Die Volksmaulheldin der Grünen

Posted on Oktober 18, 2010

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Problementsorgung bei Anne Will

oder wie entsorgen die Grünen den „populistischen“ Müll

Die Ängste der politischen Parteien vor einer Wählerabwanderung zu neuen Parteien sind immens. Dem muss gegengesteuert werden mit den Mitteln der Medien.

Gestern Abend 17.Okt 10 bei Anne Will brachte Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche, der auch die deutsche Medienkuschkultur von innen kennt aus seiner Zeit bei der  Welt (wo er als  einziger Redaktor in Deutschland eine der dänischen  Mohammed-Karikaturen auf der Titelseite brachte),  die Dinge auf den Punkt mit klaren Statements  zur „Debatte“ des Migrationsproblems nach Sarrazin, der von allen offiziellen Seiten ausgebuht wird, während die Parteien nun so tun, als hätten sie selber die Probleme, die Sarrazin als Tabubrecher in der SPD vergeblich publik gemacht hat,  schon immer erkannt und adäquat behandelt.  Damit hatte Köppel sichtlich recht, die Diskussion selbst lieferte nur die Bestätigung, denn auch  die Wahrheit, die man den verlogenen Multi-Kulti-Ideologen ins Gesicht sagt,  berührt sie nicht.

Es wurde weiter drauflosgeschwatzt, als hätte Köppel nichts gesagt, und  Sarrazin wird weiterhin kaltlächelnd zur Unperson gemacht, während die Bonzen der Migrationslobby sich aufspielen, als seien sie die Wahrer der wahren Interessen der Bevölkerung, die nur noch  von ihnen über ihren Populismus zu belehren sei.

Den unverfrorensten Bevölkerungsbelehrer gab   ein Wahlkampfberater des seligen Möllemann ab, der genau wusste, was richtiger und was  falscher Populismus ist und wie man die Nazikeule schwingen darf. Und als Grüne Frau aus dem Volke im Vorhof der Islammacht warf sich Künast in die Brust als eine echte Person mit Herz auf dem rechten Fleck und fur Köppel, dessen Diskussionsstil aus einem anderen Kulturkreis als dem deutschen sachlich und höflich blieb, wie ein echtes Waschweib aus dem Ruhrpott mit rabiaten Unterbrechungen über den Mund, wobei sie sich quasi auf die eigenen Schenkel klatschte und lautstark  bescheinigte, so eine  zu sein, die immer fair bleibt. Renate Künast  klotzte mit derselben Methode, die Köppel zuvor eben beschrieben hatte; sie trumpfte penetrant  auf mit vollem Mund, als sei ihre Multi-Kulti-Partei schon immer zur Lösung des Problems berufen gewesen, dessen blosse Diskussion von  Rotgrünen bekanntlich seit jeher verketzert wird als „rassistisch“ und „fremdenfeindlich“ und kriminell.  Sei es mit dem sentimentalen Gewäsch einer Claudia Roth oder dem erbarmunswürdigen Gejammer der Heulsuse Marie-Luise Beck, allesamt Pfründenprofiteusen der lukrativen Migrationsindustrie.

Alsdann wurde mit der Anhörung des gewitzten Heiner Geissler, der als Troubeshooter gegen die Migrationsdebatte eingestzt wurde und  dem man als dem grossen  Konfliktschlichter wie einem Heiligen ehrfürchtig lauschte, nachdem man Köppel barsch über den Mund gefahren war, das Problem Migration so geschwind wie elegant entsorgt, mit einem einzigen Handstreich. St. Geissler erklärte es in einem Nebensatz zum Nichtproblem, nämlich es sei nicht so sehr sein Problem. Womit man nach Erledigung der Unperson Sarrazin und Ausschaltung des Nichtproblems Migration zum Rest des Abends übergehen konnte. Das war echt professionell, richtig cool. Das nennt man saubere Problementsorgung.

Die deutsche politische Klasse weiss halt, wie man Probleme beseitigt, deren Debatte man nicht wünscht. Man veranstaltet Scheindebatten, in denen das Problem pro forma zunächst auf den Tisch kommt, um mit einem Streich unter denselben gefegt zu werden. Die als grösste Bedrohung im Hintergrund angesehene neue Bürgerbewegungi wird wie des Teufels dämonisiert, als demokratisch nicht diskutabel. L’ état c’est la classe politique.

Köppel brachte auch dieses Problem auf den Punkt und die direkte Demokratie zur Sprache, mit dem Beispiel des Schweizer  Verfahrens der Vernehmlassung, d.h. Einbeziehung aller  möglichen gesellschaftlichen  Gruppen in den langwierigen politischen Entscheidungsprozess, womit ein Debakel wie das von Stuttgart zu verhindern wäre. Aber direkte Demokratie ist in der deutschen  repräsentativen Demokratie nicht gefragt, wobei sich die feudalen politischen Eliten auf die Machtergreifung Hitlers berufen. Aber das Ermächtigungsgesetz war kein Volksentscheid, was Köppel schon als Chefredaktor der Welt darlegte. Der Jesuitenschüler  Geissler  ging aber darauf nicht ein, denn der Schlichter ist kein Befürworter von Plebisziten,  ein solches würde ja erweisen können, wieviele das Problem, das hier wieder mal entsorgt wurde, ebenso wie Sarrazin sehen oder wie Wilders, der Gottseibeiuns der deutschen Parteien.

In einem Punkt ist Köppel zu  widersprechen, was aber nicht diese Sendung betrifft, sondern seine Behauptung in der Weltwoche, die SVP habe zum Islam eine klare Haltung. (wozu er den St. Galler Nationalrat Lukas Reimann zitiert). Das hat sie aber nicht, denn die  Haltung von Reimann zum Islam, die eine der klarsten ist in seiner Partei, ist nicht die der Partei-Bosse. Big Boss Blocher zum Beispiel, der auch als Justizminister nichts gegen das Kopftuch an staatlichen Schulen einzuwenden hatte und zunächst gar nicht für die Minarett-Initiative war (!), ist der Islam ziemlich egal, er hat andere, wirtschaftliche Prioritäten. Wir wissen immer noch nicht, was er bei seinem Treffen  mit 23 Islamvertretern zu seiner BR- Amtszeit ausgekungelt hat, etwa die Beibehaltung des Rassismusgesetzes, an dem auch der SIG seinerzeit interessiert war, der Schweizer Israelitische Gemeindebund?

Inzwischen ist es offenbar geworden, dass dieses fatale Zensur-Gesetz statt dem Schutz vor Antisemitismus dem Schutz der islamischen Judenfeindschaft und  Frauenfeindschaft dient und generell den gegen alle „Ungläubigen“, säkulare Atheisten wie Ex-Moslems  gerichteten islamischen Rassismus schützt. Dieser islamische Rassismus wird von den linken Verrätern der Aufklärung und Verbündeten des rechtsradikalen politischen Islam verteidigt und unter Religionsnarrenfreiheit als heilige Kuh gehütet. Wer die Kuh antastet, wird mit Nazikeulen, den fasces der neuen  Religionspolizei bedroht, als populistisch diffamiert und als rassistisch denunziert, d.h. kriminalisiert. In Deutschland besorgen die gleichgeschalteten Medien die Kriminalisierung der Islamkritik.

Es ist an vorderster Front der linkstotalitäre Medienmob der Meinungsdiktatur (mit Figuren wie Prantl von der SZ und Thorsten Gerald Schneiders am Deutschlandfunk als Hetzer gegen Islamkritik), die das Geschäft der Islamisierung betreiben und das Definitionsmonopol für den Faschismus, das sie gepachtet haben beim Durchmarsch in die Institutionen, nicht aufgeben wollen. Darum werden linkspopulistische Politiker wie Renate Künast an die Medienfront der Islamlobby geschickt, die dem Volk  aufs Maul schauen, um behaupten zu können, sie hätten es schon immer gesagt, und das Volksmaul naturecht darstellen  können, im Vollgefühl ihrer Volkstümlichkeit (vergleichbar dem Big Boss der  SVP),  in der Rolle der Ehrlichen Haut, die dem Volksmaul abschaut: nicht was es sagt, aber wie es das sagt… Das ist die Rolle von Künast, der Volksmaulheldin der Grünen.

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