Aus der Welt der Islame oder dradio.de erklärt die islamische Demokratie

Posted on Dezember 19, 2011

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In dieser Sendung von dradio.de  treffen sich drei hochkompetente Experten der Islamkritikabwehr, nämlich neben Leggewie, den wir schon trafen auf dem Weg zur Moschee, Frau Gudrun Krämer, die Inhaberin des bekannten Islamkosmetiksalons Krämer, die in Ägypten nicht nur das Land ihrer Begierde fand, sondern auch die Religion ihrer Träume, und den Stefan Weidner, auch bekannt von den Zwitschertönen vom DLF, der endlich Vernunft in die Islamdebatten bringt und mit seinem  neusten Opus „Ausbruch aus der Vernunft“, pardon „Aufbruch in die Vernunft“, den Islam vor den „westlichen Islambildproduzenten“ rettet (Gemeint sind die Islamkritiker, die den islamischen Fundamentalisten“ so ähnlich seien).  Dank Stefan Weidner haben wir nun wieder das richtige Islambild zur Verfügung. 

Eine Welt der Christentümer gab es bisher nicht beim DLF, aber mit Leggewie lernen wir nun die Islame kennen.  Die ISLAME sind unter den vielfältigen Sprachreglungen der Islamlobby eine   Wortschöpfung, die der Islamkritik vorbeugen soll und der Meinung, es gebe nur einen Koran, und der sei verbindlich in der Welt des Islam. Wieviele Korane und Propheten Nikolaus  Leggewie kennt, verrät er nicht. 

Hier ein paar Kostproben Originaltext aus dem Treffen des Trios im Deutschlandradio:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1608494/

Eine Diskussion über Islam und Demokratie

Moderation: Claus Leggewie 

Leggewie: (…) Draußen sind die Blätter gefallen. Wir haben einen goldenen Herbst erlebt. Unsere Thematik heute ist der arabische Herbst. Wir haben im Frühjahr dieses Jahres, das schon im Januar begann, den sprichwörtlichen arabischen Frühling erlebt, eine arabische Demokratiebewegung, mit der die wenigsten in dieser Wucht gerechnet haben, die sehr viel Hoffnung gemacht hat. Wenn wir die Sendung „Der arabische Herbst“ nennen, dann meinen wir nicht, dass diese Bewegung zu Ende ist, aber wir kümmern uns – frei nach Brecht – jetzt um die Mühen der Ebenen, nachdem die Mühen der Gipfel im Frühjahr erklommen wurden, und wollen uns insbesondere mit der Thematik befassen, inwiefern im Islam eine demokratische Bewegung entsteht, ob sie dauerhaft sein kann, wie am Ende vielleicht eine Demokratie in der islamischen Welt aussehen könnte.

Gewöhnlich werden zwar nur Gipfel erklommen und keine Mühen, aber im Deutschlandradio werden die Gipfel der Mühen um die schariagerechte Demokratie erklommen. 

Dazu habe ich zwei Gäste, die kompetenter kaum sein könnten, die nicht nur über den Islam und die islamische Welt reden, wie wir das sehr häufig tun, sondern die die Region sehr gut kennen aus langjähriger Erfahrung, aus vielen Reisen, aus vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, die auch die Sprache sprechen, die in dieser Region gesprochen wird, die die Tradition dieser Region kennen, die die Geschichte kennen und die von den Islamen, wie ich es gleich nennen möchte, sehr viel verstehen.

  • DLF: Frau Krämer hat ein Buch „Demokratie im Islam“ vorliegen, in das sehr lange Forschung eingeflossen ist, das gleichzeitig ein sehr lesbares, sehr gut lesbares wissenschaftliches Sachbuch ist. Es hat acht Kapitel, in denen es vor allen Dingen um die Frage geht, inwiefern es einen islamischen Staat, eine islamische Demokratie geben kann. Herr Weidner, wie haben Sie das Buch gelesen?
  • Stefan Weidner: Ich kenne viele der Aufsätze schon aus früheren Publikationen und habe mich eigentlich gefreut, dass ich das hier gesammelt gesehen habe, weil das natürlich Publikationen waren eher für den Fachmann. Und wenn man so zusammen liest, scheint es mir eine sehr schlüssige abgerundete Fassung oder Auseinandersetzung und auch sehr differenziert mit der Frage, was Islam und Demokratie denn nun miteinander gemein haben oder auch nicht.

Dabei wird ganz schnell klar, dass es eben nicht, wie es in der oberflächlichen Diskussion bei uns so scheint, zwei gegensätzliche Begrifflichkeiten sind. Damit spielt ja so ein bisschen auch der Titel – „Demokratie im Islam“. Da kommt natürlich sofort die Frage: Geht das überhaupt? Und dann merkt man, das Ganze ist kein absoluter Gegensatz wie Schwarz und Weiß. Es sind nicht zwei Kontrastfarben, die da aufeinanderprallen, sondern es sind zwei Konzepte, die sich überhaupt nicht ausschließen, sondern die sich einfach, wie viele andere Konzepte, auch aneinander reiben, die gegeneinander abgewogen werden müssen und wo das eine osmotisch in das andere übergeht. Diese ganzen Diskussionen werden ganz gut geschildert. Und dabei wird klar, wie gesagt, Islam und Demokratie ist kein klarer Gegensatz. Es ist eine.. Das Ganze befindet sich in der Diskussion. Und diese Diskussion kann eigentlich nur profitieren davon, dass man halbwegs oder zunehmend demokratische Verhältnisse hat, freie Meinungsäußerung usw. dies, rechtsstaatliche Verhältnisse auch, die die Diskussion auf eine legale Grundlage stellen. Denn vorher wurden diese ganzen Diskussionen, so habe ich es zumindest wahrgenommen, über den Islam und über die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie teilweise unterdrückt oder in sehr bestimmte Richtungen gedrängt durch die despotischen Regime in der islamischen Welt.

Die Diskussionen über den Islam werden keineswegs vom Islam unterdrückt, gar vom DLFHier wird ganz schnell klar, dass es eben keinen solchen Gegensatz zwischen Islam und dem DLF gibt, sondern dass sich im Islam die demokratischen Elemente vereinen, die immer schon im Koran angelegt sind und die Stefan Weidner und Gudrun Krämer und Claus Leggewie mit vereinten Kräften nun ans Tageslicht bringen, nachdem das wahre Wesen das Islam von den westlichen Islamkritikern verdunkelt wurde, das aber osmotisch in des Programm von dradio.de übergeht, da prallen nicht zwei Kontrastprogramme aufeinander, – da verbinden sich zwei verwandte Strömungen, die miteinander abgewogen wurden von der Islamlobby, damit solche Fragen wie „Geht das überhaupt“ überhaupt nicht mehr aufgeworfen werden.

Gudrun Krämer: Wenn Sie solche grundlegenden Debatten in einem repressiven Klima führen müssen, dann schauen Sie sich gewissermaßen immer um, bevor Sie etwas sagen und verkleiden vieles von dem, was Sie sagen wollen, sei es, indem Sie verschleiern, was Sie wirklich wollen, oder indem Sie es gefällig darbieten oder harmlos. Von daher hoffe ich auch, dass durch ein offeneres Klima das positive Potenzial der ganzen Diskussion noch besser zum Tragen kommt und auch die Reibungen noch deutlicher werden. Denn die sind natürlich da.

Soll das eine Beschreibung der Diskussionen im DLF sein? Aber da muss Frau Krämer ja keine bedenklichen Meinungen, die sie nicht hat zum Islam, unterdrücken.    

Ich habe es ja mit Absicht nicht Islam und Demokratie genannt, sondern Demokratie im Islam, und dabei etwas offen gelassen, wer dieser Islam nun eigentlich ist, ob das nun ein abstraktes Gebäude von Lehren ist oder das – und dazu neige ich selber stark -, was Muslime für Islam halten, was sie für richtig halten und was sie praktizieren. Und da kann man natürlich dann schon fragen, wie ein gläubiger Muslim, eine gläubige Muslimin mit dem Thema Demokratie, Menschenrecht, Rechtsstaatlichkeit, Partizipation umgeht, sodass sie oder er es für islamisch legitim halten. Das ist eigentlich das, was mich wirklich interessiert.

Claus Leggewie: Und Sie zeigen, deshalb habe ich von den Islamen gesprochen im Plural, Sie zeigen durchaus, wie differenziert, wie pluralistisch die Debatte ist. Und gleichzeitig zeigen Sie, wo sozusagen am Ende, was auch immer das Ergebnis einer offenen Diskussion ist, sich die islamische Demokratie von einer liberalen Demokratie im Westen auch unterscheiden wird. Könnten Sie die Punkte noch mal in Erinnerung rufen?

So geht das weiter mit der islamischen Demokratie im DLF. Und wie die sich von einer „liberalen Demokratie im Westen“ unterscheidet, möchten wir eigentlich nicht mehr wissen, und auch nicht, „wer der Islam eigentlich ist“.  Denn wir erfahren hier nur, wer das Trio aus Leggewie und Krämer und Weidner und der DLF eigentlich ist, und das haben wir ja eigentlich schon gewusst. Wir haben einen wunderbaren Frühling vor uns. Draussen schneit’s.   

 

 

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