Pat Condell wünscht gute Landung

Posted on September 14, 2011

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Pat Condell: eine Revolution braucht Europa

Video: Pat Condell „Eine Revolution braucht Europa“

Quelle: International Business Times 29 August 2011

übers. nach http://europenews.dk/de/node/46719

Wir sind die erste Generation von Europäern, die niemals ihre Freiheit verteidigen mussten. Infolgedessen nehmen wir heute die Freiheit als  garantiert an, sie ist gewissermassen die Vorraussetzung unserer Vorstellung der Realität. Selbst wenn wir sehen würden, wie sie uns vor unseren Augen weggenommen wird, wir würden wir das einfach nicht glauben wollen.

Das europäische Rettungsschirm -Desaster beweist, dass man keine gemeinsame Währung machen kann, ohne die verschiedenen Volkswirtschaften zusammenzuführen. Die weitaus wertloseste Währung heute auf dem Kontinent ist jedoch das Stimmrecht.

Deswegen entstand diese Krise erst. Deswegen braucht Europa eine Revolution. Nichts ist hässlicher als ein bewaffneter Aufstand; so etwas meine ich natürlich nicht. Ich meine eine wahre Revolution des öffentlichen Willens, um die Macht der Urne den Leuten zurückzugeben, denen sie gestohlen wurde.

Auf die Gefahr hin, mich wie ein Extremist anzuhören, muss ich doch sagen, dass es in Europa nichts gibt, was nicht durch mehr Demokratie aus der Welt geschafft werden könnten.

Ich denke es ist ein wenig ironisch, aber nachdem nun die Araber angefangen haben ihre Selbstbestimmungs-Rechte zu erkämpfen, sind wir hier in Europa noch weit davon entfernt, da unsere Politiker einfach die Menschen geringschätzen, die sie vorgeben repräsentieren zu wollen. Bald werden uns wohl die Araber Nachhilfestunden in Sachen Demokratie geben.

Die künstliche Einheitswährung wird als Auftakt zu einer politischen Union ohne jede Demokratie wahrgenommen. Deutschland hat dafür mehr getan als jedes andere Land. Wie die Kanzlerin sagt, sei es Deutschlands historische Verpflichtung den Euro zu beschützen.

Das ist eine Art Eurosprache für eine hinterlassene Kriegsschuld. Die Deutschen haben keine andere historische Verpflichtung, als ihren eigenen Geschäften nachzugehen und sich militärisch aus Polen fernzubleiben. Wäre ich Deutscher würde ich die Wünsche meiner Regierung, die nichts mit den Menschen, die heute leben, zu tun haben und für die wir alle mit unseren Steuergeldern aufkommen, zurückweisen.

Das beste, was Deutschland für andere Länder tun kann, ist diese auf eigenen Füssen stehen zu lassen. Die heutige deutsche Regierung schafft sich ein eigenes kleines Mini-Wirtschaftsimperium, wofür die Deutschen wieder mal wenig geliebt werden. Gute Arbeit Frau Merkel.

Die Europäische Union ist in Wirklichkeit gar keine Union, sondern ein kontinentaler politischer Coup. Was als gemeinsamer Markt anfing, hat sich nun in eine supernationale politische Diktatur verwandelt: Eine parasitärer Organismus, der auf Kosten der europäischen Nationen lebt, ihnen ihr Lebensblut aussaugt und sie langsam tötet.

Eine bürokratische Tyrannei, die nach einer Harmonisierung und Beseitigung der nationalen Identitäten trachtet, welche aus Europa einen Kontinent voller Vielfalt machten, deren Werte die ganze westliche Welt prägten. Aber die Politiker der Europäischen Union der  Sowjet-Sozialistischen Republiken wollen dort noch lange nicht Halt machen.

Das ist der Grund, warum neue europäische Gesetze keine Antworten auf die Bedürfnisse der Gesellschaft geben, sondern Direktiven von oben sind, zur Einführung der Gleichschaltung gedacht..

Heute sind mehr als 50 Prozent der britischen Gesetze von der EU gemacht, durch Politiker, die wir nicht gewählt haben und die wir auch nicht loswerden können. Die EU kann unsere gewählten Vertreter jederzeit unschädlich machen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis 100 Prozent unserer Gesetze von der EU kommen.

Wir zahlen der EU mehr als 15 Milliarden Pfund pro Jahr. Das ist mehr als das doppelt soviel wie die Einsparungen, die wir in den öffentlichen Diensten vornehmen mussten. Alles was wir dafür bekommen, sind neue Gesetze, die wir nicht ändern können.

Dank unqualifizierten europäischen Richtern können wir nicht einmal mehr ausländische Kriminelle und Terroristen aus Großbritannien wegschaffen, egal welche Verbrechen sie begannen hatten, da dies ihre Menschenrechte verletzen würde.

Unter dem Europäischen Haftbefehl kann ein Brite verhaftet werden für etwas, das in Großbritannien gar nicht strafbar wäre. Britische Richter könnten, auch wenn sie wollten, nichts dagegen tun.

In diesem Fall also keine Menschenrechte. Keine der drei großen Parteien in Großbritannien ist willens, ein Referendum darüber zuzulassen, da diese Parteien genau wissen, wie die Bevölkerung abstimmen würde.

Ich fange an zu verstehen, wie die Amerikaner sich gefühlt haben müssen, als sie noch unter King George lebten. Was war das nochmal? No Taxation without Representation!

Der Unabhängigkeitskrieg war kein Krieg zwischen Amerika und Großbritannien. Es waren Engländer, die der Autokratie eines (deutschen) Königs Wiederstand leisteten. Amerika mag heute ein Schmelztigel sein, es begann jedoch mit der Verteidigung von alten englischen Freiheiten. Freiheiten, die sauber in die Verfassung geschrieben wurden.

Wir in Großbritannien haben keine Verfassung mehr. Schon gar nicht haben wir einen ersten Zusatz der Verfassung (Meinungsfreiheit). Was wir haben ist der Lisabonner Vertrag. Eine Art Verfassung von oben, die gegen unseren Willen in Kraft gesetzt wurde.

Im Gegensatz zur Verfassung der USA, welche den Bürgern Macht gibt, nimmt der Lisabonner Vertrag die Macht den Bürgern weg und gibt sie den ungewählten Bürokraten und Karrierepolitikern, für die sie gemacht wurde. Was immer die Realität der Republikaner oder Demokraten ist, die USA werden immer noch wenigstens in der Theorie durch das Volk und für das Volk regiert.

So etwas existiert in Europa nicht mehr. Die Leute sind zu hilflosen politischen Zuschauern geworden. Zivile Proteste werden ignoriert, während gewählte Politiker die Souveränität verschenken und die Steuerzahler mit zusätzlichen Schulden erdrücken.

Ein Anwalt oder ein Buchhalter, der sich so verhalten würde, müsste ins Gefängnis gehen. Aber die politische Klasse kommt damit durch, weil sie die Spielregeln selbst erfinden. Sie sind buchstäblich das Gesetz. Die meisten dieser Leute hatten noch nie einen vernünftigen Beruf außerhalb der Politik.

Wie eine Priesterkaste erschaffen sie sich eine eigene Blase. Indem sie den Bürgern die Macht an der Urne genommen haben, nahmen sie den Menschen die Möglichkeit diese Blase zum Zerplatzen zu bringe, wieder Realität in die Politik zu bringen. Sie haben die Geburtsrechte unserer Kinder und Kindeskinder gestohlen. Das ist der Grund, warum Europa eine Revolution braucht.

Wenn diese Kriminellen nicht von Gesetzes wegen verurteilt werden, wie sie es verdient haben, so werden sie wenigsten von der Geschichte verurteilt als die Generation, die versucht hatte die Demokratie aus Europa zu entfernen.

Eine Generation von inkompetenten selbstgerechten Verrätern, die sich selbst Anführer nennen. Dabei wären sie nicht mal in der Lage eine Horde von Lemminge über die Klippe zu führen. Doch eigentlich ist das genau das was sie versuchen.

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Pat Condell sagt, was gesagt werden muss zur Demokratie im Zustand der Agonie, und er sagt es mit einer erfrischenden Klarheit und Deutlichkeit des Common Sense, der in Deutschland kaum anzutreffen ist,  allenfalls noch im luziden Witz von Broder,  oder dem distinguierten Sarkasmus von Sarrazin, mit dem er auf die Mobbermeute reagiert  (die das nicht kapiert).  Es ist fünf nach Zwölf, der Appell von Condell richtet sich bereits an spätere Generationen. Demokratische Revolution? Es klingt utopischer als eine blutige Revolution, als reale  Bürgerkriegsperspektiven. England hat  seine Demokratie ohne Massenschlachten zustandegebracht, es brauchte dazu auch keinen Napoleon. Heute ist es in den Strudel der Race riots geraten, aus denen kaum ein Appell  an die Vernunft, gar die Fiktion des „Dialogs“  herausführt.  Wie soll der demokratische Dialog mit dem Krokodil aussehen,  das schon Churchill realistisch einschätzte?  Deutsche linke Revolutions-schwarmgeister vermeiden das Wort Demokratie, von der im heutigen Europa vielleicht nur noch in der Schweiz  die Rede sein kann, die sich bis jetzt dem Anschluss an das  EU-Monstrum  erfolgreich widersetzt hat. Wie lange noch?  Sie wird von der EU, von der Islamisierungswelle und vom internationalsozialistischen Neototalitarismus im Verein mit der Islamlobby massiv bedroht, deren Junge Garde wieder oder immer noch von der kommunistischen Umma träumt.  Dagegen wirken Stimmen wie die des englischen Comedians erholsam vernünftig und unideologisch. Aber auch er, den man schlecht als „Rechtspopulisten“ abstempeln kann, gerät in die Mühlen der links-islamophilen Meinungsterrrors, der in Londonistan schon groteske Sprachregelungen zeitigt wie „antiislamischer Terror“  für den islamischen Terror.  Und eine  Insel der Demokratie wie die Schweiz  liefert trotz EU-Resistenz dazu noch das Sahnehäubchen: den Atikel 261bis des Strafgesetzbuchs, das sog. Anti-Rassismus-Gesetz, das der EU als Vorlage für ein Blasphemiegesetz im Sinne der OIC dienen kann.  Und – als kleiner dialektischer Jux noch das jüngste programmatische Wort zur Zeit aus den Reihen einer beachtlich geschichtsresistenten Religionsbehörde, nämlich der Schweizer Bischofskonferenz: Sie bezeichnet die politische Position der vielverteufelten  „Rechtspopulisten“ (Schweizer Volkspartei), die sich noch gegen die Kulturbereicherung durch Kriminelle wenden, wo die Linken ihre Hausaufgaben inoriert haben, als  „Gotteslästerung“.  Eine bemerkenswerte Offenbarung aus der Endzeit der Demokratie.  Was der linken Glaubensschule  der „Rassismus“, ist den älteren Ketzereiexperten „Gotteslästerung“.  Ein Agnostiker wie Condell wüsste den Witz des Jahrhundertbeginns zu schätzen.  Die Pointe ist, dass die Linke nichts gegen die alten bewährten Methoden der  Ketzerüberführung einzuwenden hat.  Vielleicht findet man die Ausdrucksweise ein wenig veraltet,  nicht aber die strafrechtlichen Konsequenzen aus dieser Restauration des Blasphemiegesetzes, das als Rassismusartikel ja bereits in Kraft ist im Herzen der letzten Demokratie in Europa.  Der Wurm ist drin.

Keine ernsthafte Islamkritikerin glaubt noch an die Aufhaltbarkeit der irren Turbulenz, in der die  Demokratien sich im Schwindelkreisel drehen. Keine Sprachregelungsverrenkungen aus den Reihen der Corrrectness-Aufseher und keine Beschwörung  der einzig wahren Lehren aus den fortgeschrittenen Schulen der allumfassenden Theorien, deren Wettkämpfe unter roten Hahnenkämmen ausgetragen werden,  mit den weiblichen Gackerchören dazu, kann mir den fundamentalen Zweifel am Sinn der erhaben auftrabenden Männer/rechts/geschichte austreiben.  Auch und besonders die gut geschulten professionellen Gesellschaftserforscher, die die Systemanalysen bieten und den vor- und antimodernen Charakter des Systems Islam darstellen, vermeiden es sorgsam, das Männermachwerk,  das sich Gottesrecht nennt,  als ein Männergewaltwerk mit allen entsprechenden inhumanen Greueln zu benennen.  Dann stiessen sie ja auf die „Ursache“ seiner Barbareien, den „Grund“.  Die älteren Mythen nennen sie gottgewollt, die modernen Mythen der neueren Glaubensschulen nennen sie  „ökonomisch“ oder auch „gesellschaftlich  bedingt“  – der schönste Mythos ist der  Glaube ans „System“, demzufolge die  Männergewalt, vergöttlichts als „Recht“, verschleiert als Ökonomie, ein Produkt ihres eigenen „Systems“ sein soll.  Das „rechte“  Lager verschleiert  den Sachverhalt der Gewalt gar nicht nicht mehr,  es setzt unverhohlen auf das brutale Herrenrecht. Eine Vernunft der  Geschichte ist nirgends in Sicht.  Um mit Condells Schlusswort zu schliessen: Gute Landung!                     

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