Kuschels Koran

Posted on März 6, 2011

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Kuschels Koran rüttelt die heiligen Krieger auf 

Das katholische Public-Forum wirbt für Prof. Karl Josef Kuschel und Koran wie folgt:

Karl-Josef Kuschel: Mein Koran. Christen treffen im Heiligen Buch der Muslime auf vertraute Stoffe und Motive. Auch in den Suren finden sie die Geschichten von Mose, von Jesus und Maria. Aber der Koran erzählt sie anders als die Bibel. Für den Tübinger Theologen Kuschel liegt die Originalität des Buches vor allem in seiner besonderen sprachlichen Form. Der Koran rüttelt auf, ermahnt und tröstet. Es lohnt sich, ihn zu lesen

http://www.publik-forum.de/shop/Default.asp?id=10019&titel=Mein+Koran&k1=12&k2=14&k2n=Publik-Forum+Ausgaben

Stimmt, der Koran rüttelt die heiligen Krieger auf und ruft zum Töten der Ungläubigen und der Juden auf, es lohnt sich ihn zu lesen. Er ruft auch zum Frauenprügeln auf, richtig kuschelig.

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/sendungen/glaubenssachen/gsmeinkoran101.html

Ein Brief an Prof. Kuschel

von Andreas Widmann:

An

Prof. Karl-Joseph Kuschel

Liebermeisterstraße 12
72076 Tübingen

Sehr geehrter Herr Kuschel,

Sie sagten in NDR Kultur am Sonntag, dem 13. Februar 2011:

  • Wo die „Heilige Schrift“ einer Religion derart geschmäht wird, ist ökumenische Geschwisterlichkeit angesagt…
  • Gott hat nun einmal Menschen und Zeitumstände des 7. Jahrhunderts benutzt, um seinen Willen definitiv kundzutun.
  • Eine dilettantische eins zu eins Übertragung bestimmter koranischer „Stellen“ von damals ins heute kann tödliche Folgen haben, zumal dann, wenn sich der Auslegungs-Dilettantismus mit religiöser Verblendung paart und man dem Wahn verfallen ist, ein Werkzeug der göttlichen Strafe an Ungläubigen zu sein. Als ob der Koran Mord an unschuldigen Menschen erlaube.
  •  
  • „Wenn einer jemanden tötet, dann ist das, als ob er die Menschen allesamt tötet. Wenn aber einer jemandem Leben schenkt, dann ist das, als ob er den Menschen allesamt Leben geschenkt hätte.“ (Sure 5,32)

Darauf möchte ich im Einzelnen eingehen:

Ökumenische Geschwisterlichkeit mit dem Islam setzt voraus, dass die (führenden) Muslime sich ebenso verhalten. Angesichts weltweiter Morde und Vertreibungen von Christen durch Muslime und keiner einzigen Fatwa, dass das zu unterbleiben habe, fällt das schwer. Im Irak sind seit dem Sturz Sddam Husseins von 1,2 Millionen Christen 800 000 durch Muslime vertrieben und 2000 ermordet worden. Ich selbst kenne einen christlichen Iraker, der selbst hier in Deutschland Angst vor der Verfolgung durch muslimische „Brüder“ hat.

Sie sagen öffentlich, dass Gott Menschen des 7. Jahrhunderts (also Mohammed und seinen Schreiber) benutzt habe, um seinen Willen definitiv kundzutun. Sie tun so, als stünde dies felsenfest. Gott „hat nun mal“ … „definitiv“ kundgetan. So sehen das Muslime auch. Im Grunde sind Sie durch diese Aussage schon zum Muslim geworden. „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter,“ steckt implizit in Ihrem Statement. Als Atheist meine ich, dass es hanebüchen ist, von einem wörtlichen Kundtun von „Gottes Willen“ auszuzgehen, das gilt für die Bibel (siehe Buggle) und noch mehr für den Koran. Sie haben auch vergessen auf die mangelnde Integrität des Propheten Mohammed einzugehen.

Der „Wille Gottes“ wird von den Muslimen vollstreckt. Die Eins-zu-eins-Übertragung gilt nicht als dilettantisch im Islam, sondern als das Gebot des Koran selbst. Er ist in „klarem Arabisch“ verfasst, „damit ihr ihn versteht“. Nächstenliebe kommt im Koran nicht vor (Prof. Antes). Oft heißt es im Koran, dass den „Ungläubigen und Unruhestiftern grausame Strafe zuteil“ werde, „ob im Jenseits oder im Diesseits“ (durch die Ansaris, die Helfer Mohammeds) – gerade auch in Sure 5,33 , dem Folgevers des immer wieder fälschlich zitierten Belegs für ein Tötungsverbot im Islam in Sure 5,32.

Der Koran erlaubt und gebietet an vielen Stellen den Mord an „schuldigen“ Ungläubigen. Sie zitieren Sure 5,32 insofern falsch, als es da korrekt heißt: “ …wer einen Unschuldigen tötet, …“  Aber schuldig wird man allein schon durch „Beigesellung“, also wenn man Gott einen Gottessohn beigesellt. Schuldig sind auch alle, die trotz der Kenntnis der „Wahrheit des Islam“ weiterhin ungläubig sind. Schuldige sollen nicht verschont werden, allenfalls soll eine bessere Situation (der Stärke) abgewartet werden. So steht es im Koran (Sure 9,5 u.a.). Wenn Sie nur Sure 5,32 unvollständig zitieren, betreiben Sie Eklektizismus. Wir Islamkritiker sehen den ganzen Koran und seine Folgen, die weltweit nicht erfreulich sind.

Ägypten wird uns nach den Wahlen lehren, dass mit dem Islam nicht zu „kuscheln“ ist. Die Muslimbrüder werden gewinnen.

Mir freundlichen Grüßen

Andreas Widmann

www.koran.terror.ms

Aktion gegen religiöse Gewalt
Postfach 372
30003 Hannover

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Auch ich habe mich schon früher mit prof. Kuschel befasst. Aus der Fundgrube:

Kuschel oder das Prinzip Hoffnung (aus der Günen Pest 2008, heute „Open Speech“)


Das Prinzip Hoffnung oder das Wort zum Sonntagmorgen

Lehrmeister der Aufklärung – unbeschreibliche Ignoranz

Morgenstund hat Gold im Mund Ich glaub ich träume immer noch, bin wohl noch nicht ganz aufgewacht, nein, ich will gar nicht aufgewacht sein. Früher gab es auch schlechte Träume, aus denen man dann doch wieder erwachen konnte. Heute ist das anders. Stellt man am Morgen das Radio anstelle, denkt man, man ist in einen ganz miesen Traum geraten. Gestern morgen, Sonntag, reisst mich eine süsslich schmelzende Stimme in so einen Taum hinein: Der Islam (es fängt schon am Sonntagmorgen an, es gibt kein Entrinnen), ist eine Religion „der guten Nachbarschaft“. Ich denk, ich bin vielleicht noch nicht ganz wach, die Stimme tönt als wär’s der Küng, der über die Musliiime spricht, aber es ist nicht der Küng, es geht noch eine Oktave höher in dem Bejubelung des Islam, – denn der Islam hat im Gegensatz zum Christentum das weitaus vollkommenere Gottesbild, so der Sinn der Botschaft, an die das Christentum nicht heranreicht, so ein unvergleichlich besserer Gesandter Gottes ist der Prophet und auch sein Gott, sollen wir denken. Das Christentum mit seinem Gottessohn, mit der Vergottung von Jesus, müsse da viel selbstkritischer werden, wörtlich (Islamkunde am Sonntagmorgen):

  • „Selbstkritisch wird von christlichen Theologen eingestanden, dass Christologie in der Tat nicht selten zu einer Verengung oder gar Verdrängung der Grösse, Unbegreiflichkeit und Unausschöpflichkeit Gottes geführt hat. Diese selbstkritische Überprüfung der eigenen Glaubensquellen und Glaubensüberlieferung ist ein wesentlicher Glaubwürdigkeitsimpuls im interreligiösen Gespräch.“

Diese Aufforderung zur Selbstkritik dient ausschliesslich der Abwehr aller Islamkritik, der Tonfall ist der der ehrfürchtigen Bewunderung. Hier ist jeder letzte Zweifel an der Schönheit Wahrheit und Einzigartigkeit des über alle anderen Religionen erhabenen Islam beseitigt. Es geht um die Umerziehung der Christen, damit sie richtig reif werden für das „interreligiöse Gespräch“ mit dem Islam, endlich auf Augenhöhe. Dieser Ausdruck fehlt noch. Ich bin jetzt mitten im Wachtraum. Ach richtig, der Islam ist eben so eine unvergleichliche Religion, dass das Christentum schnellstens sein Gottesbild revidieren muss um dem Dialog mit dieser unvergleichlichen Religion gewachsen zu sein. Die Stimme spricht zu mir:

  • „Diese Sätze stammen von Karl Josef Kuschel, der in Tübingen katholische Theologie lehrt.“

Ich schwöre, dass ich den Namen nicht für PI erfunden habe. 

  • SWR: „Er polemisiert gegen die „unbeschreibliche Ignoranz“ der westlichen Christenheit gegenüber dem Islam. Kuschel setzt wie Nietzsche und Heidegger auf eine andere Sprache und andere Weltzugänge. Im Anschluss an Lessing oder Rilke sucht er nach Denk- und Wahrnehmungsmustern, die eine andere Form der Auseinandersetzung mit dem Islam ermöglichen sollen. Der Philosoph Ernst Bloch war ihm da vorausgegangen , indem er in der Palette der muslimischen Glaubensrichtung einen Strang entdeckte, der ihn hoffen liess, auf eine bessere Welt. Das Prinzip Hoffnung, auch und gerade im islamischen Denken.“

Ich ahnte schon früher, dass wir nichts hoffen können, aber nun habe ich verstanden. (Dass es Bloch ist und nicht Iring Fetscher, macht die Sache nicht mal schlimmer.)

  • „In SWR 2 Wissen hörten Sie: „Feind oder Lehrmeister der Aufklärung? Die Philosophie des Islam“ aus der Reihe Wissen der Weltreligionen, Teil 2, von Hans Volkmar Findeisen.“

Findeisen ist auch gut, finde ich. Der SWR wird so fündig. Aber der Clou heisst Kuschel. Ich versuchte mir vorzustellen, wie Prof. Kuschel wohl aussieht, Sicher nicht wie Prof. Schulze, der Ramadan-Promotor. Der sieht unheimlicher aus. Vielleicht so wie Prof. Friedli, sein Mittäter in der Ramadanisierung, der wie der Name schon sagt, mehr wie ein Teddybär aussieht. Aber dann fand ich Kuschel von Angesicht, und er sieht ganz genau so aus.  Hier sieht man Kuschel:  http://karl-josef-kuschel.de/vita/

Aber  zurück zum Wissen aus erster Hand:

  • SWR: „…Was man von Jesus weiss – also praktisch nichts. Alles Wissen entstammt sozusagen zweiter Hand, der Überlieferung, der Gemeinde. .

Was man von Mohammed weiss, ist hingegen Wissen aus erster Hand, von Findeisen. Auch was man von Allah weiss stammt aus allererster Hand.

  • SWR: „Doch ein Unterschied wird ganz deutlich. Jesus ist in der abendländischen Theologie Gottmensch, Mittler Erlöser. Mohammed jedoch schiebt sich nicht zwischen Gott und die Welt. Er, der Prophet, will nur Gottes Allmacht zeigen. Ankunft und Gegenwart des Göttlichen empfand der Maure in einer freudigen, dem Christen völlig fremden Weise.“

Die frohe Botschaft kommt vom „Propheten“, der seine Stimmen bekanntlich in epileptischen Anfällen empfing und zuerst alles andere als begeistert war über die seltsame Berufung und dabei schwitzte und stöhnte. Aber wozu gibts Findeisen, der für uns herausgefunden, dass der „Prophet“ die „Ankunft und Gegenwart des Göttlichen in einer freudigen, dem Christen völlig fremden Weise“ empfunden hat. ich habe den SWR noch nie freudig empfangen, aber das ist eine wahre Offenbarung.

Die Juden von Medina müssen die Ankunft des Göttlichen in einer weniger freudigen Weise empfunden haben.

Dieser namenlöse Stuss wird vom SWR mit freudig frohlockender Stimme vorgetragen, als gelte es, die Ungläubigen, die am Sonntag noch nicht in der Kirche sind, freudig aus ihrer Freudlosigkeit ihres gottlosen Daseins zu holen und ihnen die Ankunft und Gegenwart Allahs zu verkünde.

Wieso Allah ankommen muss, wo er doch immer und überall schon da sein soll, verrät der SWR nicht. Dafür weiss er über das Elend der Christenheit Bescheid, die nicht so einen freudigen Zugang zu Gott hat wie der Prophet, der auch die Freude erlebte, so viele seiner Feinde abschlachten zu können. Diese Freude hatte der Jesus nicht. Da hat der SWR recht.

  • SWR: „Musste dieser (der Christ) zu einem Gott hinaufsteigen, über Elend und Endlichkeit der sinnlichen Welt hinausgelangen, so ist jener, durch das Wort, wie jedes Ding, durch den Atem Gottes mit der Wirklichkeit verbunden. Der Prophet will nur Gottes Allmacht zeigen.“

Das beginnt schon bei den Kindern. Zunächst zeigte der Prophet der kleinen Aischa Gottes Allmacht. Denn schon im Harem ist der Prophet mit der sinnlichen Welt so verbunden, wie es dem Christen nicht vergönnt ist. Dort weht der Atem Gottes, wenn der Unhold sich über ein neunjähriges Kind hermacht, was unzählige der Gruselanhänger nachmachten.

Kuscheln mit der freudig empfundene Kinderkuschelreligion. Der SWR lädt ein.

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Kuschel ist kein Mann des Dialogs. Er ist schon transzendiert, das ist ein Experte des Trialogs. Die NZZ ist entzückt. Sie bietet Hilal Sezgin auf. Ja was sonst. Wo man Hirsi Ali als Lügnerin entlarvt, Necla Kelek als „nicht wissenschaftlich“ zu überführen versuchte,  Fallaci wie eine Terroristin vorstellt und Raddatz in die Nähe des Stammtischs rückt, da kann man einfach nur noch kuscheln mit Kuschel.
Hoffnung auf eine bessere Welt. Soll ich aufwachen oder weiter träumen? In welchem Trichter der Verblösung befinden wir uns?

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Karl-Josef Kuschel
Juden – Christen – Muslime
Herkunft und Zukunft
Klappentext:

Jahrhundertelang grenzten sich Juden, Christen und Muslime voneinander ab und

  • profilierten ihre Identität auf Kosten aller anderen. Heute jedoch gibt es erste Ansätze, das Verhältnis der Religionen zueinander neu zu bestimmen. Karl-Josef Kuschel entfaltet den Grundriss eines Trialogs von Juden, Christen und Muslimen. Warum wollte Gott die Existenz dreier Religionen miteinander, gegeneinander, jedenfalls nicht ohne einander? Hier eröffnen sich für alle drei Religionen Möglichkeiten einer Neubesinnung, der nicht unerhebliche politische Brisanz zukommt. Ein gemeinsamer Weg von Juden, Christen und Muslimen in wechselseitiger Achtung ist für das Überleben der Religionen und der Menschheit von entscheidender Bedeutung. Denken im Sinne des Trialogs heißt, dem Anderen Raum geben vor Gott.
  • Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.01.2008 (Aus Perlentaucher) 
  • Bewundernd äußert sich Rezensentin Hilal Sezgin über Karl-Josef Kuschels „grenzüberschreitende Expedition in das jüdisch-christlich-islamische Gedankenreich„. Die Darstellung und Analyse dieser drei monotheistischen Religionen, die der katholische Theologe gibt, scheint ihr nicht nur überaus gründlich und gebildet, sondern auch fair. Ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem Versuch eines „Trialogs“ zwischen den drei Religionen weicht rasch einer zunehmenden Neugier. Das Anliegen des Autors sieht sie nicht allein darin, die Religionen im Sinne einer besseren gegenseitigen Toleranz zu erklären. Sie hebt sein noch anspruchsvolleres Ziel hervor, die Frage zu klären, warum Gott eigentlich die „Existenz dreier Religionen miteinander, gegeneinander, jedenfalls nicht ohne einander wollte“, wie sie Kuschel zitiert. Die Beantwortung dieser Frage anhand von Interpretationen zentraler Geschichten aus den jeweiligen heiligen Schriften findet Sezgin meist überzeugend, auch wenn sie immer Punkte findet, die ihr „heikel“ scheinen. Zwar mag sie Kuschel nicht den Vorwurf machen, theologische Inhalte und Überzeugungen zu verwässern, um Harmonie herzustellen. Aber dass er nicht explizit auf der Dreifaltigkeit, auf Christi Kreuzigung und Auferstehung besteht, wirkt auf sie wie eine „allzu große Selbstbescheidung“.
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Ich kannte einen Atheisten, der sagte immer: „Wenn ich  d e n  erwische!“ (Nicht den Kuschel, sondern den, der den Kuschel erschaffen haben soll)

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rvc 20.01.2008

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