen Religionsterroristen, der Genf einer mullahmässigen Religionsdiktatur unterwarf und  seine Gegner verbrennen – und zwar speziell auf kleinem Feuer rösten – liess, so würde ich eher eine Figur wie seinen Kritiker Castellio nennen, als Vorläufer der Aufklärung. Calvin, den Markus Somm als Vorreiter der protestantischen Arbeits-Moral bewundert,  ist kein Vorbild.)  

  • Der kontemporäre Dreißigjährige Krieg findet in der islamischen Welt zwischen Sunniten und Schiiten, urbanen Modernisten und korrupten semisäkularen Machteliten, zwischen verschiedenen radikalen Islamisten und Terroristen sowie zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen im globalen Ausmaß statt. Drahtzieher im Hintergrund sind im Nahen Osten die Regionalmächte Iran, Türkei und Saudi-Arabien, die jeweils die Hegemonie anstreben und ihre Ränke schmieden. Die islamische Agonie ist aber vorgezeichnet, weil niemand eine religionspolitische Exit-Strategie im Sinne eines Reform-Islams besitzt.

Die derzeitigen Männerkriege sind nicht die letzten, die islamische Agonie ist keineswegs vorgezeichnet, so wenig wie das Ende der Schrecken in den Schreckensregimen der Welt vorgezeichnet ist, das Terrorsystem Islam wird, wie andere, nur andere Formen annehmen.

Der Terror dieses Terrorsystems wird voraussichtlich an Ausmass und Dauer die Schrecken der Massenmorde des letzten Jahrhunderts überbieten, soweit das überhaupt denkbar ist. Der IS führt gerade vor, was in dem System der Menschenschlächter drinsteckt.

  • Die politische Perspektivlosigkeit ist allerdings der größte Motor des radikalen Islams: Je unfähiger der reaktionäre Islam ist, eine politische und gesellschaftliche Lösung zu finden, desto stärker wird der Hass auf den Westen.

Die Parallele dazu findet sich in allen totalitären Systemen: nach innen repressiv, nach aussen aggressiv. Ein Vergleich mit den Männerbünden des SS-Staats wäre sehr aufschlussreich.

  • Allein diese politische Strategie ist vielversprechend: Der Islam kann nur gewinnen, wenn er sich das alte Europa zur Beute macht, in der Kolonisierung Europas hat er eine politische und ökonomische Zukunft. Der drohende zivilisatorische Untergang zwingt zur Eroberung der Ungläubigen.

Dass Europa die Beute ist, wusste schon der islamophile Scholl-Latour. Es waren übrigens immer höherstehende Zivilisationen, die den islamischen Raubnomaden anheimfielen – Persien, Byzanz, die christliche Türkei, Nordafrika – und heute der gesamte Westen. Die Eroberungsreligion ist dazu allerdings nicht «gezwungen» (die historische Notwendgkeit aller Männergeuel?), es sei denn durch ihre Natur. Aber die Natur der Erobererhorden gibt es ja nicht…, immer nur andere «Ursachen», die die Gewaltlust der Horden «zwingen»…

Dass die (Selbst)Destabilisierung der islamischen Welt sie zur Eroberung des Westen sprich zum Terror treibe bzw. dass der «Fundamentalismus» die Antwort auf die westliche Moderne sei, sagen auch Islamfreunde wie Lewis, die allerdings das Fundament dieses Männergewalt-Rechts mit Eroberungs“auftrag“ im Dunkeln lassen.

Was würden die Feministinnen bzw. was Ley dafür ausgibt – die linken Pufflegalisiererinnen? – denn ausrichten, wenn sie gegen die Hordengewalt protestierten? So wenig wie die Frauen, die immer schon erfolglos ihre Stimme gegen organisierten Männergewaltwahn erhoben – und dafür verhöhnt wurden (wie zum Beispiel Pazifistinnen gegen den ersten Weltkrieg).

Auch der zweite Weltkrieg und die Massenmorde in den Bloodlands wurden von exklusiven Männerbünden organisert und durchgeführt. Im Krieg dehnte der reinblütige Männerorden der SS das KZ-System aus, er ging nicht an seiner inneren Schwäche ein, sondern dank der militärisch überlegenen Macht der Sieger. Das islamunterwürfige konsumbeduselte Europa verfügt nicht über diese Abwehrkraft, alles was die Männeraufrüstung noch schafft, ist die Mobilisierung des guten alten Antifeminismus: die Frauen sind schuld am Untergang des Abendlandes. Bekannt? Sprenger & Kramer lassen grüssen.

  • Das Ausmaß der Islamisierung der Rechtssysteme kann in einem unterschiedlichen Umfang erfolgen; diese Entwicklungen werden jedoch irreversibel sein, da sie, wie gesagt, aufgrund der demografischen Veränderungen nicht zurückgenommen werden können.

«Demografische Veränderungen» – was für eine nette Umschreibung der Vermehrungsgewalt der eindringenden Männerhorden. Aber so weit geht die Analyse nicht.

Nein, ich habe keine Illusion. Moderne Zivilisationen, in denen die Frauen nicht mehr wie die Untermenschen der Machokulturen gegen ihren Willen gebären müssen, sind natürlich den eindringenen Moslemmännermassen nicht gewachsen. Linke Frauen, die zur Frauen-Entrechtung schweigen und die Ley für Feministinnen hält, werden so wenig gefragt bei den globalen Machtverschiebungen in der Konfrontation des Westens mit den islamischen Männerhorden der Eroberungsreligion, der sie sich andienen, wie die vielen männlichen Kollaborateure aller Couleur. Beginnend mit den Initiatoren des Eurabiadeals, den Bat Yeor schon früh aufzeigte. (Ein reines Männerwerk notabene, so wie die derzeitigen kriegerischen «Konflikte», die sich in islamischen Staaten auch in Form bewaffneter Männerhordengewalt gegen Frauen und Kinder austoben. Vgl.Hirsi Ali: Der Krieg gegen die Frauen, oder auch die frühe Warnerin Fallaci, die die Hordengewalt der Invasoren und ihr Gewaltvermehrungs-Potential und -Programm erkannte, was mit der linken Rassismuskeule beantwortet wurde.) Ich nehme hier keine Frauen, die schweigen, in Schutz, zumal ich mit den linken Lämmern und Legalisiererinnen des Bordells und den Genderistinnen, die Männer nicht von Frauen unterscheiden können, nichts am Hut habe. Aber selbst die untewürfigsten und für mich nervigsten Frauen, die Anpasserinnen an die Männergewaltsysteme und Liebedienerinnen der linken Kollektivisten, die einst Frauenrechte versprachen, haben diese Männerhordengewalt nicht verursacht und können sie auch nicht verhindern, egal mit wem sie sich verbünden. Das gilt für Frauen in allen Männerkriegen und Eroberungszügen. Die Invasion Europas durch den Islam ist weder von den marginalisierten Feministinnen, die Ley nicht kennt, noch von den angepassten linken Frauen, die er für solche hält, aufzuhalten. Aber die Rückbesinnung auf das Gefäss der Sünde, das jetzt mit der Gewaltvermehrung der rohen Machokulturen auch noch konkurrieren soll, ist ein durchsichtiges Manöver, das von den Männergreueln dieser Welt ablenken soll. Was die konservativen Islamgegner unter Rückbesinnung verstehen, ist das Bestreben, die Aufklärung, die von den Linken verraten wird, rückgängig zu machen.

Dass die Islamisierung irreversibel ist, wie Ley sagt, ist den meisten Islamkritikern ja klar. Aber das Gegenbeispiel – das besagt, dass Regime wie der NSstaat oder die sozialistische Diktatur reversibel gewesen seien – , ist vielleicht nur eine vorübergehende Erscheinung. Das Hominidenpotential, dass auch sie hervorgebracht hat, verschwindet ja nicht so einfach, es kann sich wieder regenerieren, und z.B. unter der Herrschaft der neuen Eroberer Europas wieder seine vollen Potentiale entfalten. Noch gibt es keine KZs und keinen Gulag für die Islamgegner, aber die Gleichschaltungsmedien arbeiten schon auf Hochtouren an der Ausschaltung der Kritiker. Keine Landnahme ohne willige Kollaborateure. Lovely future.

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Aus Eugen Sorg: Aussichten auf einen dreissigjährigen Krieg

(BaZ 19.9.14):

  • Es ist der Krieg selbst, der ständig neue Krieger produziert und sich selber am Leben erhält. Die bewaffneten Horden lassen die zivile Wirtschaft kollabieren und schaffen Populationen von Mittel- und Obdachlosen. Elf Millionen Syrer, die Hälfte der Bevölkerung, und fast drei Millionen Iraker, ein Zehntel des Landes, sind vertrieben worden. Viele von ihnen sind junge Männer, die keinen Ort mehr haben, wohin sie heimkehren können. Und wer nichts mehr zu verlieren hat, ist eher versucht, in einem der frommen Terrorverbände sein Leben zu riskieren und anderen die Hölle zu bereiten. Er findet dabei Kumpane aus aller Welt. (…)
  • Der Nahe Osten ist in eine Situation geschlittert, wie sie etwa das antike Griechenland zur Zeit des Peleponnesischen Krieges oder das Europa des 17. Jahrhunderts mit dem Dreissigjährigen Krieg durchlebten. Solche Gemetzel gehen erst zu Ende, wenn die Generation der Väter und diejenige der Söhne dermassen ausgeblutet und erschöpft sind, dass das Reservoir an frischen Kämpfern versiegt.

Hier sind die organisierten Männerhorden, die ständig neue Kriege produzieren, schon zum Krieg selbst avanciert. Ob «Allah» oder «die historische Notwendigkeit» oder einfach «der Krieg selbst», das Feigenblatt wird immer durchsichtiger. Vor vielen Jahren, als das Buch des Humanbiologen Knussmann «Der Mann ein Fehlgriff der Natur» die linken Gemüter heftig erregte, da allein der Gedanke, dass die Natur so menschenfreundlich ist wie der gütige Gott, die Stern-Redakteurinnen erboste, wies ein Kollege von Knussmann, Prof. Wassermann, darauf hin, dass die Flüchtlinge der Welt, Frauen, Kinder, Alte und Kranke, vor bewaffneten Männern fliehen, an die 90 Millionen. (Gemeint waren natürlich die bedrohten Flüchtlinge der Männerwelt, nicht die bedrohlichen Männerhorden der illegalen Eindringlinge, die heute das sinkende Schiff Europa überschwemmen und in Scharia ersäufen werden.) Regine van Cleev

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