Die Realsatire in Zeiten des real existierenden Religionsterrors

Posted on Januar 20, 2015

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Respekt vor der Religion um den Preis der Meinungsfreiheit?

Der Kampf der Kulturen – was tun? Titelt die Basler Zeitung zum Artikel von Christine Richard. Tja, die Zeiten sind nun um, wo jede Sendung in den deutschsprachigen Medien nach 9/11 mit der Abwehrzauberformel «Nicht wie Huntington sagt» begann. Und die linken Islamophilen versicherten um die Wette, wie tolerant und friedlich der Islam doch sei. Keine Rede von seinen blutigen Grenzen. Gab es da Gegenstimmen? Nicht in den Medien der Islamlobby, zu denen die Basler Zeitung damals noch gehörte, die unter linkem Meinungsmonopol über Jahre im Feuilleton die einzig richtige Version des richtigen Bewusstseins vorführte. Richard, die von der linken in die liberale Ära der Redaktion elegant hinüberschwamm, hat das schnell begriffen, so geht es nicht mehr. Ja was nun? Huntington soll’s richten?

Vorbei die Zeiten, wo sie sich in der BaZ eine ganze Seite lang lustig machte über die tumben Einheimischen, die nicht so wollten wie die Linke will und sich weniger begeistert von der unlimitierten Zuwanderung aus fremden Kulturen zeigten; das war Fremdenangst, pfui. Linke Bessermenschen sassen auf dem hohen Ross und blickten mitleidig auf das vermeintlich dumme Volk herunter, das es wagte, nicht nur links diktierte Ansichten zur unbegrenzten kulturellen Bereicherung zu haben. Der Fremde, den die Eingeborenen angeblich nicht so mögen, hatte es ihr angetan, der Fremde an sich (der hostes, wie Adolf Muschg ihn feierte. – Die als Hostessen eingeschleppten Frauen waren da nicht gemeint.) Adolf Muschg lässt den hostes herzlich grüssen (wieviele Knastentlassene aus Tunesien wohnen bei ihm daheim?).

Ich weiss auch nicht, wieviele junge Männer z.B. aus dem Maghreb des youth bulge aus den moslemischen Machokulturen Christine Richard bei sich beherbergt, oder wieviel fasst das linke Herz? Und nun Huntington reloaded. Nicht etwa der Satz von den blutigen Grenzen, die inzwischen blutig nach Europa verschoben sind, das doch nicht, das ist für sie vielleicht doch zuviel des Realismus?

Aber sie erkennt an, dass Huntington so einiges vorhergesehen hat, was man heute nicht mehr so leicht rundweg abstreiten kann, dazu ist der clash of cultures nun zu weit fortgeschritten. Zu blutig anzusehen.

Christine Richard referiert die berühmte Analyse von Huntington mit anfänglicher Betonung der Interessen des Westens (in guter linker Tradition), der die Menschenrechte als andere Form des Imperialismus verkaufe, was Huntington nicht leugne. Das müsse man «wertneutral zur Kenntnis nehmen». Wie war noch mal die linke Position der Verteidigung der universalen Menschenrechte für alle Fellachen und jeden Schwarzen von US bis Südafrika? War das nicht «Menschenrechtsimperialismus», den Linke dann unisono den Kritikern der imperialistischen Religion vorwarfen, die alle Menschenrechte mit Füssen tritt? Ach ja, mit der zunehmenden Zuwanderung der fremden und demokratiefremden Kulturen nach Europa wurden aus den vermeintlichen Verteidigern der Menschenrechte die Verfechter von Multikulti, unter strikter Favorisierung einer totalitären Monokultur, die so imperialistisch wie menschenrechtswidrig ist und in Europa verfassungswidrig wäre, würde man sie nicht als «Religionsfreiheit» unter Naturschutz stellen. Sie zu kritisieren ist im linken Jargon «Menschenrechtsimperialismus».

Der Vater dieser linken Lehre von der Unantastbarkeit des angeblich vom Westen global unterdrückten Fremden, der als Moslem unauslöschlichen Opferstatus beansprucht (vgl. Mordechai Lewy  :«Nimm meine Schuld auf dich», über die christliche Islamnterwürfigkeit, und Nicola Sennels über kriminelle Moslems   und ihre verantwortungslose Opfermentalität), aufgrund dessen die «guilt society» von der «blame Society», wie Lewy sagt,  dauernd attackiert wurde, war Edward Said, der ganze Schulen linker Verächter des «imperialistischen Westens» mit schier unerschöpflicher Munition belieferte, mit der die islamophile Linke den Moslems ihren vermeintlichen Opferstatus vorbuchstabierten. Joshua Muravchik hat die Karriere und Lehre des Scharlatans auseinandergenommen. Enough Said: The False Scholarship of Edward Said. Eine Entlarvung von Edward Said

Ich glaube kaum, dass Huntington sich für diese Art von linken Denkverboten eignet, auch wenn er die kulturelle Dominanz des Westens nicht bestreitet. Es ist Tatsache, dass die Idee der Menschenrechte im Westen geboren wurde, der Universalitätsanspruch war zunächst kein imperialistischer Akt, auch nicht die Universal Declaration of Human Rights von 1948. Das war eine Reaktion auf die Schrecken und Greuel des Weltkriegs. Inzwischen haben ganz andere Mächte als die westlichen auch verlogenen Verkünder der Menschenrechte ihre Ansprüche auf Weltgeltung angemeldet und ganz andere Rechtsnormen als Menschenrechte haben unseren Kontinent erreicht und fordern Anerkennung, mit Terror und Schrecken, der die Greuel des letzten grossen Kriegs und der Menschen-verfolgungen konkurrenziert. Wer gegen diese Greuel protestiert und ihre Religionslegitimation kritisiert, ist inzwischen ein «Menschenrechtsimperialist».

Richard will keinen Verdacht aufkommen lassen, einer Bevorzugung des Westens vor der bunten Vielfalt der arabischen Länder mit ihren bunten Köpfungen und Verstümmelungen das Wort zu reden. Huntingtons blutige Grenzen des Islam bleiben da diskret unerwähnt. Denn die Buntheit der blutigen Grenzen hat etwas Berauschendes für linke Antiimperialisten, die immer schon wussten, mit dem richtigen linken Bewusstsein, dass der Westen das Übel ist und jeder Protest gegen islamische Babarei im Namen von Menschenrechten – wie er zur Zeit etwa in Österreich stattfindet gegen arabische Islamimplantate, die die Auspeitschung von Raif Badawi billigen – westliche Arroganz ist. Ob die Proteste in Österreich gegen das dubiose arabischen «Dialogzentrum» für Richard «Eurozentrismus» ist? Sie bestreitet zwar nicht direkt den Universalismus der Menschenrechte, flirtet aber mit der Buntheit, wenn sie die Sichtweise der bunten Kulturen auf den westlichen «Imperialismus» «wertneutral zur Kenntnis» nimmt. Wie ist das zu verstehen? Rechtsfolklore in Europa unter dem Diktat der islamischen Monokultur vielleicht «wertneutral zur Kenntnis nehmen» oder wie?

Richard hat da keine Berührungsscheu. Gleich zu Anfang des Artikels wird der Attentäter Amedy Coulibaly vorgestellt, aber nicht so, wie man die ach so fremdenfeindlichen Bürger  (was besonders in bezug auf die Schweiz absurd ist)  als pfui vorstellt, sondern als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Wenigtens erspart die BaZ den Lesern die Visage des bluttriefenden Judenkillers. Doch Richard will dem Massenmörder wenigstens in ein fiktives Gespräch postum mit Huntington verwickeln. Eine Vorstellung, die Übelkeit verursachen kann auf Seiten der Überlebenden. Der Killer hat etwas gesagt, was Huntington in ihrer Fantasie zu beantworten hätte. Die «Frage“, die der Killer abgekupfert hat von den vielen islamophilen «antiimperialistischen» Parolen, die in der links-islamofaschistischen Szene kursieren, ist: «Seid ihr diejenigen, die entscheiden, was auf der Erde geschieht.» Das hört sich gut an aus dem Killerkopf, der entscheidet, wer leben darf und wer ermordet wird. Nämlich Juden. Dazu fällt Richard aber hier zufällig nichts ein. Nein, sie muss ausgerechnet Huntington bemühen, der dummerweise nicht mehr gefragt werden kann, und dem sie frischfroh unterstellt, dass der «bei dieser Frage zumindest gezögert hätte». Woher will sie das bloss wissen?! Was gibt’s da zu zögern? Huntington war ja kaum so blöd, nicht unverzüglich zu wissen, was Richard nicht wissen will: Dass der Killer mit dieser Phrase die Platte aller links gefütterten Killer-Horden auflegt, die den Weltherrschaftsanspruch einer Eroberungsreligion behaupten, welche überall, wo sie dominiert, blutige Ränder hinterlässt. Aber soviel Huntington will Richard dann doch nicht zitieren, diese blutroten Ränder des Islam sind ihr vielleicht doch zu bunt?

Safer print?

Wie Richard den Huntington referiert mit Schwerpunkt auf der Kritik des Westens, hört sich an, als läse man eine Rezension von Said. Aber Huntington, dem die Bedrohung des Westens sehr wohl bewusst war, wem wenn nicht ihm, kannte die Ränder des islamischen Kulturkreises und ihre Tendenz zur Erweiterung und stellte die Verteidigung des Westens nicht in Frage. Wenn Richard hier fragt im Zusammenhang mit Huntingtons politischer Zurückhaltung : „Satire um jeden Preis?“ * insinuiert sie, Huntington hätte zur Zurückhaltung bei der Satire und zur Einschränkung der Meinungsfreiheit Gründe geliefert. Huntington ist ja gerade durch den Ausbruch der Gewaltorgien nach den dänischen Karikaturen und geschweige durch die blutigen Anschläge auf das Satirenmagazin in Frankreich voll bestätigt worden und hat m.W. nirgends die Freiheit von Karikaturisten und Satiriker in Frage gestellt. Satiren um jeden Preis? ist eine Frage aus dem Geist des Appeasements, womit man sich im Kampf der Kulturen schon vorauseilend auf die Seite der mutmasslichen Sieger stellt, denn Terror siegt und lohnt sich für die Eroberer Europas.

In den USA, wo die Karikaturen von Charlie Hebdo nicht abgedruckt werden, nennt man den Verzicht auf die „Satiren um jeden Preis“ Safer Print –  die politisch korrekte Form der Presse-Unterwerfung unter den islamischen Terror.

Die Redaktion von Charlie Hebdo liess sich nicht einschüchtern und bezahlt dafür einen blutigen Preis. Heisst das, die Mutigen hätten besser geschwiegen? Sie waren die einzige Redaktion, die mit Jyllands Posten solidarisch war. (Ausnahme: die Welt damals mit dem Schweizer Chefredaktor Köppel.) Flemming Rose beklagte die mangelnde Solidarität mit JP:

Seit 2005 bedroht wegen Mohammed-Karikaturen

http://www.welt.de/politik/ausland/article136125982/Seit-2005-bedroht-wegen-Mohammed-Karikaturen.html

Nach Ausbruch der Gewaltorgien des Moslemmobs, der gegen die dänische Redaktion und gegen westliche Botschaften tobte, distanzierten sich auch die deutschen Medien von Jyllands Posten und mimten «Meinungsfreiheit», mit verlogener Rhetorik. Alle waren sie plötzlich «für die Pressefreiheit», aber «nicht so wie Jyllands Posten» (analog «nicht so wie Huntington sagt») – die liberale dänische Zeitung wurde von der linken Duckmäuserpresse sofort als „rechtspopulistisch» angegriffen und angegiftet. Der gesamte linke Medienmob machte mobil als Verstärkung des moslemischen Gewaltmobs, mit dem auch der linke Strassenmob sympathisiert, besonders was die antiisraelische sprich antijüdische Schlagrichtung angeht. In der damals noch von der Islamlobby dominierten «Basler Zeitung» schrieb ein Gamillscheg, der Boykott dänischer Waren stünde den Käufern ja frei. Gewiss. Kauft nicht bei Dänen. Freiheit um jeden Preis? Menschenrechte um jeden Preis? Existenz des Westens um jeden Preis? Die Antwort fällt den Linken, die auch das Existenzrecht Israels zur Disposition stellen, nicht schwer. Verteidigung nationaler Interessen und gar Identitäten ist verpönt, es gilt «internationale Solidarität» mit «Palästinenserstaat“, der die Existenz Israels bekämpft. Soviel zu den islamophilen linken Antisemiten, die auch in der Schweiz gegen Israel demonstrieren.

Es waren dieselben linkspopulistischen Kreise, die den Moslemmob gegen Dänemark wie auch den Mob gegen Juden befeuerten. In den Medien sucht man die antisemitischen Anschläge in Frankreich möglichst im «low-profile“-Modus zu halten. Sie werden kaum als solche erwähnt. Es ist nicht von einem jüdischen Geschäft die Rede, sondern nur von einem Koscher-Laden, womit die antisemitische Stossrichtung nicht sofort erkennbar ist für die flüchtigen Nachrichtenhörer. Der islamische Antijudaismus ist weiterhin kein Thema der Mainstreammedien (MSM), auch und besonders nicht im DLF, dem deutschen Dhimmilügenfunk mit seinen Islamdissidentendenunzianten mitten im Nest, der die Hörer über Jahre mit antiisraelischer und propalästinensischer Berichterstattung berieselte.

Auch den in Belgien geplanten und in letzter Minute vereitelten moslemischen Anschlag auf jüdische Schulen als einen weiteren Akt des in Europa wütenden islamischen Antijudaismus zu benennen, wird mit allen Mitteln vermieden von den links tickenden Medien wie DLF, der mit seiner notorisch antisraelischen/- anti-semitischen Schlagseite die deutsche «antizionistische“ Linke bedient. rvc

*Religionsterror um jeden Preis. So sieht man das auch in den von Saudi-Arabien bezahlten Organen der Islamisierung Europas. Dort wird die Duckmäuserfrage: Satire um jeden Preis? im Sinne von tausend Peitschenhieben gegen die universalen Menschenrechte beantwortet.

Es ist immer nur eine kleine Minderheit bereit, den Preis für die Meinungsfreiheit zu zahlen.

Ihnen gegenüber steht eine gewaltige Masse von Desinteressierten bis Gewaltsympathisanten.

Lob der Satire (2007): https://widerworte.wordpress.com/2010/07/07/lob-der-satire/

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Ein Kommentar von Eugen Sorg

Basler Zeitung  20. Jan 2015 (nicht online)

ANGST UND HEUCHELEI

  • (…) Längst hat das politische Krebsgeschwür eines extremistischen todessehnsüchtigen Islam aus seinen Brutstätten im nahen Osten metastasiert und sich auch in den Metropolen Europas eingenistet. Für unsere Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten wird die Arbeit in den nächsten Jahren zunehmen, und sie kann nur erfolgreich sein, wenn die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihr steht. Dabei spielen die Medien eine wichtige Rolle. Sie müssen aufklären, die Gefahren benennen und analysieren.
  • Eine Aufgabe, die jedoch von den europäischen Journalisten im Falle des Islamismus skandalöserweise nicht erfüllt worden sei, so die Diagnose des amerikanischen Essayisten Paul Bermann. (In: Die Flucht der Intellektuellen, 2010). Aus Angst, getötet zu werden, habe man die Problematik heruntergespielt und verharmlost. Wie als Schulbeispiel zu Bermans These präsentierte sich das Verhalten des Tages-Anzeigers beim jüngsten Anschlag. Man werde die Mohammed-Karikaturen aus Charlie Hebdo nicht zeigen, schrieb Chefredaktor Res Strehle. Dies «nicht aus Angst», betonte er, oder weil er sich an das «Bildnisverbot» dieser Religion» gebunden fühle, sondern aus «Rücksicht» auf «religionsspezifische Gebote» und auf eine „breit geteilte Empfindlichkeit».Das war schamlose Heuchelei. Als Res Strehle noch Chefredaktor des Magazins war, hatte er in einem Interview mit «Edito Klartext» die Publikation von Jesus-Karikaturen des Meisters der verletzenden Satire Manfred Deix gelobt. Jesus-Anhänger zu kränken ist eben ungefährlich. (…)

Ein wahres Wort. Strehle ist einer jener linken Moscheeschwärmer, den auch für breit geteilte Empfindlichkeit von Frauen, die sich vom Sexualfaschismus des Islam bedroht fühlen, absolut unempfindlich ist. Der Kommentar von Sorg zur Heuchelei der Journalisten stellt auch im Gegensatz zum Kommentar des Bistums-sprechers Gracia unter ähnlichem Titel («Die Heuchelei der Medien) klar, welche Problematik seit Jahren heruntergespielt wurde.

Gracia ist einer dieser Herunterspieler, der weit entfernt davon ist, den faulen Kirchendeal mit dem Islam zu kritisieren, der vom «Rat der Religionen» beschönigt wird. Und nun hängte er sich auch noch als Trittbrettfahrer an die Islamdebatte, die von seinesgleichen nie kritisch geführt wurde, um ausgerechnet den islamverharmlosenden linken Medien mangelnde Foren für die katholische und moslemische Männermoral sprich Frauenverteuflung vorzuwerfen.

Nach Ansicht des famosen Bistumssprechers sollen wohl die weiblichen Stimmberechtigten, die mit grosser Mehrheit sowohl die Kirchenmännermoraldirektiven wie auch die islamischen Anmassungen der Frauenbevormundung eindeutig ablehnten (letzteres mit dem klaren Votum gegen Minarett und Burka als Symptome der fortschreitenden Islamisierung), wieder als Mörderinnen verteufelt werden. Nach 30 Jahren Kampf um das Frauenrecht der Fristenlösung will mann es mithilfe des frauenentrechtenden Islam und seiner katholischen Komplizen rückgängig machen. Dass das Volk darüber längst abgestimmt hat, und zwar haushoch nicht ihm Sinne frauen-feindlicher Kleriker und Mullahs, passt den Zwangsherren nicht, die Morgenluft wittern, dass der Islam „Gott zurück nach Europa“ bringt , oder  – die Hoffnung der Linken – das Verelendungspotential mitsamt dem Bereicherungspotential für die Asylindustrie vergrössert.   .

1982 schrieb ich an den Kirchenkritiker Horst Herrmann: Wir bekommen eine Allianz aus Kirche, Islam und Linken. An der Bevölkerungskonferenz von Kairo 1994 trat sie offen auf.

Heute macht sie gemeinsam mobil gegen konsequente und fundierte Islamkritik. In dieser Strömung gegen die Aufklärung schaltet sich der Bistumssprecher gegen Frauenrechte ein.

Das ist ungefähr so absurd wie der Artikel von einem Ulrich Schmid in der NZZ v. 17.1.15: «Biedermeierseele und Aufklärungspatriotismus», in dem Herr Schmid zum Schluss kommt, dass Deutschland eine Führungsrolle in Europa pro «Aufklärung» und gegen den in Europa aufkommenden «garstigen ressentimentgeladenen Rechtspopulismus» einnehmen solle. Der gegen die Islam- und EU-kritischen Bewegungen und Parteien ressentimentgeladene Ulrich Schmid (Berlin) möchte vielleicht auch, dass Deutschland die Führung der Schweiz gleich mitübernimmt? Sein Aufklärungsbegriff ist bemerkenswert islamignorant. Das Wort Islam gar Islamisierung kommt gar nicht vor, dafür ist von «Religionstoleranz» die Rede. Ob der Herr den toleranten Islam meint oder die totale Toleranz gegenüber der Religion der Intoleranz, ist mir nicht klar. Merkels Diktum «Der Islam gehört zu Deutschland» scheint für diesen Schmid das neue Aufklärungsprojekt zu sein, in perverser Verkehrung dessen, was Hirsi Ali vertritt gegen den menschenrechts-widrigen Islam und worauf sich, in Verteidigung dieser Menschenrechtlerin, Pascal Bruckner beruft in seinem klassischen Plädoyer für die Aufklärung, wider den vulgärlinken Buruma und seine Primitiv-Attacken gegen eine Aufklärerin über den Islam und seinen präzivilisatorischen und aufklärungsresistenten Religionsterror.

http://www.perlentaucher.de/essay/fundamentalismus-der-aufklaerung-oder-rassismus-der-antirassisten.html

Dass es den Islam nicht gibt, das hatten wir schon; dass er von seinen Anhängern immer «missbraucht» wird, auch schon; dass Islamkritiker sich nicht auf die Aufklärung berufen dürfen, ebenfalls (Buruma&Konsorten), aber dass er nun zu Deutschland gehört unter dem Namen «Aufklärung» und unter deutscher Führung die Welt an ihm genesen soll, das hatten wir noch nicht, das blieb einem Manne namens Schmid vorbehalten. Warum müssen diese Leute immer Schmid heissen oder Schmidt. Wie der Islamkonversionkandidat und Altkanzler.

  • Papst: «Gute Katholiken müssen sich nicht wie Kaninchen vermehren»
  • Papst Franziskus hat sich in ungewohnt klaren Worten zum Thema Familienplanung geäussert. Katholisch zu sein bedeutet seiner Meinung nach nicht, sich unkontrolliert fortzupflanzen: «Gute Katholiken müssen sich nicht wie die Kaninchen vermehren!» Und: Drei Kinder seien ideal.

Na, da sind wir aber froh, dass wir jetzt auch von Karnickelvermehrung reden dürfen, aber wie meint der Oberhirte? Drei Kinder pro Frau? Das meint auch Erdogan. Haben die Herren sonst noch Wünsche an die Frauen?  rvc

Und hier ein guter BaZ-Kommentar, der die Preisfrage nach der Satire auf die Füsse stellt. Denn ausgerechnet jene Medien, die sich nie mit Jyllands Posten solidarisierten, berufen sich heute zur Begründung ihrer „Zurückhaltung“ auf die  Reaktion dieser Zeitung, die seinerzeit von ihnen im Stich gelassen wurde,  d.h. die Resignation einer Redaktion, von der man sich allseits distanzierte, dient nun zur Begründung  der weiteren Nichtsolidarisierung.   

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Die Frage müsste nämlich nicht heissen: „Satire um jeden Preis?“,  sondern:

„Respekt vor jeder Religion um den Preis der Menschenrechte?“