Talk-Terror und Sarrazinbashing

Posted on November 14, 2011

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Talkrunde zum „braunen Terrornetz“ mit höchst dubiosen Beweisen

 
DIE TALKRUNDE 13.11.11

  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Grünen-Chef Cem Özdemir, Gamze Kubasik, Tochter eines „Döner-Mord“-Opfers, Ex-Neonazi Manuel Bauer, der brandenburgische Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg, Birgit Lohmeyer (Aktivistin gegen Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern) und der „Tagesspiegel“-Redakteur Frank Jansen

http://www.bild.de/politik/inland/guenther-jauch/thema-gefaehrlicher-neonazis-terror-20991404.bild.html

Noch ist nichts geklärt, die offiziell mitgeteilten „Fakten“ wirken sehr obskur, vieles deutet auf eine Mitwirkung des Geheimdienstes, wie auch die Kommentare bei PI nahelegen, und schon weiss Cem Özdemir, dass das Buch von Sarrazin schuld ist an den „Dönermorden“, deren Täter nie gefunden wurden.

Das Sarrazinbashing nimmt  kriminelle Formen an bei der linken Islamlobby. Der Autor des Buches mit dem nie widerlegten Inhalt ist von den Medien zum öffentlichen Abschuss  freigegeben. Statt seine Fakten zu diskutieren, ergehn sie sich im Pöbeln gegen seine Person.

Es vergeht keine Erwähnung seines Namens in irgendeinem Mainstreammedium, ohne dass irgendeiner noch schnell das Bein hebt gegen ihn. Wie Cem Özdemir, der nicht mal seinen Namen aussprechen musste, um  sich mit Jauch &co über den Unaussprechlichen zu verständigen.  Auch den linken Strassenmob in action konnte man in den Kreuzberger Filmszenen erleben.

Von den Medien wurde Sarrazin  zur Unperson gemacht, aber auch bei kritisch links Korrekten wird Sarrazin gemobbt, als Hobbygenetiker in die braune Ecke gestellt; die Medien widmeten ihm zu viel Aufmerksamkeit, heisst es da, nachdem er zum Buhmann der Medien geworden ist, von der politischen „Elite“ als Unberührbarer gemieden (der bürgerliche Tod, wie er selber es nannte).

Seinen Namen nur zu erwähnen gehört nicht zum guten Ton. Man begegnet auch bei Islamgegnern diesem Sarrazin-Bashing der  eiligen Distanzierer von angeblich „biologistischen“ und „eugenischen“ (!) Argumenten, als sei da ein ahnungsloser Dilettant am Werk, der sich am Arkanum der links-populistischen Denkrichtlinien vergriffen hat. Zitiert wird er kaum. Dann müsste man auch die Quellen zitieren, denn Sarrazin erwähnt nur wissenschaftliche Studien, die allerdings in die links definierte Tabuzone fallen.

Es ist nicht nur linker Mainstream, auch Christliche Islamkritiker bekreuzigen sich, wenn der Name Thilo Sarrazin fällt; und auch Vollzeitmarxisten distanzieren sich, weil er eine Studie zitierte, die nicht der wahren linken Rechtleitung folgt. Es wird in der etwas Tat mühsam, wenn Ideologen der marxistischen Heilslehre, deren  unfehlbaren  Geschichtsdogmen in immer neuen Enzykliken oneway  zirkulieren, rklären, welche naturwissenschaftlichen Studien zulässig sind und welche nicht. Genforschung verboten? Oder müssen die Schlüsse daraus zuerst von den alleswissenden  SchariaspezialistInnen erst bewilligt werden, die auch den Kuffar erklären können, welche medizinischen Behandlungen nach Scharia während des Ramadan zulässig sind und welche nicht. Das sind die echten linken Sarrazin-spezialisten, die das Sarrazinbashing  als „Wissenschaft“ präsentieren. Oder vielleicht die “Wissenschaftler“, die den ML für Wissenschaft zu halten scheinen? Wer das nicht mitmacht, wird mit dem obsoleten Klassenfeindvokabular belegt – Feindbild „bürgerlich“, u. drgl., das in der Klassenkampforthodoxie mit ihren  Mumifizierungsmethoden haltbar gemacht wird für das marxistische Begriffsmausoleum.

Nein, es gibt keine „Ausrutscher“ bei Sarrazin, für die er sich zu rechtfertigen hätte bei vergammelten Ideologenschulen, die als Wissenschaft firmieren. Der Autor, der aus jedem linken Verlag rausgemobbt worden wäre nach den bewährten Kulturpraktiken durchsichtiger Intransparenz,  hat nichts zu widerrufen und gehört zuallerletzt vor ein linkes „Wissenschafts“tribunal, wo die Selbstgerechtigkeit Methode ist und die Herrschaftsdiktion der geübten Dialektrickser keine Diskussion ihrer Fundamente und ihrer Roten Ränder aufkommen lässt.  

Es ist auch viel Missgunst beim Sarrazinmobbing im Spiel, dessen Wortführer wie echte linke Minisektencharismatiker, die noch nicht gescheckt haben, dass Sarrazin selber keine Grüppchenführerschaft für sich beanspruchte iund keine partei gründen wollte,  wohl weniger ankommen bei den Lesern. Der „echte“ Leser des Sarrazinbuchs wird wenigtens nicht durch unlesbares Soziologendeutsch abgeschreckt, denn der Autor drückt sich klar und allgemeinverständlich aus, nicht im selbst-referentiellen „Wissenschafts“jargon der Post68er, ohne es freilich an sachlicher Präzision und Kompetenz fehlen zu lassen.

Der trockene Sarkasmus, mit dem dieser vielverfemte Autor die medialen Anrempeleien, die ihm aus allen Röhren entgegenschlagen, souverän und  mit Understatement auf die englische Art  zu erwidern versteht, hat jenen Stil, den die Feuilletonprominenzen  des linken  Medienmobs, der gegen sarrazin proletet,  vermissen lassen. Ist es vielleicht auch  der kulturelle Hintergrund, Sarrazins humanistische Bildung, die  die Mobbermeute à la Beckmann nicht aufzuweisen hat, was sie so reizt, dass sie seinem  „bürgerlichen Tod“ entgegenlechzen?

Zu dieser Meute gehört, nach Beckmann, auch jener Spassmoderator, der ihn partout zu einem „biologistischen Rassegenetiker“* und dergl. zu stempeln versuchte und der den infamen famosen Einfall hatte, ihm spasseshalber einen Zettel an die Stirn zu kleben (Judenstern gefällig? ach nur ein „Spiel“) und auch sich selber einen, mit der hinterhältigen Aufforderung, diesen mit einem Namen zu versehen.

Sarrazin entschied sich zur Kennzeichnung des Gegenübers treffsicher für „Goebbels“. Oder wie soll man die rote SA charakterisieren, die mobil macht gegen den Klassenfeind mit dem falschen Bewusstsein?

Ist es das hugenottische Erbe, die protestantische Moral, die dem sparsamen Ex-Bankenvorstand in den Knochen sitzt, oder sind es die englischen Gene der Grossmutter, die das Lager des linken Proletkults mit seinem faible für Moslemmachogewalt derart erbost?  

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*Anm.  biologistisch – auch so eines dieser Begriffsgespenster aus dem Mausoleum einer Jugendrevoltre, in dem das freie Denken verrottet und der Geist erstickt wird. Linke haben keine Gene, nicht wahr, und es gibt für die schlichte linke Denke auch keine Natur, horribile dictu, gar eine unterschiedliche Natur, das ist wäre ja „Biologismus“…  Alles selbstgemacht, wie das Denkdiktat auch der gockelfrommen  mütterfeindlichen Puten lautet, denn die „Naturbeherrscher“, die das „richtige Bewusstsein“ haben (ungeboren aus dem Haupt von Vater Marx entsprungen) und es für den Rest der Welt und der Weltgeschichte in der bekannt totalitärer Diktion definieren, in einem Wissenschaftsjargon, dessen Wortungetümen man erst alle Köpfe abschlagen müsste, ehe der halbwegs geniessbar würde, – linken diese Bewusstseins-meister aus Deutschland sprossen in der 68er Jugendbewegung aus einem Boden, der noch fruchtbar war – auch für die Inter-Nationalsozialisten. Totalitäre aus der Rechthaberschule der dialektischen Weltgeschichtswahrsager.  Alles hochrational.

Aber das immerfort irrende Bewusstsein, das sich den spät- bzw. neomarxistischen Denkdekreten nicht unterwirft, auch keinen sog. ‚kategorischen Inperativ‘ von Marx braucht, um  zwischen Barbarei und Humanität unterscheiden zu können und erstere abzulehnen (wie nicht erst Flora Tristan, auch vor ihr viele Aufklärerinnen, die den spätmaxistischen Jünglingen unbekannt geblieben sind)  – ein „Bewusstsein“, das sich nicht von autoritären totalitär gestrickten Spätpubertären vordefinieren lässt, was „das Ganze“ sein soll und was (wie! und von wem bitte!!) „umzuwerfen“ ist (von alt- oder neukommunistischen Kadern? Wissenschaft?? oder wie ist die Qualifikation zur Definition der gesamten „Verhältnisse“?) –  kurzum ein freier Geist, der nicht ins Korsett einer „wissenschaftlich“ verputzten Glaubensschule passt, lässt sich nicht mit Dogmen,- pardon, mit den  Denkdirektiven, die nach mehrfach recykelten Gammelfleisch schmecken, auf Linie bringen; er ist allergisch gegen jeden alleinseligmachenden Herrschaftsanspruch, wie er sich schon im Sprachduktus der Marxianer ausdrückt, und schüttelt sich, als wäre er vom Regen der Religionsdiktate in die Traufe einer neomarxianischen Offenbarungswelt geraten; dorthin, wo Kleinbürger wie Jens Jessen im Feuilletonsessel unterm Bildnis von Lenin selig sitzen  und wo die ehemaligen Jünglinge, die mit Maofibeln ins Bett gingen, noch immer aus der Mottenkiste ihrer Klassenbegriffe schöpfen, unter denen abweichendes individuelle Denken wie Unkraut unterm Rasenmäher zum Verschwinden gebracht wird.

Wo der Einheitsappeal ans Kollektiv ergeht, das als fiktive Ermächtigungsinstanz für Führerfiguren beschworen wird,  da kann sich das häretische Bewusstsein nur in Sicherheit bringen.  

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Welche intellektuell hochqualifizierte ML-Gefolgschaft befindet eigentlich darüber, wer wo was zitieren darf aus wissenschaftlichen Untersuchungen, die übrgiens auch schon in Tel Aviv veröffentlicht wurden, ohne dass dort gleich die groteske deutsche Gen-Hysterie ausgebrochen wäre. Den besten Kommentar zu Sarrazin fand ich auf der Website: „Heute in Israel“ (leider nicht weitergeführt).

Ist es ein Zufall, dass Sarrazin eher von jüdischen Intellektuellen als von deutschen Ideologen begriffen wird?  (Ob das mit den jüdischen Genen zusammenhängt, die mit dem berühmten Intelligenzquotienten – etwa der Nobelpreisträger – kulturell auffallen, der sich in den Inzucht-populationen der Vetter-und-Cousinen-Heiratskulturen weniger bemerkbar macht?

http://www.heute-in-israel.com/2010/08/sarrazin-als-lakmuspapier-fur-system.html

  • last not least:
    Thilo Sarrazin hat gezeigt, dass man als Deutscher tunlichst nicht öffentlich über Gene reden sollte. Henryk M. Broder hingegen darf es, wie er vor wenigen Wochen in einem „Spiegel“-Essay zeigte. Die offene und entschiedene Kritik an der koranischen Ideologie ist noch so ein heißes Eisen….
    http://www.exmuslime.at/pressemeldungen-ueber-den-zde

Schon früh haben feministische Marx-Kritkerinnen festgestellt, dass der  sog. „herrschaftsfreie Diskurs“ (hahaha) der Linken, der in einer hochelitäre Herrschaftssprache geführt wird, mit der sich alles weg-definieren lässt, was den meinungsdiktatorischen Herrschaften  nicht ins Konzept ihrer  Denkschienen passte, alles andere als herrschaftsfrei ist.  Von diesem Herrschaftsidiom sind heute die  linken Erkennungs-marken als Passepartouts und Reizworte übriggeblieben, die man nur anzutippen braucht, um den Klasssenfeind zu stigmatisieren.

So ist das Standardreizwort „Rassismus“ in Verbindung mit „Rechts“, und schon schnappt die Falle des linken Abwehrzaubers zu. Schon die blosse Verdächtigung, jemand gehöre zum rechten Rand, genügt, um das Denken auszuschalten, das auf der linken Seite schon lange nicht mehr stattfindet.

Regine van Cleev

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