Ein Neuer Bund?

Posted on März 19, 2014

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Vatikan, Anglikanische Kirche und al Azhar gegen Menschenhandel

Rom, 18. März 2014 (ZENIT.org)

Wie Radio Vatikan berichtet, hat gestern im Vatikan eine religionsübergreifende Initiative gegen Menschenhandel  begonnen. Der Heilige Stuhl, die islamische Al-Azhar-Universität Kairo und die Anglikanische Kirche  gründeten gemeinsam mit einer einschlägigen  australischen Stiftung, der „Walk Free Foundation“, ein Aktions-Netzwerk mit dem Namen „Global Freedom Network“, um so gemeinsam gegen moderne Sklaverei in an allen Formen vorzugehen. In der gemeinsamen   Erklärung heißt es: „Die körperliche, wirtschaftliche  und  sexuelle  Ausbeutung von Männern, Frauen und Kindern verurteilt 30 Millionen Menschen  zur  Entmenschlichung und Verwahrlosung. Jeder Tag, an dem wir diese Situation länger hinnehmen, tun wir unserer gemeinsamen Menschlichkeit Gewalt an und beleidigen das Gewissen aller Völker“.

Die Unterzeichner setzen sich dafür ein, dass alle  Gläubigen  und ihre Religionsführer, sowie alle  Regierungen und „Menschen guten Willens“, dem Netzwerk beitreten  und gemeinsam  gegen  Menschenhandel arbeiten.

Unter Menschenhandel werden auch Unterformen wie Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Leibeigenschaft, Missbrauch von Kindern zur  Arbeit, als Soldaten und in der Pornoindustrie, sowie „jede andere Form moderner  Sklaverei und Menschenhandels“ verstanden.

Wie die Unterzeichner in der Erklärung mitteilten, werden für die Umsetzung der Ziele „Instrumente des Glaubens“ benutzt werden, wie Gebet, Fasten und  Nächstenliebe. So werde ein gemeinsamer  Gebetstag  bestimmt werden, an dem Katholiken, Muslime, Anglikaner und alle anderen „Menschen guten Willens“ weltweit für die Opfer des Menschenhandels und  ihre Freiheit beten werden.

Die Strukturierung der Arbeit der religionsübergreifenden  Initiative basiert auf sieben Handlungsfeldern. So wolle  man Glaubens-gemeinschaften und politisch  Verantwortliche dazu einladen, ihre Versorgungsketten  und Investitionen zu überprüfen, um so Formen der modernen Sklaverei ausschließen zu können. Auch sollen 50 Großkonzerne zu  demselben Vorgehen  aufgefordert werden. Die Initiative appelliert an die Religionsgemeinschaften, ihre Jugendabteilungen zu mobilisieren und mit entsprechenden  Projekten zu beauftragen. Überdies solle in Familien, Schulen, Universitäten und Orden das Sprechen über Menschenhandel  gefördert werden und  Methoden  erläutert werden, wie man Menschenhandel erkenne  und anzeige. Überdies lädt die religionsübergreifende  Initiative 162 Regierungen weltweit  dazu ein, den Menschenhandel öffentlich abzulehnen  und einen  globalen Fond zur Abschaffung der Sklaverei zu gründen. Ziel ist es, 30 Unterschriften von Regierungschefs bis Ende 2014 zu erhalten. Das letzte Handlungsfeld beinhaltet, die G20 Staaten dazu  einzuladen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu verurteilen und dem Globalen Fonds öffentlich  Unterstützung  zuzusichern.

In der gemeinsamen Erklärung heißt es abschließend: „Unsere Welt muss von diesem schrecklichen Übel  und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befreit  werden.  Dies ist zugleich ein Anfang und ein  Versprechen: Die Opfer der modernen Sklaverei und des Menschenhandels werden nicht vergessen und ignoriert  sein:  alle werden ihre Geschichte erfahren“. 

Massnahmen gegen Menschenhandel? Gegen Frauenhandel? Gegen die sexuelle Sklaverei?  (Zwangs)Prostitution? Da schweigt PI. Die Pirinccer, Puffbrüder und Prostitutionsbefürworter und der antifeministische Katholenfundi-Ku-Klux-Klan der Kewilfans müssen sich wohl erst mal erholen, bis sie es fassen können.  Der Kampf gegen den Menschenhandel sofern Frauenhandel, über den schon Stephen Barley als den „Weissen Sklavenhandel“  aufklärte,   interessiert die patriarchalen Stumpfschädel nicht, die bei PI die Puffgänger im Verein mit Puffbesitzern bewundern, die sich im Gewaltsumpf der (Zwangs)Prostitution suhlen und wie wildgewordene Kampfhunde gegen Frauen anschnauben, die gegen die linkslegalisierte eskalierende Prostitution protestieren, die auch von nicht linken Feministinnen bekämpft wird.

Das gemeinsame Vorhaben gegen Menschenhandel wäre wirklich löblich, sogar revolutionär, wenn es, wie es hier heisst, auch die islamlegale  Menschenschinderei, die vom Schariarecht ausdrücklich legitimiert wird, einschliesst, also die  islamlegale Zwangs- und Kinderehe, wie der Anglikanische Geistliche Mark Durie sie als Menschenhandel anprangert. http://www.meforum.org/3780/sex-traffic-forced-islamic-marriage

Es wäre nur zu wünschen, dass die Vorschläge von Durie zur konsequenten Bekämpfung islamischer Zwangehen politisch Gehör finden, davon war bei den christlichen Amtskirchen bisher kaum die Rede. Das ginge ja ans Eingemachte des islamischen Religionsrechts!  Warten wir´s ab, was die Jesuiten noch alles im Programm haben.

Ob die Aktion der Al Azhar mit Anglikanern und Vatikan gegen den welt-weiten Menschenhandel, wogegen auch Feministinnen ankämpfen,  nur das PR-Vorspiel zu einem Bündnis gegen die legalisierte Abtreibung ist? Zuzutrauen wäre es den Jesuiten, die als Spezialisten für Publik Relations (>siehe Papst in Lampedusa) im Islam einen Verbündeten gegen die Gottlosigkeit erblicken können. Das hiesse dann: Menschenrechte – hier im längst überfälligen gerechtfertigten Kampf gegen Menschenhandel – als Vorspann zu einem weltumspannenden Bündnis der Monoreligionen gegen … ja gegen was wohl! Allerdings dürften die Anglikaner mit den weiblichen Priestern der catholica noch einige Probleme machen,

Im „Rat der Religionen“ in Bern, der schon lange am Islamdeal der Kirchen mitwirkt, kündigte der Bundesgenosse der Landeskirchen, Maizar von FIDS, der Föderation islamischer Dachverbände der Schweiz, schon an, man werde sich künftig  vermehrt in Gesellschaftsbelange einmischen. (Eine kleine Kostprobe aus der Schweiz für die Dinge, die da von Rom in Form von „Dialog“ auf die Demokratie zukommen, die man im Vatikan schon immer als ein Ärgernis empfand.)

Der Neue Bund mit dem Islam klingt wie die Quadratur des Kreises. Ein  Bündnis gegen Menschenhandel wäre etwas etwas wirklich Gutes. wäre sensatuionell.  Aber nicht zu früh freuen, denn was heisst die vereinte Religionsmacht dann in ihren Konsequenzen, wenn´s um Frauenrecht geht, das der Vatikan noch nie anerkannt hat und das  in den katholischen Hochburgen weiterhin kriminalisiert wird?  Brauchen Kirche und Islam vielleicht wieder ein Menschenrechtsmäntelchen, während die Praxis der Frauenentrechtung  in arabischen Ländern wie in den lateinischen unverändert weitergeht?  

Gibt es auch ein Bündnis des Vatikan mit dem Islam zur Bekämpfung des Antisemitismus?

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