Abtreibungsinitiative der SVP ging bachab

Posted on Februar 15, 2014

0


Angenommen nur in Appenzell Innerrhoden

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Deutliche-Abfuhr-fuer-Abtreibungsinitiative/story/28056071

Die Schweizer Volksabstimmung über die Initiative gegen die Masseneinwanderung wurde von den deutschen Medien mit Wut-Reaktionen beantwortet, wie schon die Minarett-Abstimmung die dt. Islamlobby in Panik versetzte, während die EU-Gegner das Ergebnis   mit Recht begrüssten  als Musterbeispiel einer gut funktionierenden   echten Demokratie, in der der Souverän dem Moloch EU die Stirn bot.

Derweil wurde ein weiteres  Ergebnis der Volksbefragung von diesem  Abstimmungs-Wochenende ganz diskret beschwiegen bei den neuen konservativen deutschen  Schweiz-Fans, die schon mit Schweizer Kreuz am Auto herumfahren wollen: der Entscheid über die SVP-Initiative gegen die Übernahme der Abtreibungskosten  durch die Krankenkassen, die vom Volk, zu dem nun auch das weibliche gehört, mit fast 70% (genau 69.8%)  verworfen wurde.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Deutliche-Abfuhr-fuer-Abtreibungsinitiative/story/28056071

Deutliche Abfuhr für Abtreibungsinitiative der SVP

09.02.2014

Krankenkassen bezahlen Schwangerschaftsabbrüche weiterhin: Das Volk hat die Abtreibungsinitiative mit 69,8 Prozent klar   abgelehnt. Nur der Kanton Appenzell Innerrhoden war anderer Meinung.

Die Initiative ist «gefährlich und täuschend»

In der Schweiz bezahlen die Krankenkassen   Schwangerschafts-abbrüche weiterhin. Volk und Stände  haben eine von christlichen und konservativen  Kreisen lancierte  Volksinitiative klar verworfen, die Abtreibungen aus dem Leistungskatalog der Grundversicherung streichen wollte.

69,8 Prozent der Stimmenden oder rund 2’019’000  Personen  lehnten die Vorlage ab, 30,2 Prozent oder rund 873’600  Personen nahmen sie an. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 56 Prozent.

Einzig die Stimmenden im Kanton Appenzell Innerrhoden   unterstützten die Initiative, und das mit einem Ja-Anteil von 50,9 Prozent. Damit bleibt es bei der seit 1. Oktober 2002 geltenden  Fristenregelung: Schwangerschaftsabbrüche in den ersten zwölf  Wochen sind nicht strafbar und werden von den Kassen bezahlt.

Die Ablehnung der SVP-Initiative war fast so hoch wie die Annahme der Fristenlösung 2002 mit über 72% der Stimmen.

Der Abstimmungskampf war sehr viel demokratischer als die entsprechenden Kämpfe um die Fristenlösung in Deutschland, bei denen die katholische Kirche voll aufdrehte mit ihren bekannten    mittelalterlichen Verteufelungsparolen gegen Frauen, die in allen Demokratien legal abtreiben können, als „Mörderinnen“.

In der Schweiz zieht die klerikale Bevormundung nicht so wie in Deutschland, wo die katholischen Fundis in den konservativen blogs noch heute    Kopf stehen und Frauen des Massenmords  bezichtigen  und die Abtreibung mit Holocaust gleichsetzen.

Das geht in der demokratischen Schweiz nicht so gut, wer diese  Hexenhammertöne anschlüge, erreichte eher das Gegenteil. Es gibt hier  nicht die Politikerinnen, die vor den Bischöfen zu Kreuze kriechen wie Rita Süssmuth ihrerzeit vor Dyba in Fulda, oder gar Bundesrichter wie der deutsche Böckenförde, Liminski & Co, die gerne wieder Kirchenrecht an Frauen vollstrecken möchte.

Die Schweizer Bischöfe waren auch keine gefragten Autoritäten in der Arena vor der Abstimmung, nur der Abgesandte von Huonder in Chur sagte sein Kirchenmännerrechtsprüchlein auf, das den Embryo zur  Rechtsperson erklärt, aber die Teilnehmer liessen sich das Kirchenrecht  nicht als staatliches Recht unterjubeln.

Selbstverständlich wird die Kirche nicht ruhen und rasten, bis die Schweiz kippt – auf die Seite des Gottesrechts. Nicht nur die EU möchte der direkten Demokratie ein Ende bereiten, auch der Vatikan wartet auf die Stunde, wo die „Babylonische Gefangenschaft     der Kirche“ in der Schweizer Demokratie, die ein deutscher  Bischof als die „Pest Europas“   bezeichnete  (laut  Huonders  Kirchenrechts-Gewährsmann und  rechter  Hand, Grichting), zu Ende geht. Nämlich dank dem Islam, dem wichtigsten  Verbündeten der Catholica in Sachen  Religionsrestauration  und   Wiedererrichtung des patriarchalen  Gottesstaats.

Der Berner „Rat der Religionen“ arbeitet daran (wir berichteten mehrfach), und zwar   weitgehend  unbemerkt  von den deutschen konservativen  Islamkritikern, die sich auf das  klägliche Schauspiel der Islam-Umarmung der EKD konzentrieren und dabei den weitaus professionelleren aber verborgeneren Islamdeal der Catholica aus dem Blick verlieren,  die von Islamvertretern auch für den Konsens in Sachen Frauenentrechtung (Gebärzwangsgesetz) ausdrücklich gelobt wurde…

Der frühere Vorsitzende des Rats der Religionen, der damalige Basler Bischof Koch, von Ratzinger dann als Kardinal nach Rom berufen,  bezeichnete seinerzeit in Basel die Skepsis seiner Schafe gegenüber dem Islam als eine Art „Grippe“ – also eine zu heilende Krankheit. Auch  genannt „Islamophobie“.

Heutiger Präsident des Rats der Religionen ist Hisham Maizar  vom der  FIDS (Föderatin der islamischen Dachverbände der Schweiz), der seinerseits auf die Einführung der Scharia in der Schweiz hinarbeitet, für die die Zeit  noch nicht reif sei; aber die Zeit  arbeitet bekanntlich  für den Islam dank der islamischen  „gesunden Vermehrung“.  Die ist wiederum mit der katholischen    Zwangs-Gebärdoktrin   durchaus  kompatibel und lässt sich durch  einheimische   Abtreibungsverbote  keineswegs  einschränken, im Gegenteil.

Das kommt auf den „Kampf der Wiegen“ hinaus, wie ihn die  Frauen-Bevormunder aller Länder und aller  Religionslager im Kopf haben an Stelle einer frauenfreundlichen Politik  der menschenrechtlich   gebotenen  legitimen Eindämmung der Eindämmung der unlimitierten  Vermehrungspraxis, die nur dank der moslemischen  Frauenversklavung   u.ä. funktioniert.  Auch dem hat die Ablehnung der Abtreibungsinititive  einen Riegel geschoben.

Gegen die Gewaltvermehrungsdoktrin des Islam hat man noch keinen   Kirchenprotest vernommen wie das Geschrei gegen die Liberalisierung   der kirchenkonformen Abtreibungsgesetze, die in kath. europäischen   Ländern wie Irland, Polen und Spanien   demokratisch   umstritten sind.

Frauen sollen nach Vorstellung dieser Mullahs und Kirchenmänner   und ihres Anhangs gegen die islamische „Demografie“ angebären, in Konkurrenz mit den inhumanen Gewaltvermehrungsmethoden der moslemischen Zwangsehen, denn ihre Befürworter denken nicht nur an Förderung von Familien, was ja sinnvoll ist, sondern durchaus an Gebärzwangsmassnahmen in Form der altpatriarchalen   Abtreibungs-verbote aus der Zeit vor dem Frauenstimmrecht,  die so viele Frauen Leben und Gesundheit kosteten, wie in den katholischen  Ländern  Lateinamerikas noch heute.

Wenn der gütige Franziskus von Barmherzigkeit spricht, ist damit nicht die Aufhebung der frauenmörderischen Abtreibungsgesetze in Nicaragua gemeint, die unter dem massivem Druck  der Kirchenmacht in den lateinischen Diktaturen und nachfolgstaaten als totales Verbot  zustandekamen.

Gemeint ist nur, man solle die bisherige Angst-und  Mordpropaganda  drosseln, weil sie kontraproduktiv wirkt in heutigen Demokratien. Denn dort können auch die Frauen mitreden, wenn es um diese für ihr   Leben  fundamentalen Rechte geht. Es schleckt keine Kuh weg in einem   konservativen blog, dass die vielgelobte Schweizer  Demokratie  sich auch auf Frauen bezieht. Und die haben in einer Frage  mitgestimmt,  die den Herrenrechtlern ein  zentrales Anliegen ist, eines, dass sie in den Demokratien nicht mehr wie früher durchsetzen können.

Der neuerliche Versuch der Frauenbevormunder, die Fristenlösung  aufzulösen, ist vorerst abgewehrt. Da half auch das Verdikt aus dem Männerhaus der Weltwoche nicht, wo der liberale Musterbub  Köppel  schau an als Moraltheologe auftrat und die Grenzen der Freiheit für  Frauen  definierte, denn die Freiheit, die sie meinen in dem Männerhaus, ist die Herrenfreiheit der altpatriarchalen  Frauenbevormundung. Dieser Oberton in der krichenrechtlichen  Argumentation von Köppel hört sich umso sonderbarer an, als das Männerhaus ansonsten  nicht gerade von Moral geplagt ist und sich mehr vom Bordellmilieu   für rundum  saniertes Herrenvolk fasziniert ist. Da hört sich die Argumentation aus dem Männerhaus der Weltwoche  gegen das Frauenrecht der Abtreibung, das mit Liberalität nichts zu tun habe, an wie eine Moralpredigt von einem Kardinal aus der Schwulensauna des Vatikan. Kein Witz. – Ein Blick ins Zentrum der klerikalen  Männermoral für Frauen:

http://www.blick.ch/news/ausland/rote-koepfe-im-vatikan-kardinal-wohnt-ueber-schwulen-sauna-id2235045.htmlid2235045.htm

Sonst weiss Köppel durchaus, was Unabhängikeit heissst, in der Sendung „Hart aber fair“, wo er die Schweizer Demokratie  ausgezeichnet  vertrat  und die Freiheit der Stimmbürger verteidigte, wusste er das sehr gut. Freilich bei Frauen macht das Männerhaus die Schotten dicht, da hört die Freiheit, die sie meinen, auf für den Chefredaktor, der zwar in der Welt damals mutig ein Bild aus den Mohammeds-Karikaturen  veröffentlichte – nicht zu vergessen – aber das Frauenbild der Weltwoche ist mullahmässig bis bordellkonform. Weltwoche erklärt den Frauen die liberale Herrenfreiheit:

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-04/editorial-abtreibungen-die-weltwoche-ausgabe-042014.html

http://www.weltwoche.ch/weiche/hinweisgesperrt.html?hidID=550266

Zwar hört man bei der SVP nichts – wie umgekehrt bei den linken  Verlierern – von Wiederholung der Abstimmung, die SVP erkennt  demokratische Abstimmungsergebnisse an, aber die Hintermänner um Huonder und Ko. werden nicht aufgeben, der Rat der Religionen wird, wie der „moderate“ Moslem Maizar in Nachfolge des Vorstehers der Schweizer Bischofskonferenz, schon ankündigte, sich „vermehrt in die Gesellschaft einmischen“. Mit der Kirche im Bunde gegen Frauenrechte.

Wenn sich die neuen Schweizfreunde bei PI also die Schweizer Fahne  ans Auto stecken wollen, sollen sie wissen, dass es sich um die Fahne eines  Landes handelt, in dem auch die Frauen nicht im Sinne des Kirchenrechts  stimmen, das mit Demokratie noch nie etwas zu tun hatte, aber in Deutschland noch immer gern damit verwechselt wird.

Die Schweiz, die in Sachen Frauenstimmrecht lange gemauert hat (bis 1971), hat heute (seit 2002) eins der liberalsten Abtreibungsgesetze  Europas, vergleichbar nur noch dem von Israel. Nach der Logik der deutschen schwarzen Fundifront  gegen Frauenrecht bei PI findet in Israel also täglich ein Holocaust statt. http://www.israelnetz.com/gesellschaft/detailansicht/aktuell/kostenlose-abtreibung/

Advertisements