Die freie Meinung ist eine Buchmesserede wert

Posted on Oktober 16, 2011

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Wie man in der Paulskirche den Palästinenserstaat gründet

Von Matt oder das Lob der freien Meinung

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/algerien_regimekritiker_sansal_friedenspreis_des_deutschen_buchhandels_1.13013860.html

Heute am 16. Oktober 2011 hielt der Schweizer Literaturwissenschaftler Professor Peter von Matt in der Frankfurter Paulskirche die Laudatio auf den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal. Er pries in seiner Festrede die Freiheit des Wortes als Voraussetzung aller anderen Freiheiten. Wie wahr, wie wahr. Ist diese Freiheit doch in allerhöchster Gefahr auch in Europa, wo schon die OIC-Diktate der Religionskritikverbote , die jede Islamkritik untersagen und mit Strafsanktionen belegen, weit vorgedrungen ist. In der Schweiz z.B. fallen diese religiösen Diktate auf fruchtbaren Boden, verfügt doch das Land, in dem Peter von Matt lebt, über einen Meinungsüberwachungsartikel, genannt „Antirassismusgesetz“, ARG , das die Islamkritik zu einem Risiko für jeden freien Geist macht, der sich weder dem Kritikverbot der OIC noch der Meinungslageraufsicht der EKR (Eidgenössische Kommission gegen Rassismus) zu beugen gedenkt,  die als  mediale Gleichschaltung und Ausschaltung von Islamkritikern durch die Islamlobby wirkt. Peter von Matt lebt nämlich in einem demokratischen Musterstaat, in dem der professorale Laudator risikolos seine musterhaften Meinungen, festredenreife, über die „Begegnung der Kulturen“ formulieren kann, aber wehe ein harmloser Sprüchemacher, sagen wir ein Schriftsetzer aus Zürich, macht einen kleinen Witz über Moslems, dann schlägt die Schweizer Meinungsfreiheit in Gestalt des Staatsanwalts zu, und der von linken Meinungsdiktatoren Angezeigte Schriftsetzer muss eine hohe Busse bezahlen.

Von alledem ist an dem Festakt die Rede natürlich nicht, denn der Festredner kommt schliesslich nicht in Konflikt mit den Grenzen der Schweizer Meinungsfreiheit. Sie endet dort, wo man die Kulturen, denen die Kuffar auch in der Schweiz begegnen, aus der Sicht ihrer Verfolgten betrachtet,  Kulturen, die die Kuffar auch in Form unfreiwilliger Begegnungen kennenlernen.  Auch leben die Lobpredner der Kulturbegegnungen gewöhnlich nicht an den Orten der Intensivbegegnungen mit Dauerfolgen, wie die Frauen, die abends auf dem Heimweg im Kleinbasel mit den Machokulturen konfrontiert werden, deren Herkunft und Eigenart der professoralen Sphäre fremd bleibt.  Peter von Matt interessierte es nicht, unter welchen existentiell trostlosen Umständen die Basler Schriftstellerin Adelheid Duvanel, deren Werk er biografiegesäubert  würdigte, viele Jahre ihres Lebens mit ihrer drogenkranken Tochter unter dem Terror meist ausländischer schwerkrimineller Dealer zubrachte.  Die Thematik der Zerstörung ihres Lebens war dem Professor nicht geheuer.  Dabei gab sie auch den Stoff ab,  aus dem die  düsteren Geschichten dieser Autorin waren.*

Aber solche Arten der kulturellen Bereicherungen liegen dem Festredner fern. Wer diese Realität zur Sprache bringt, muss damit rechnen, im Land der freien linken Einheitsmeinung als Rassist verfolgt zu werden.  Denn was die freie Meinung zu sein hat, bestimmt die Rassismuskommission im Sinne einer UN-Resolution, die von der OIC lanciert wurde. Immerhin hat der Börsenverein nicht den Präsidenten der Rassismus-Kommision und obersten Nachtwächter und Meinungsaufseher der Schweiz, Professor Kreis, als Redner eingeladen, um die Grenzen der Meinungsfreiheit zu erläutern.   

Der sympathische freundliche Preisträger, ein Menschenfreund, wie er vorgestellt wurde, hielt seinerseits eine Lobrede auf die Freiheit der Menschen, nach der sich angeblich alle sehnen, wobei die  Frage, wie viele sich nach etwas ganz anderem als Freiheit für alle  sehnen,  z.B. nach dem Islam, leider etwas zu kurz kam.

Sansal pries die arabische Bewegung des „demokratischen“ Aufbruchs,  die hoffen lasse, dass sie auch den Nahostkonflikt lösen werde, und die er auch auf Israel ausgedehnt wünschte, das nicht die wunderbare Wirkungsweise von Abbas erkennen wolle, die leider auch Obama sich nicht zu eigen mache, obwohl er doch mit der  Kairoer Rede solche Hoffnungen geweckt habe in der arabischen Welt.  Welche denn?

Hoffnungen auf noch mehr Anerkennung für den Islam und die endgültige Lösung des Nahost Konflikts im Sinne der „Palästinenser“?  Den grossen Friedensbringer erblickt Sansal in Abbas. Nur die „Extremisten“ in Israel wollen das nicht begreifen. Sie müssten sich nur mit der grossen arabischen Friedensbewegung verbünden, ganz einfach, und einen Staat „Palästina“ anerkennen –  notabene ehe das Exstenzrecht Israels anerkannt ist in der arabischen Welt. Von dessen Bedrohung ist da  keine Rede.

Vielleicht hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Dichter deshalb ausgewählt?  Weltfrieden durch Palästinenserstaat. Vielleicht könnte Abbas der nächste Friedenspreisträger sein. Oder der Friedensnobelpreis in Nachfolge von Terrorvater Arafat?

Regine van Cleev

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Alles wie immer in der Palästinensischen Autonomie
von Daniel Pipes

New York Sun

17. Mai 2005

http://de.danielpipes.org/article/2626

Englischer Originaltext: Business as Usual in the Palestinian Authority

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Dass Sansal mit dem Gepür für das,  „was falsch läuft“, wie von Matt ihn pries, sich in seiner eigenen Rede so bedingungslos dem Lobpreis der  Politik von Abbas hingab, wird vielleicht einigen wenigen unter den Hörern das Gefühl vermittelt haben, dass hier etwas falsch gelaufen sein könnte. Oder hat der Börsenverein des deutschen Buchhandels ihn gerade deshalb ausgewählt? 

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Abbas und der Holocaust 

Die Welt will, dass Israels Ministerpräsident sich mit dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas niedersetzt, um zu entscheiden, wie viel Land ihm noch von den Israel übriggebliebenen 20 % abgetreten werden soll. Israel hat ihm ja schon Gaza geschenkt und dafür einen jahrelangen Hagel von rund 10’000 Raketen und Granaten erlebt.  Dieser Abbas ist Holocaustleugner, hat von der Moskauer Universität Patrice Lumumba für seine Dissertation über die „Holocaust-Lüge“ seinen Doktortitel (sic!) erhalten. Er ist auch Freund von Irans Holocaustleugner  Ahmadinejad, der Israel ständig mit Vernichtung droht und sich um nukleare Waffen bemüht.

(Aus „Haschiwah“ – Die Rückkehr, 4-2009)

Posted by K.W.

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Abbas’s Fable

by Efraim Karsh

The Jerusalem Post

May 20, 2011

http://www.meforum.org/2909/abbas-fable

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Die Weltwoche führte im August den Germanisten von Matt unter den Schweizer Denkern auf, zu denen sie auch einen Herrn Krneta zählte, der mir bis zu seiner Aktion gegen die BaZ, unter deren neuer Chefredaktion erstmals eine nicht nur linke Meinung vorgeschrieben wird, nicht bekannt war.  Herr Krneta organisierte eine Boykottaktion gegen die BaZ, weil dort fortan nicht nur die Meinung von Krneta&Konsorten und Genossen von Vischer & Ziegler vertreten wird. Soviel zur freien Meinung in der Schweiz und der dort dominierenden linken Meinungsdiktatur, die die freie kritische und nicht käufliche Meinung zum Islam und zur Islamisierung kriminalisiert und mit Strafsanktionen gegen „Rassismus“ bedroht. Das „Antirassismusgesetz“ ist faktisch ein Blasphemiegesetz. Eine Meinung Peter von Matts zu den in der Schweiz vorherrschenden Meinungslageraufsehern, die keine Karikaturen und Satiren über die Religion des Friedens und der Toleranz dulden und auf  einen Witz mit Strafsanktionen reagieren,  hat man noch nicht vernommen,  oder war sie nicht vernehmbar, weil sie sich vom Medienmainstream à la NZZ  nicht unterscheidet? Hätte der in Frankfurt gefeierte Preisträger dort eine Rede pro Israels Sicherheit gehalten statt pro Palästinenserstaat, der diese Sicherheit aufs Spiel setzt mit nicht zu verteidigenden Grenzen, wäre der Lobpreis der Freiheit vielleicht etwas anders ausgefallen bzw. der Dichter hätte den Preis gar nicht bekommen.  Aber was in der Paulskirche  verkündet wurde, war mit dem Schweizer und deutschen Gutmenschenmainstream voll konform. Ja, da klatscht das ausgewählte Publikum, wenn es hört, dass der arabische Frühling auch auf Israel übergreifen müsse. Das könnte auch vom Zumach sein. Der könnte ja die Laudatio halten, wenn die Ex-Aussenministerin der Schweiz, Micheline Calmy-Rey, erst den Friedensnobelpreis bekommt für ihre Anerkennung des Kosovo u.ä. Gangstergründungen, sowie  für ihre unermüdliche Bemängelung der Selbstverteidigung Israels. 

Wir werden sehen, welche Blüten der vielbejubelte arabische Frühling noch hervorbringen wird. Ein Frühling für Israel dürfte es nicht werden, wie der jüngste Überfall auf die israelische Botschaft in Ägypten ahnen lässt.  Das hat sogar der grosse  Islamfreund Obama scheint’s begriffen, der vorerst dem Weltwunderprojekt von Abbas die Zustimmung der USA verweigert. Es gibt gute Gründe dafür. In der dt. Paulskirche wird der Naostkonflikt zum Glück nicht gelöst.  rvc

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* Anm. 25.11. 2012: Inzwischen hat auch von Matt einen Preis bekommen, und zwar den Schweizer Buchpreis, dessen Vergabe Urs Paul Engeler in der  Weltwoche  vom 22.11.12 (47) kritisch beleuchtet (spät kommt ihr), nachdem das Blatt ihn noch in einer früheren Nummer unter den Schweizer „Denkern“ beweihräuchert hatte, wo wie schon gesagt auch ein Krneta als solcher tituliert wurde. Nicht etwa eine Carola Meier-Seethaler, das wäre für das Männerhaus der Redaktion nicht verkraftbar,  das in Sachen Frauenrecht einen primitiven puerilen Puff- und Pussy-Stil pflegt, so mainstreamig wie etwa ein deutscher Krimi, in dem keine Bordellszene fehlen darf.  Sei’s drum, der Artikel über den Germanistikstar von Matt von U. P. Engeler ist dagegen gut und überfällig und triffft ins Scharze. Er durchbricht ironisch das Lobgehudel auf allen Wellen des Medienmainstreams, wenn er das eng verfilzte Literaturbetriebsamkeitsmilieu auf Korn nimmt,  aus dem Professor von Matt  (der nicht nur die Ansichten des linksdrehenden Karussells bedient, sondern sich auch gern mal der Arbeiten anderer bedient, ohne sie zu erwähnen), als  Identifikationsfigur eines intellektuellen Konsensclubs hervorragt, dessen  „krititische“ Gemeinplätze über die Schweiz als Sand im Getriebe der EU er abspiegelt. 

(Er erinnert mich irgendwie an die Figur des Prof.  Schällimatt aus einer der satirischen Geschichten von Felix Feigenwinter („Evas Ausflüge“) )

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