KRIEGSKINDERGESCHICHTE

Posted on Mai 9, 2015

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Kriegskinder

Die vergessene Generation

Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Die Menschen der Generation der Kriegskinder berichten erstmals über ihre Erlebnisse während des Krieges

Noch nie hat es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75jährigen. Doch man weiß wenig über sie, man redet nicht über sie – eine unauffällige Generation. Jetzt beginnen sie zu reden, nach langen Jahren des Schweigens.

Die Kriegskindergeneration ist im Ruhestand, die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Bei vielen kommen jetzt die Erinnerungen allmählich hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten Kriegserlebnisse. Sie wollen nun über sich selbst nachdenken und sprechen.

Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer »verschwiegenen, unentdeckten Welt«. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.

Ihnen wurde gesagt: »Sei froh, daß du überhaupt überlebt hast. Vergiß alles und schau lieber nach vorne!« Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Diese Erinnerungen haben sie bislang in sich verschlossen gehalten, sie trösteten sich mit der Einstellung: »Andere haben es noch viel schlimmer gehabt als wir.«

So wurde eine ganze Generation geprägt: Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören – und man konnte kein Brot wegwerfen.

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Selbstmorde im Mai 1945  „Ein Akt der kollektiven Verzweiflung“

Autor Florian Huber im Gespräch mit Peter Kapern vom Deutschlandfunk. Auszüge:

  • Am Ende des Zweiten Weltkriegs gab es innerhalb weniger Tage in Deutschland Tausende Selbstmorde. Die Menschen waren nach dem Einmarsch der Roten Armee völlig kopflos und von Angst getrieben, sagte der Autor Florian Huber im DLF. Er hat ein Buch über die Hintergründe der Verzweiflungstaten geschrieben.

Aus dem Interview:

  • „(Ein Querschnitt der kleinstädtischen deutschen Bevölkerung“)

Peter Kapern: Da gibt es seit ein paar Wochen ein Buch in den Läden, dessen Titel genauso schockierend wie deprimierend klingt. Er lautet: „Kind, versprich mir, dass du dich erschießt“. Schockierend, weil man sich nicht ausmalen mag, welcher Vater oder welche Mutter dem eigenen Kind diesen Schwur abnehmen will, und deprimierend ist der Buchtitel, weil er darauf hinweist, dass Hunderte und Aberhunderte von Eltern genau dies getan haben.

Die Greuel der Soldateska sind offenbar nicht so schockierend für die Huber. Der DLF stellt die verzweifelten Eltern ebenfalls als nicht ganz zurechnungsfähig hin.

Sie haben damit beigetragen zu einer unfassbaren Selbstmordwelle, die zum Kriegsende vor 70 Jahren über Deutschland hinwegrollte. Niemand kennt genaue Zahlen, aber es waren insgesamt etliche tausend Menschen, die sich nicht vorstellen konnten, nach dem Krieg, nach dem Nationalsozialismus, nach dem Ende des Völkermordens noch weiter leben zu können.

Was heisst das? Viele von ihnen hätten sich das Weiterleben sehr wohl vorstellen können, wenn es nicht bedeutet hätte, zu Opfern unsäglicher Gewaltverbrechen zu werden. Huber beschreibt die Selbstmorde als eine Art Massenwahn, ein irrationales Verhalten, das «ansteckend» war. Vielleicht sind die Berichte über begangene und noch bevorstehende Greuel «ansteckend»? 

  • Huber: Sie müssen sich vorstellen, dass hier in dem Moment, wo die Rote Armee in Demmin einmarschiert, die Leute völlig kopflos, voller Angst getrieben, sich entweder gegenseitig aufstacheln, zum Teil buchstäblich in Familien zusammenbinden, in die Flüsse steigen, sich gegenseitig aufhängen. Ein Nachbar sieht das, was der andere tut, und vollzieht dies nach. Es war also eine Welle, eine regelrechte Epidemie, die da ausgebrochen ist und die dann innerhalb von drei bis vier Tagen mehrere hundert Leute mitgerissen hat.
  • „Die Leute wussten, was im deutschen Namen angerichtet worden ist“

Wenn schon alle Naziverbrechen der Bevölkerung bekannt gewesen sein sollen, wie Huber behauptet, dann waren wohl auch die Massaker der Roten Armee schon durchgedrungen, von denen hier aber keine Rede ist, kein Sterbenswort. Alle Kriegsopfer müssen sich schämen? Eine unglaubliche Generalbeschuldigung und Verdächtigung der gesamten Bevölkerung, den Krieg nicht nur gewollt, sondern auch die Naziverbrechen wissentlich gebilligt zu haben.

  • Kapern: Das klingt, als seien die Menschen in einem Selbstmordrausch gewesen in diesem Ort. Was hat sich da in den Köpfen der Menschen abgespielt? Was muss in Köpfen geschehen sein, damit so etwas möglich wird?

Was geht in den Köpfen vor , die sich nicht mal vorstellen können, dass und wie Eltern ihre Kinder vor den ihnen bevorstehenden Brutalitäten bewahren wollen? Die reale Bedrohung wird ausgeblendet und die Reaktion der Bevölkerung als «kopflos» hingestellt. Selbstmorde aus Verzweiflung als «kopflos» zu bezeichnen, als wüssten diese Schlauköpfe, wie sich die Bevölkerung hätte vernünftigerweise verhalten sollen – vielleicht mit den Vergewaltigern «diskutieren»? – das allein ist schon eine Zumutung. Wenn Eltern, die nicht mehr flüchten können, ihren Kindern die Rohheit der Hordenvergewaltiger ersparen wollen, dann handelt es sich angeblich um eine  Epidemie als Reaktion auf einen angeblich kollektiven Rauschzustand. Wieviele von denen, die Hitler nicht gewählt haben (das war die Mehrheit der Bevölkerung), waren denn wohl vom Hitlerkrieg «berauscht»? 

  • Der Krieg hat auch einen Rausch gebracht, nämlich den Rausch und die Wut des Zerstörens. Das hat die Leute im Prinzip völlig enthemmt.

War die Mehrheit der Bevölkerung so enthemmt wie die kriegsverrohten Männerhorden??

  • Dann kam aber im weiteren Verlauf des Krieges, als das Pendel zurückschlug, der Gegenschlag und diese Gefühle von Schuld und von Verstrickung und von Scham wurden immer stärker, und es gab auch einen Hass nicht nur auf die anderen, sondern auch auf sich selbst. Das gepaart mit der Angst vor der Rache und Vergeltung führte zu einem Sog, zu einer Ansteckung und zu einem kollektiven Suizid.

Mit anderen Worten: Herr Huber hat die fixe Idee der Kollektivschuld im Kopf, wenn er den Massenselbstmorden, um den Massenmassakern zu entgehen, Motive wie Selbsthass u. dergl. unterschiebt. Die Nazigrössen, die sich umbrachten, um der Verurteilung zu entgehen, hatten durchaus keinen Selbsthass, sie hassten nur die Sieger, wie der Nürnberger Prozess zur Genüge an den Tag brachte, und auch der späte, allzu späte Auschwitz-Prozess.

Das Buch trägt den Untertitel: «“Der Untergang der kleinen Leute 1945″.

Der DLF hat nun eine Blitzidee: dass sich auch „grössere“ Leute umbrachten, wie die Nazi-Führungsriege.

  • War Selbstmord tatsächlich ein Phänomen, das auf die sogenannten kleinen Leute begrenzt war?
  • Huber: Es war nicht auf die kleinen Leute begrenzt. Wir kennen ja die Selbstmorde der prominenten Nationalsozialisten, Hitler, Goebbels, Himmler sowieso, aber auch sehr viele hochrangige Wehrmachtsgeneräle haben sich umgebracht. Natürlich war es nicht beschränkt auf unbescholtene Bürger. Aber es galt auch nicht das Umgekehrte, sondern die Mehrzahl der Leute, die sich da umbringen, das folgt keinem erkennbaren Muster.

Kein erkennbares Muster? Stimmt also das Muster nicht, das Herr Huber sich da zurechtgebastelt hat aus den Tagebucheinträgen? Interpretations-methode bleibt unüberprüft… Er erkennt es nicht, dieses «Muster», das Eltern dazu treibt, ihren Kinder die Massengreuel einer entfesselten Männerhorde zu ersparen. Dieses Muster hat er nicht im Kopf.

Das ist alles andere als ein Querschnitt der deutschen Bevölkerung. Die Bevölkerung von Demmin in der Nähe von Berlin hatte mit Recht alles Schlimme von der anrückenden Roten Armee zu erwarten, aber die Angst vor Männermassengreueln in allen Kriegen wird wie Hysterie behandelt.

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Verbrechen der Roten Armee

Men in action

Wenn im Deutschlandfunk der Grund für die vielen Selbstmorde in Deutschland bei Kriegsende mit dem angeblichen Erwachen aus einem «Rausch» und mit «Verwirrung» (so Huber) erklärt wird, fasst Frau sich an den Kopf, die weiss, was es heisst für die Mädchen und Frauen, für wehrlose Kinder, in die Pfoten einer entfesselten Soldateska zu geraten.

Die Angst vor den Greueltaten der roten Armee, die Herr Huber für eine unbegründete Hysterie zu halten scheint, war alles andere als nicht gut begründet. Hier scheint wieder ein Kollektivschuldschema im Kopf zu stecken, wenn allen Deutschen, egal ob sie die Nazis gewählt hatten oder nicht, nachgesagt wird, für den Hitlerkrieg begeistert und über die Taten der SS und der Wehrmacht in den «Bloodlands» bestinformiert gewesen zu sein. Vielleicht sollten die vergewaltigten Mädchen sich noch schämen für die Verbrechen des Männerkriegs? Weil die Untaten der Deutschen jenseits der Reichsgrenzen nicht völlig unbekannt blieben – wenn auch nicht so bekannt waren wie man meint: die Nazis haben ihre schlimmsten Morde jenseits der deutschen Grenzen begangen – und die Bevölkerung bei Kriegs-ende u.a. mit Racheakten der Russen rechnete, wird hier aus der völlig verständlichen und berechtigten Angst der Eltern um das vermutete Schicksal ihrer Kinder, die sie vor der Roten Armee zu schützen versuchten, auf deren gesamthaftes früheres Einverständnis mit dem Hitlerkrieg geschlossen, als fürchteten alle nun die verdiente Rache für ihre angebliche mehrheitliche Kriegsbegeisterung. Wie begeistert mögen die Mütter gewesen sein, wenn ihre Söhne noch von der Schulbank weg in den Krieg geschickt wurden? Waren die allesamt kriegsberauscht?

Die Mehrheit der Bevölkerung hatte den Gröfaz nicht mal gewählt, von den Frauen nur jede Hundertste, wie einmal in der kath. Zeitschrift «Frau und Mutter» zu lesen war. Hier wird nicht zwischen Kenntnis der Nazi-Untaten, worüber schon das Reden verboten war, und dem Einverständnis damit unterschieden. Kollektivschuld?

Wie viele der Deutschen, die bei Kriegsende Selbstmord begingen, waren eigentlich vom Krieg so «berauscht»? Der Herr verwechselt wohl was. So wie er die Motive für die Suizide der Nazitäter, die mit gutem Grund Vergeltung zu befürchten hatten, mit denen der deutschen Bevölkerung insgesamt in einen Topf wirft, der er pauschal Kriegs- und Siegbegeisterung unterstellt. Waren das lauter Nazis?!

Die Kriegsgreueln der russischen Soldateska kommen in dem Interview erst gar nicht vor, werden wie die Fantasien von geistig Gestörten behandelt. Das Ergebnis der Untersuchung soll, wie der Autor behauptet, „»ein Querschnitt der kleinstädtischen deutschen Bevölkerung“ sein, wobei ausgerechnet der Ort Demmin bei Berlin als Beispiel dienen soll. Der wurde, was hier ebenfalls von Huber mit keinem leisen Wort erwähnt wird und wovon auch der DLF nichts weiter wissen will, von der Roten Armee in Brand gesteckt, die Bevölkerung wurde daran gehindert, das Feuer zu löschen. Grund zur «Verwirrung».  Eltern, die ihre Kinder vor den in Aussicht stehenden Brutalitäten bewahren wollten, werden wie Menschen, die unter Wahnvorstellungen leiden, hingestellt. Was sollten sie denn nur tun? Abwarten und zusehen, wie ihre Kinder hordenvergewaltigt würden?

Wer den Tod den Gewalttaten einer entfesselten Männerhorde vorzieht, ist also kopflos. Was hat der Mann im Kopf!  Das Ausmass der Angst, die eine anrückende Armee auslöste, deren Mordtaten an den Polen der deutschen Bevölkerung dann wohl ebenso bekannt gewesen sein müssten wie die der der Nazis dort, folgt man der Huberlogik, wäre nur zu begründet. Aber die Verbrechen der Roten Armee werden ausgeblendet, man muss sich alle möglichen anderen Motive ausdenken für die Selbstmordwelle, wie  z.B. „Selbsthass“.  An dem die Nazis nun nicht gerade litten. 

Da die Verbrechen der «Befreier» in dem Interview mit keinem leisen Wort vorkommen, müssen sie unwissenden Hörern als eine Art von Wahnideen einer verwirrten Bevölkerung erscheinen, die es nicht zu schätzen wusste, wie human die Sieger mit ihnen und ihren Kindern umgehen würden. Dass es sich um Kriegsverbrechen handelte, die auch nicht mit den Verbrechen der Nazis zu rechtfertigen sind, davon ist in diesem Interview wohlweislich keine Rede.

Sowjetische_Kriegsverbrechen_im_Zweiten_Weltkrieg

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Verbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg

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Greuel der Rotzern Armee in demmin

Das Mützchen 

Diese Bilder sind nicht erfunden und keine Ausgeburt einer «verwirrten» Fantasie. Die nicht endenden Massenmorde der Männerhorden im Roh-zustand – ein Zustand, von der die linken Gutmenschen nichts wissen wollen, die die Erinnerungen der Kriegskinder ausradieren und die Furcht vor der nächsten Barbarei als «rassistisch» verteufeln – , werden vom dünnen Lack der Zivilisation nur notdürftig überdeckt. Da gedenken wir   des Kriegsendes und der Massen-Schlächtereien des letzten Jahrhunderts, während in diesem neuen Jahrtausend schon wieder massenhaft die Bilder neuen Grauens auf den Bildschirmen der Postmoderne erscheinen.

Die Greueltaten der bestialisch wütenden Männerhorden des IS u. dergl. Terrororganisationen sind so gesehen die Fortsetzung einer atavistischen Barbarei, die bis heute nicht zu zivilisieren ist.

Es gibt keine Kollektivschuld – und keine Kollektivunschuld. Dem linken Gleichheitswahn, der auf Klassen und Kollektive fixiert und an Individuen nicht interessiert ist, passt das nicht. Mütter und Kinder in den Männer-kriegen – kein Thema für die mütterfeindlichen Gender-Ideologinnen, die auch die Täterschaft der Massenmorde und Genozide auf dem Planeten der Killeraffen mit allerlei Einfällen zu den «ökonomischen» u.a. «Ursachen» der global virulenten massenmörderischen Männergewalt zu verschleiern versuchen. Aber es schleckt keine Kuh weg, und kein Ochs, dass die Menschenschlächter und Kriegsverbrecher, die massenhaft – sei es mit kalter Kalkulation, sei es im Blutrausch – killen und in Horden Frauen und Kinder überfallen und sich an der Angst der Vergewaltigungsopfer begeilen, die die Säuglinge ihren Müttern entreissen und aufspiessen und die Knaben mit Gewalt als Kindersoldaten abrichten, in allen ihren Kriegen, Massen-morden und Genoziden ein Potential an maskuliner Gewaltlust offenbaren, das sich unter wechselnden «Systemen» und «Verhältnissen» und «Kulturen» bis heute als zivilisationsresistent erweist. Der nächste Völkermord und der nächste Weltkrieg kommt bestimmt, mit dem weltweiten islamistischen Terror und seinen Nestern im islamisierten Westen hat er schon begonnen. Täter, Mittäter und Sympathisanten des heute tobenden Männergewaltrechts sind ähnlich zahlreich wie zur Zeit der stalinistischen Verbrechen und der Nazi-Massenmorde in den «Bloodlands». Heute liegen die Bloodlands in den Moslemländern, wo Mörder massenhaft organisiert am Werk sind wie im ISlamischen Staat, der den arabischen Sexualsklavenmarkt bedient. Wie zur Zeit des Muftis von Jerusalem geben auch wieder Juden das Feindbild ab, diesmal kollaborieren deutsche antiisraelische Linksfaschisten* mit den Judenfeinden des Islam.

Regine van Cleev

 

  • *Anmerkung: Im Jahr 1987 traf ich an der Bar des Casinos von Basel (wo auch der erste Zionistenkongress stattgefunden hat) einen 68er-Politiker der ehemaligen POCH, Dritte INTERNATIONALE, sog. Progressive Organisationen Schweiz, sodann zum Teil in den Sozis und den Grünen aufgegangen (wie auch der antiisraelische Anwalt,  der die Geschlechtsapartheid für Mädchen aus Moslemfamilien an Schweizer Schulen immer wieder durchzuboxen versucht). Als ich den Zionisten-Kongress erwähnte, meinte der Progressive (später SP,   damals Grossrat) wörtlich: «Golda Meir ist eine Massenmörderin». So die Quintessenz des  internationalen Antisemitismus, der sich Antizionismus nennt  und gegen die Hamas-Agenda noch nie etwas einzuwenden hatte. Die Terrortäter sind die Opfer, Terrorvater Arafat war ein links gefeierter Freiheitsheld, Islam ist Frieden und links ist Fortschritt (auf die nächste Stufe der Barbarei).

 

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