Die Vermixung des Ungleichen

Posted on Juni 9, 2013

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Botschaften vom Fels der Patriarchalmoral 

Der folgende aus kath net zitierte Text, in dem ein Theologe sich auf das Grundgesetz beruft, das die Familie schützt, aber nicht die Homoehe, enthält neben dieser berechtigten Erinnerung viele falsche Töne, die die Argumente gegen die Homoehe und das Adoptionsrecht für sog.  „Schwule Paare“ gezielt mit dem Recht auf Abtreibung  vermischen, das ein Frauenrecht ist und nichts mit der Homo-Ehe zu tun hat, die gerade die Mütter im Namen der Gleichheit des Ungleichen zugunsten aller anderen „Bezugspersonen“ degradiert, welche nicht nur „gleich“, sondern auch besser sein sollen als die Mütter.  Die Entrechtung der Mütter, sie sich auch im neuen „gemeinsamen“ Sorgerecht niederschlägt, gehört zum Backlash des modernisierten Vaterrechts, das zurückschlägt gegen Frauen, über die mann über die Trennung hinaus die Kontrolle zurückbekommen will, die das Eherecht dem Mann nicht mehr einräumt. Zu dieser Erneuerung des Vaterrecht sagt der Verfasser aus dem Dominikanerorden aber nichts. Er weiss natürlich, um was es da geht, denn er ist Teil dieser Vaterrechtskoalition, deren kirchlicher Flügel zwar gegen das Homo-Adoptionsrecht mobil macht, aber keineswegs für die Mütterechte (die auch nicht nur für Frauen mit „Partnern“ infrage kämen). Um die geht es  nicht, wenn von Familie die Rede ist, die hier nicht mehr nach dem alten Pater-familias-Recht definiert wird von Pater Ockenfels, aber das exklusive Männermoralmonopol mit der Abtreibungsverteuflung wieder einschmuggelt. Was demokratisch erkämpfte Frauenrechte wert sind in der Organisation des Verfassers (deren kinderlose Moralfabrikanten unbegrenzt  Zeit und Möglichkeiten zum Ausbau ihrer  Propagandamühlen gegen Frauenrechte haben im Gegensatz zu den Frauen, die mit den Folgen der weltweiter Männergewalt  mühselig und beladen sind, nicht nur in Irland und Polen), das zeigt allein die Verteuflung der Abtreibung, die wie üblich im routinierten katholischen Täuschungszusammenhang, mit den Argumenten gegen die Homo-Adoption vermixt wird, eine hinterhältige Taktik, die Ungleiches geichsetzt.

http://www.kath.net/news/41592

08 Juni 2013

Naturale Unbeliebigkeit

  • Für die absehbaren Folgen massenhafter Abtreibung, der Entwertung der Ehe, der Verstaatlichung familiärer Erziehung werden andere später eintreten müssen. Von Wolfgang Ockenfels OP.
  • Trier (kath.net) Es gibt Konjunkturen für die „ewige Wiederkehr des Naturrechts“ (Heinrich Rommen). Sie treten meist zu Zeiten unmenschlicher Zustände und ungerechter Gesetze in Erscheinung. Erst die negative Erfahrung mit einer „positiven“, d.h. von der Obrigkeit positivierten Rechtsordnung provoziert die typisch naturrechtliche Frage: Sind die Gesetze überhaupt gerecht?
  • Als Reaktion auf schlimme Entwicklungen kann diese gar nicht „theoretische“ Frage gelegentlich zu Protest- und Widerstandsaktionen, gar Revolutionen führen, an denen sich vorzugsweise „Wertkonservative“ beteiligen. Jedenfalls in den USA und Frankreich, wo die bürgerlichen Familien wenigstens noch die Kraft der öffentlichen Reaktion aufbringen. Etwa in Sachen Abtreibung und Homo-„Ehe“.

Prof. Pater Ockenfels geht  mit Bedacht von den Zuständen als den „schlimmen“ aus, die die  „Wertkonservativen“ auf den Plan rufen – wohl wissend, dass es gerade in Frankreich wohl die„wertkonservativen“ schlimmen Feudalzustände waren, die die Aufklärer und Anführer der Revolution auf den Plan riefen. Pater Ockenfels weiss auch, wer unter den konservativ genannten Gegnern der Homo-Ehe im Stande des allein zeitlosen Rechts ist und wer nicht:

  • Konservative berufen sich gerne auf das Naturrecht, aber gerade darin unterscheiden sie sich. Die konservative Gemeinsamkeit hört auf, wenn es bloß um die Bewahrung des geschichtlich Gewordenen, um die Erhaltung des „von allein“ Gewachsenen, um die Rettung des „Bewährten“ geht. Denn was hat sich nicht alles geschichtlich verfestigt, was ist nicht alles wie „von selbst“ gekommen, und was soll sich nicht alles „bewährt“ haben? 

Das ist hübsch raffiniert eingefädelt, die Einleitung zur „zeit- und raumübergreifenden“ Antwort der zeit- und raumübergreifenden Organisation,. welcher  der Dominikaner, ein Herr mit alter Tradition an Wertmassstäben, angehört.

  • Auf diese Fragen wird man nur eine zeit- und raumübergreifende Antwort finden auf der Grundlage eines Wertmaßstabs, der nicht die jeweils aktuelle Modernitätsphrase nachplappert.

– sondern dem Papa auf dem römischen Stuhl,  wie die männerautoritätsorientierten  weiblichen Sprachrohre der frauenfeindlichen Kirchendoktrin, ä la Gabriele Kuby & Kons.  Ihr Pendant mit umgekehrtem Vorzeichen sind die Gefolgsfrauen der linken Kirchenväter.

Auf die hinterhältige Frage, warum „die“ Kirche eigentlich „die“ Frauen zweitausend Jahre lang unterdrückt habe, hat ein Zyniker geantwortet: „Es hat sich bewährt!“

Die Hinterhältigkeit ist ganz auf Seiten der bewährten Theologen, alte alte Schule der Infamie, die sich weiss Gott bewährt hat und weiter bewährt, in aller Schamlosigkeit. Fragen, die von Frauen an die Kirchenmänner gestellt werden, können natürlich nur hinterhältig sein, sie werden ja nicht auf den Kanzeln gestellt

  • Ein die Frauen nachträglich schlagendes Argument, das gewiss nicht dem Christentum, sondern der aufgeklärten Philosophie (etwa Kant oder Schopenhauer) anzulasten ist, die uns auch den Rassismus beschert hat.

Da soll Kant noch nachträglich für Rassismus verantwortlich gemacht werden – ein klassisch katholisches Hinterhaltsargument gegen alles, was Aufklärung hiess und heisst. Auch an Voltaire bemängelt man in restaurativen Religionskreisen gern den Antisemitismus, der doch sonst nicht gerade das brennendste Anliegen dieser Firma ist.

  • Die Herabwürdigung der Frau zum mondänen arbeitslosen Luxusweibchen ist ein Produkt des modern-bürgerlichen 19. Jahrhunderts.

Nun, die Diffamierung der Frauen als Luxusweibchen, wenn sie nicht soviele Kinder haben wollen wie sie sollen nach den Vorstellungen der feudalen Kirchenherrren, ist eine bewährte katholische Frauendiffamierungsmethode. In der Schweiz erschienen vor der Einführung des Frauenstimmrechts in katholischen Blättchen Karikaturen von schicken mondänen Frauen, die in ihrer Wohnung Zeitung lasen, statt den Haushalt zu machen, katholisch patriarchale Strategie, die antifeministischen Primitivklischees bediente.

  • Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert konnte der Neurologe Paul J. Möbius ein vielbeachtetes wissenschaftliches Werk „Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“ veröffentlichen. Und Otto Weiningers Buch „Geschlecht und Charakter“ (1903) hat sogar auf Karl Kraus Eindruck gemacht.

Dass der Antifeminismus nicht nur kirchlich, sondern auch in der säkularen Kultur verbreitet ist (auf die die frauenfeindlichen Kirchenväter einen nachhaltigen Eindruck gemacht zu haben scheinen), ist ein besonders gelungenes Apologetenargument. Damit aber niemand auf den Gedanken kommt., es habe die dominikanische Weisheit, wonach die Femina diejenige ist, die weniger Glauben hat, zuviel Eindruck hinterlassen, wählt Ockenfels die Juden Weiniger und Krauss als Beispiele für den neuzeitlichen Antifeminismus. Altvater Freud lässt er aus in diesem Wiener Kontext der patriarchalen Denkmuster über Adams Rippe, denn dem machten zumindest die Religionsvorstellungen aller Art weniger Eindruck.

  • Seitdem ist besondere Vorsicht geboten bei der „wissenschaftlichen“ Bestimmung dessen, was man als „die Natur des Menschen“ und seiner Gesellschaf ausgibt.

Es ist in der Tat Vorsicht geboten bei allen theologischen Bestimmungen dessen, was man als die göttlichen Gesetze für Frauen ausgibt, die per Strafrecht zu vollstrecken sind (christliche Nächstenliebe: das Abtreibungsverbot der Nazis mit Todesstrafe wurde von der Gottesfirma  mit keinem Wort beanstandet ) – ganz besonders, wenn diese Bestimmungen von einer „Wissenschaft“ namens Theologie erarbeitet werden, die den frauenfeindlich imprägnierten  Köpfen  eines frauenlosen Klerikerclubs entsprungen sind, die sich als Moralmeister über alle Frauen aufspielen und ihre  sexuellen Männerfantasien zum Gottesrecht erklären, ähnlich wie Mullahs, die Professor  Ockenfels zwar nicht als Konkurrenz wünscht, mit denen aber nach seinen Wertmassstäben  die Frauen in Gebärwettstreit treten sollen, wenn es nach Ockenfels geht und Frauen das Gebärsoll der katholischen Drittweltländer zu erfüllen haben.

(Die klerikalen sexuellen Männerfantasien zur Sexualmoral für Frauen und ihre dogmatischen Verfestigungen liest man am besten in den Schriften der Frauengeschichtsforschung nach. Der reinste Pornofilm, der da abläuft. )

  • Über den hypothetischen Charakter der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften hat Karl R. Popper hinreichend aufgeklärt und davor gewarnt, sie dogmatisch zu verfestigen.

„Wir wissen nicht, wir raten“? – Wenn das mal kein Missverständnis ist! Nicht gerade eine Einsicht aus dem zeit- und raumübergreifenden Geltungsbereich der Allumfassenden. Ausgerechnet Karl  Popper ist wohl der letzte, der sich für theologische „Bestimmungen“ eignet, nur weil er die wissenschaftliche Methode der Infragestellung aller wissenschaftlichen Ergebnisse rational radikalisiert. Wir brauchen zudem keine Männermoraltheologen, die Frauen erklären, was Aufklärung heisst  und was dogmatische Verfestigungen sind. Den Frauen, die das brauchen, ist es unbenommen, den Herren zu folgen, aber der Geltungsbereich des Kirchenrechts ist inzwischen zurückgebunden worden. (Auch das rückgängig zu machen hilft nur noch der Islam, auf dem Weg zur Neuen Ordnung, aber das ist riskant für die Ockenfels-Organisation, wie er gut weiss, denn auch das Christentum ist nur „in den starken Armen der Wissenschaft“ leidlich vor dem Islam geschützt. Doch stimmen wir zu, dass nicht alles Wissenschaft ist, was sich dafür ausgibt, in Wirklichkeit aber Ideologie ist, wie die linke Genderdoktrin.

  • Das hält jedoch bis heute Journalisten, Politiker, Juristen und leider auch Theologen nicht davon ab, wissenschaftliche Hypothesen (z. B. „der Klimawandel ist reines Menschenwerk“ oder „das Geschlecht des Menschen ist bloß gesellschaftlich konstruiert“) für bare Münze zu halten und zu hypostasieren, statt sie mit Bedacht zu interpretieren.

Der ideologische Gebrauch angeblich „wissenschaftlicher“ Erkenntnisse ist eine Aufforderung,  sie zu widerlegen, aber kein Argument zugunsten des Wahrheitsanspruch  nicht beweisbarer  Glaubensätzen, die auch nach Popper nicht zu falsifizieren sind. Popper dürfte wohl der falsche Kronzeuge für die hinterhältigen Absichten der Restaurateure der Patriarchalmoral der Kirchenmänner sein.

  • Auf diese leichtfertige Weise hat man im zwanzigsten Jahrhundert bis heute immer neue „Wahrheiten“ über den Menschen, seine naturale und soziale Welt eher erfunden als entdeckt.

Nicht erst im 20. Jahrhundert, auch die nicht wissenschaftlichen Wahrheitsmonopolinhaber, die immer neue Dogmen produzieren, sind etwas älter…

  • Auch die katholische Sozialethik ist vor dieser Versuchung, sich möglichst nahe am jeweiligen wissenschaftlichen Fortschritt anzuschließen und danach ihre Naturrechtslehre anzupassen, nicht gefeit gewesen.

Die ganze Firma für Sozialethik manmade  war nicht dagegen gefeit, sich den Spielregeln der modernen Demokratie zumindest pro formaliter  anzupassen. Sie ist nicht mehr allein auf dem Plan. Weshalb sie sich nun auf ihre zeit- und raumübergreifende patriarchale  Macht beruft, den Männergott, dem so viele Frauen ihren Tod verdanken.

  • Davor hat vor allem der große Systematiker des Naturrechts Arthur F. Utz deutlich gewarnt, wenngleich er noch 1958 eine von ihm betreute Doktorarbeit durchgehen ließ, die den seltsamen Titel trug „Das natürliche Entscheidungsrecht des Mannes in Ehe und Familie“. Wie Utz später aus Erfahrung zugab, hat in seiner eigenen Familie die Mutter das Sagen gehabt. Geschadet hat es ihm nicht und bewährt hat es sich auch. Wenigstens bei ihm.

Ach wo, es gehen tonnenweise „wissenschaftliche“ Arbeiten aus der patriarchalen Küche durch, nach denen kein Hahn mehr kräht, die aber dem Ruhm der Verfasser keinen Abbruch tun. Ein grosser Mann nach dem andern erklärt den Frauen wo’s lang geht in der von männlichen Koryphäen  garantierten Gebärzwangsethik, die dieser grossartige Homoclub beherrscht, der gegen Frauenrechte gefeit ist, ganz seiner Natur gemäss, ja was denn sonst. Wer die Doktorarbeit von Herrn Hauke kennt, weiss was so alles in diesem Milieu durchgeht an Männerfantasien über Frauen. Doktorarbeiten wie die der kath. Theologin Ida Raming „Der Ausschluss der Frauen vom priesterlichen Amt“ kann dazu einiges erhellen.. Soviel zum Bewährten.)

Die hier zitierte Doktorarbeit ist vor dem bekannten Hintergrund des Herrenrechts über Frauen, das man in diesen Kreisen wieder anstrebt, alles andere als „seltsam“, womit sie mit gespielter Verwunderung bezeichnet wird von Ockenfels. Wenn ein deutsches Gericht noch im letzten Jahrhundertdrittel einem Ehemann Recht gab, der seiner Frau die Abtreibung verbot – und das nach den Debatten um die Fristenlösung, stammt dies Rechtsverständnis  aus einer uralten seltsamen patriarchalen „Systematik“. Egal was die Mutter denkt. S eit wann wird denn die gefragt, wenn der feudal klerikale Herrenclub seine „Bestimmungen“ für die  Frauen ausheckt.

  • Auch wenn bei der Erziehung der Kinder sehr oft die Mütter die Hosen anhaben – schon weil sich viele Väter davonschleichen, bleibt es beim Erziehungsrecht „der Eltern“. Dieses „natürliche“ Recht und sogar die „zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ ist in Artikel 6 des deutschen Grundgesetzes klipp und klar geregelt. Man wird wohl noch das Grundgesetz zitieren dürfen, ohne als Verfassungsfeind verdächtigt zu werden.

O dieser fromme Augenaufschlag: „Man wird doch wohl nach das GG zitieren dürfen“ (darf man), wo mann ansonsten mit demokratischen Entscheiden (unter den schlimmen Zuständen der Frauenmehrheiten) auf Kriegsfuss steht in dieser machtbewussten  Männerorganisation, die mit der  Demokratie nicht viel am Hut hat und deren Ende getrost abwarten kann. Was hier als das  natürliche Recht, Erziehungsrecht der Eltern, vorgestellt wird, meint Vaterrechte als Kontrollrechte des Mannes über die Scheidung hinaus. Das angeblich natürliche Recht, mit dem die Väter sich für die erleichterte Trennungsmöglichkeit für die Frauen rächen.

  • Aber man ist es inzwischen leid, diesen und andere Grundgesetzartikel ihrem Wortlaut nach zu zitieren und ihren ursprünglichen Wortsinn zu ergründen.

Doch, frau ist langsam vieles leid.  Man sollte durchaus den ursprüngliche Wortsinn der CJC-Bestimmungen ergründen, womit noch wo immer es geht, mit Gebärzwangsvorstellungen jene Gewalt- und Zwangsverhältnisse begründet werden, die auch in Sachen Scheidung  vor noch gar nicht langer Zeit in den katholischen Ländern Gesetz waren,  weshalb die Berufung aufs GG  scheinheilig ist – aber das liegt in der Natur der Dinge. Die Vermehrungsreligionen geben ihr Ideal – vom Scheidungsverbot über die eheliche Vergewaltigungslizenz bis zum  Gebärzwang nicht so schnell auf.    

  • Journalisten, Politiker und Juristen sind nicht mehr daran interessiert.

Das stimmt, aber es ist auch nicht allen verborgen, an welcher Art Recht die Kirche interessiert ist, der ja das islamische Eherecht noch lieber ist als die Frauenrechte.

  • Wenn sie geltende Rechtsnormen bis zur Unkenntlichkeit reformieren, wollen sie sie der „Lebenswirklichkeit“ anpassen – statt umgekehrt.

Auch das sei unbestritten, die Schwulenlobby geht von ihrer „Lebenswirklichkeit“ aus, die der Mütter und Kinder wird verdrängt durch eine neue Männer/Vaterrechtslobby. Allerdings ist esd auch nicht der Schwulen- und Pädophilenclub, der die Lebenswirklichkeit der Mütter zu definieren hat.

  • Und um Rechtfertigung gefragt, antworten sie meist mit der hinterhältigen Gegenfrage: Warum eigentlich nicht? Darauf fällt den meisten Konservativen nicht viel ein.

Aber den hinterhältigen Theologen fällt immer viel ein, wenn es gilt, die Schwuleninteressen mit dem Frauenrecht auf legale Abtreibung zu vermixen, um die  letzteren zu dämonisieren, eine ganz besonders hinterhältige Taktik aus dem klerikalen Schwulen- und Pädophilenclub. (Ach ja, nicht alle, aber mindestens 25% nach hauseignen bischöflichen Feststellungen.) Die Massenmordanklage steht im zeitlosen Raum, wenn die zeitlose Patriarchalmoral spricht:  

  • Für die absehbaren Folgen massenhafter Abtreibung,

Die weltweit präsenten Folgen massenhaften Gebärzwangs, Bevölkerungsexplosion, werden vom älteren Club of Rome gezielt ausgeklammert um jede Geburtenkontrolle zu diskreditieren. Das inhumane totale Abtreibungsverbot inkl. nach Vergewaltigung gehört zum Kernbestand der Patriarchalmoral dieses auf Vermehrung spezialisierten Kinderfreundeclubs.

  • der Entwertung der Ehe, der Verstaatlichung familiärer Erziehung werden andere später eintreten müssen.

Seit Jahrhunderten müssen die Frauen für die Folgen der Kirchenmännermoraldiktatur eintreten, heute noch in Irland, in Polen , in Lateinamerika  .etc. Es ist immer noch ein arges Kreuz für die Frauen, was der teuflische Männermoralclub in Frauenkleidern da ausgeheckt hat mit dem totalverbot der Abtreibung.  Aufwertung der Ehe durch Abtreibungsverbot , mit  Strafsanktion notabene exklusiv  für die Frau, nicht die schöpferischen  Verursacher  der Schwangerschaft,  die nach dem grossen Aristoteles und dem grossen Thomas, in deren Weisheit der grosse Ockenfels sich einreiht, die alleinigen Erzeuger sind?  (Den Abälard lassen die grossen Koryphäen der Kirchenmoralverwaltung lieber aus, denn der war schon früh für die  Frauenrechte, die den Herrn aus dieser Grossorganisation bis heute fremd sind.)

  • Was ist jetzt beispielsweise mit staatlich „gleichgestellten“ Homosexuellen, die einen Kinderwunsch verspüren, obwohl sie biologisch, d.h. von Natur aus nicht disponiert sind, eigene Kinder auf die Welt zu bringen? Hier zeigt sich zunächst jene „naturale Unbeliebigkeit“ als Grenze, die von der allgemeinen praktischen Vernunft zu respektieren ist. Freilich wird weder durch Glaubensbekundungen noch durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse jene Naturordnung durcheinandergewirbelt, welche das Verhältnis der Geschlechter und die „Rolle“ von Vater und Mutter normativ reguliert.

Auch  einleuchtende  Argumente gegen die Homoehe können die infame Taktik nicht vertuschen, die in der permanente systematische Vermischung von Frauenrechten  mit   den sog. Homorechten besteht, die denen der Frauen  und Mütter gerade zuwiderlaufen. Eine Spezialität der katholisch korrupten  Augenwischerei, das frauenfeindliche Verbot von  Verhütung und Abtreibung – rein manmade, niemals von Frauen erfunden – mit den aggressiven  Parolen der Homosexuellen- zu vermischen,  was auch die mütterfeindliche Linke macht. Das von ihr propagierte Homo-Adoptionsrecht zielt auf die Ausschaltung der Mütter, die als letzte gefragt werden.  Mit Frauenrechten hat das Homo-Adoptionsrecht so wenig zu tun wie der Gebärzwang  mit Kinderrechten.  Und nun kommt die Katze ganz aus dem Sack, aus dem schon der Kopf die ganze Zeit unübersehbar hervorschaute.

  • Der Naturordnung entsprechend, also gemäß der Schöpfungsordnung, die einen Schöpfergott voraussetzt,

Nur  für die Anhänger des kirchlichen Dogmas gitte, keineswegs für die Ungläubigen aller Monogottlehren mit totalem Wahrheitsanspruch und totalitärer Männermoral für Frauen…

  • sind es die Frauen, die ein Gebärmonopol haben: Also ein naturgegebenes Privileg, das Männer nicht diskriminiert

Auch die Linken Herrschaften haben das schon so genannt, nur anders gemeint, dieses  „Gebärmonopol“, das sie gern abschaffen wollten.  Dass Frauen gebären ohne Männer zu diskriminieren, das wissen Frauen eigentlich schon lange, dazu brauchen sie keine Theologen, die sie zum Gebären per Strafrecht zwingen wollen, so wenig wie linke Gleichschalter. Denn aus der Gebärfähigkeit folgen für alle human und nicht theologisch denkende Menschen noch lange keine Gebärzwangsgesetze wie mann sie wieder anstrebt aus dem frauenlosen Hinterhalt.

  • Aber warum können eigentlich Männer, die biologisch dazu indisponiert sind, keine eigenen Kinder bekommen? Das ist eine Gerechtigkeitsfrage, die sich wohl nur schöpfungstheologisch beantworten läßt.

In Demokratien werden solche Fragen nicht „schöpfungstheologisch“ beantwortet, sondern demokratisch – nach offener Diskussion, deren Ergebnisse auch wieder revidiert werden können, und zwar auch demokratisch, nicht theologisch, wenn sie sich als sozial schädlich  erweisen oder individuell inhuman.  Solche Entscheidungen können durchaus  unbefriedigend sein, aber sie sind in den Demokratien korrigierbar, nicht so wie die Entscheidungen der Moraltheologie, die mit Gültigkeitsanspruch für alle Zeiten von einem dubiosen Dunkelmännerclub getroffen werden unter Ausschluss der betroffenen Frauen.

  • Also von einem Gott her, den man nicht als Gewährsmann für Gender-Ideologie und Gleichheitswahn in Anspruch nehmen kann, wenn man Seine Zehn Gebote anerkennt.

Sondern für die Männermoral für Frauen und patriarchale Restauration, für ein weltweites  Gewaltrecht gegen Frauen, das auch Vergewaltigungen  mit Gebärzwang fortsetzt. Das wird hier so en passant in die Argumente gegen die Homoehe eingeschmuggelt.

  • Das Vierte Gebot lautet: Du sollst Vater und Mutter ehren. Nicht zufällig interessieren sich Kinder dafür, ihre eigenen Eltern zu kennen, denen sie ihre Existenz zu verdanken haben.

Das wissen alle Mütter auch ohne die domini canes, besonders die,  die zum Abgeben der Kinder genötigt werden, wenn die Abtreibung verboten wurde. Die patriarchalen 10 Gebote, die dem Mann den Besitz von Frau und Kind garantieren, sind nicht die Alternative zur Homo-Ehe, ein simpler Trickschluss. Das Grundgesetz würde reichen. Der pater familias macht sich selber überflüssig, den brauchen wir nicht mehr.

  • Der Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels ist ordentlicher Professor für Christliche Sozialwissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier.
  • Ockenfels ist seit 2004 Berater des Päpstlichen Rates «Justitia et Pax». Zudem leitet er das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg. Die vom einstigen Dominikanerkloster Walberberg bei Bonn gegründete Einrichtung setzt sich seit 60 Jahren dafür ein, Prinzipien der katholischen Soziallehre im Politikbetrieb Gehör und Geltung zu verschaffen. (kath.net) 

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Wenn Vertreter der säkularen Verfassung  bzw. des Grundgesetzes sagen, die natürliche Elternfamilie müsse geschützt werden, meinen sie die Gemeinschaften mit den echten Eltern, Mutter und Vater, als gleichberechtigt. Wenn hingegen die kath. Kirche „Familie“  sagt, meint sie Scheidungsverbot sprich Zwangspartnerschaft auch mit gewalttätigen Partnern, von denen die Frau nach kirchlichen Männermoralvorstellungen sich nicht trennen durfte. Eindrücklich werden diese schlimmen Zustände in einem Artikel der Zeit:  „Es war ein arges Kreuz“, beschrieben, in dem eine alte Frau über ihr Leben unter der katholischen Gebärzwangsmoral in Deutschland berichtet. Ginge es nach der Kirche, wäre  das totale Abtreibungsverbot wie unter den Nazis noch heute Gesetz. Auch nach ehelicher und ausserehelicher Vergewaltigung. (Weshalb die  Kirche nichts gegen das islamische Eherecht hat,  nur gegen die demokratisch erkämpften Frauenrechte.

Dass auch Alleinerziehende den Schutz des Gesetzes brauchen,  was nicht heisst Homo-Ehe oder gar Adoptionsrecht für Homos, kommt in diesem Artikel nicht vor. Die Mütter sind nicht gemeint, es geht um die Erneuerung des Vaterrechts, nun auf dem Umweg über die Scheidung, nach welcher die Kinder ein sog.  Recht auf den Vater haben sollen.  Wie will man dieses „Recht“ denn durchsetzen, wenn der Vater längst entschwunden ist? Scheidungsverbot für die Frau exklusiv ist übrigens unter den neuen Roh-Antifeministen auch schon diskutabel. Vorerst setzt man beim Sorgerecht an.  

Damit soll eine Gemeinsamkeit und Bestimmung über die Frau auch über die Auflösung einer Beziehung hinaus erzwungen werden, die keine mehr ist oder nie eine war, denn dies väterliche Kontrollrecht gilt auch ab unehelicher Geburt für jeden Mann, der nie im Sinn hatte, mit Mutter und Kind zusammenzuleben. Keinem Angestellten mutet man nach einer Stellenkündigung zu, über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus  mit früheren womöglich ekligen Mitarbeitern weiterhin zusammenzuarbeiten, sie regelmässig zu sehen, Vereinbarungen über den eigenen Wohnort  mit ihnen treffen zu müssen oder ihre Erlaubnis bei Wohnungswechsel oder gar Umzug ins Ausland  einzuholen. Nach einer Scheidung wird die Frau den Mann, vor dem sie sich womöglich in Sicherheit gebracht hat mit den Kindern, noch lange nicht los. Wir hören jetzt dauernd rührende Vatermärchen im TV, in denen kein Wort über die  Trennungsgründe verloren wird. Da wird jeder Vater mit Sorgerecht und Kontrollrecht über Frau und Kind ausgestattet, der sich nie und die Familie gesorgt hat. Das sind saudische Verhältnisse.  Das gemeinsame Sorgerecht Kindeswohl ist nur der Deckname für das erneuerte Vaterrecht, es kann nur von Fall zu Fall erteilt werden, nicht automatisch. Die Erfahrungsberichte der Kinder wird man in einigen Jahrzehnten zu lesen bekommen. Denn sie sind es, die die Folgen des Vaterwohls ausbaden.  

Dass Kinder ein Recht haben müssen, ihre Eltern zu kennen, ist etwas anderes als Zwangs-Kontaktvorschriften dieser Art und  schliesst nicht das Entscheidungsrecht asozialer und nicht kindgerechter Eltern ein, darum ist eben die Scheidung möglich oder der begründete Entzug des Elternrechts.

Dass das Adoptionsrecht schon immer ein Skandal war, schon lange vor der Debatte um die Homoehe, da es den Müttern jeden Kontakt mit dem eigenen Kind für immer verbot und umgekehrt dem Kind die Mutter definitiv vorenthielt, gegen den Willen beider Seiten  –  eine vielfach noterzwungene grausame Trennung – , und zwar im Gegensatz zum damals schon geltenden väterlichen Besuchsrecht, das dem Kindeswohl angeblich nicht schaden sollte, zeigt, wie patriarchal verfasst die ganze Adoptionsrechtsangelegenheit  bis heute ist. Mütter zählen am wenigsten. Niemand wundere sich, wenn die Weigerung einer Frau, ihr Kind nach Scheidung zwei Homos zu überlassen, demnächst als „homophob“ gesetzlich verboten wird.

Homoehe und die neue Sorgerechtsgesetzgebung sind nur zwei Varianten des  erneuerten  Vaterrecht, bei dem die Entscheidungsmacht der Männer, die sie in der Ehe nicht mehr haben, in die Zeit danach verlagert wird (als väterliches Sorgerecht) oder aber nach Ausschaltung der Mutter an zwei Männer als „Ehepaar“ geht.

Die von links betriebene Degradierung der Mütter erleichtert auch  die Nötigung zu Delegation der Kinderbetreuung an die Vater-Staatskippen, in denen das Kollektiv über die Bedürfnisse des Individuums bestimmt, die immer noch am besten in einer intakten Familie aufgehoben sind, zumal  was die Kleinkinder betrifft. Frauen, die für die Erhaltung der Mutter-Kind-Beziehung gegen das Staatskrippenobligatorium eintreten, haben dabei nicht t die gleichen Motive wie die Kirche, die das alte Vaterrecht meint, wenn sie von Familie redet. (Autorität des Vaters à la Jürgen Liminski oder Adenauer –  8 bis 10 Kinder gefällig?)

 Denn das unnatürliche Entscheidungsrecht der Kirchenmänner in Sachen Ehe- und Familie, Bevölkerungspolitik, wird durch die Hintertür wieder eingeführt. Das Ockenfelslager  dreht fleissig an den Schrauben der Gebärzwangsgesetze. Dieser Dominicanis tritt für die Seligsprechung von Bischof Dyba von Fulda ein, einer der schlimmsten Scharfmacher gegen Frauen zur Zeit der Debatte um die Liberalisierung des Paragraphen 218, den die Vermehrungsreligion gern wieder in Form von Totalverbot  restaurieren will. Zu den Unterzeichnern des Seligsprechungsbegehrens gehört auch  Weihbischof Laun , der weiss, was den Kinder guttut. Auch der ehem Weihbischof Wagner könnte doch unterschreiben, der den Hurrikan für eine Strafe Gottes für die Abtreibung hält – und da wären auch noch genügend selige Kardinäle als Kandidaten für die Ehre der Altäre, zu denen die männerkultunfähigen Frauen mit gutem Grund nicht zugelassen sind. Ausser den Gynäkologen ist niemand so auf die Gebärmutterfunktionen spezialisiert wie diese Kinderfreunde und Frauenkenner.

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