Bravo H.M. Broder

Posted on Juli 21, 2011

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Henryk M. Broder gibt Preis zurück

WELT ONLINE 21 Juli 2011

Die Kritik des Geschäftsführers des Kulturrats sei „antiaufklärerisch“

Der Publizist Henryk M. Broder gibt den Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats zurück. Die Kritik des Dachverbands an einem geplanten Beitrag des ZDF-Magazins „aspekte“ über den Besuch von Thilo Sarrazin in den Berliner Vierteln Kreuzberg und Neukölln sei „antiaufklärerisch, paternalistisch und reaktionär“, schreibt Broder in einem Offenen Brief an den Geschäftsführer des Kulturrats, Olaf Zimmermann.

Bei dem Besuch mit einem Kamerateam in Kreuzberg und Neukölln war Sarrazin immer wieder beschimpft worden. Zimmermann hatte dazu erklärt, „aspekte“ habe einen „solch vorhersehbaren Eklat“ inszeniert. Dazu sagte Broder, Zimmermann stelle sich „auf die Seite des Pöbels“, der in Teilen von Kreuzberg mittlerweile das Sagen habe. „Selbst wenn Sarrazin und das ZDF vorgehabt hätten, einen Eklat zu inszenieren, so ist das in einer funktionierenden Demokratie, die nicht von Kulturräten verwaltet wird, ein legitimes Mittel, auf Umstände, Missstände und Zustände aufmerksam zu machen, deren Existenz gerne geleugnet wird (…)

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