Demokraten gegen Islam

Posted on Oktober 18, 2010


Unter linken und rechten  Koordinaten

Die Schweizer Demokratie funktioniert zwar besser als die deutsche, die nach dem verlorenen Nazikrieg „implementiert“ wurde, um eine Lieblingsvokabel aus dem Wortschatz von Josef Fischer zu brauchen,  aber die Schweizer Volkspartei, eine demokratische Partei, die aus der kleinbürgerlichen  Gewerbe- und Bauernpartei hervorging, wird von der Schweizer Linken im Chor mit deutschen Friedens-Faschismusschreiern ebenso dämonisiert und wie die europäischen Freiheitsparteien gegen die Islamisierung zu den Unberührbaren gerechnet.

Sie macht eine Parteineugründung, wie sie in Holland, in Dänemark und auch in Deutschland  zur Zeit aktuell ist, scheinbar überflüssig und behindert damit auch eine wirksame Anti-Islampolitik. Die Schweizer EU-Gegner und Kritiker der linken Migrationspolitik  und Kriminellenfürsorge können weiter für die SVP stimmen, anderseits  ist deren Islamgegnerschaft doch nur halbherzig, denn die  Altpatriarchen der SVP haben wie  gesagt andere Sorgen als ausgerechnet das Familienrecht der Scharia  – sogar ein Burkaverbot hält  SVP-Islamgegner Ulrich Schlüer so unnötig  wie die SVP  die Frauenrechte für überflüssig befand, als noch über deren Einführung und Anerkennung abzustimmen war.  Eine Partei, die gegen die Reform des alten Eherechts war, in dem noch Leibeigenschaftsverhältnisse für Frauen galten, die in der Türkei als „modern“ galten, kann in der Verteidigung  der Menschenrechte gegen den Islam schwerlich überzeugen.

Zum Kampf gegen den menschenrechtswidrigen Islam bedarf es anderer Fundamente als einer halbherzigen Kritik, die die Menschenrechte für die weibliche Hälfte der Menschheit zu buchstabieren bis heute Mühe hat, da  braucht es das ganze Programm der aufklärerischen Islamkritik.  Auch der Antifeminismus à la Weltwoche reicht nicht für die Glaubwürdigkeit.  Hier kommen auch die alten Pferdefüsse bzw. – schwänze dieser von Roger Köppel so warm verteidigten direkten Demokratie zum Vorschein, deren direkte Segnungen der Hälfte der Schweizer Bevölkerung noch nicht länger zuteil geworden sind als den ehemaligen  DDR- Bürgern die demokratischen Bürgerrechte.

Drum tun sich die Deutschen schwer mit der direkten Demokratie, es klebt noch zuviet totalitäre Vergangenheit an der hoffähigen neuen  populistischen Linken, und die „rechtspopulistische“ Schweizer Volkspartei tut sich schwer mit dem Islam, es klebt noch zu viel parteipopulärer Antifeminismus an ihr. (Der Weltwoche gesagt.) Ohne den hätte sie leichteres Spiel gegenüber den linken VerräterInnen der Aufklärung und käme vermutlich über die 30%- Grenze der Stimmen, die bei der Minarettinitiative überschritten wurde .

Und die Schweizer Linken waren viel zu sehr mit ihrem Feindbild Blocher beschäftigt, um den Islam als Feind der Demokratie wahrzunehmen, mit dem sie sich verbrüdern. Der Religionstotalitarismus der „diskriminierten“ Moslemmachos steht ihnen näher als der „Populismus“ der  Schweizer Volkspartei.

Es waren zwar nicht die linken Frauen, die der Initiative die vielen Stimmen brachten, wie aus der VOX-Analyse hervorging, die bleiben eh unbelehrbar, aber man gewinnt auch keine Wähler- noch Leserinnen jenseits des linken Spektrums durch Dauerberieselung mit andauerndem antifeministischem Bocksgesang aus dem „freiheitlichen“ Medienmännerhaus, ein Männerchor,  der von der neuen IG Antifeminismus stammen könnte, mit  Stammes-kundschaft im Frauenverkaufsmilieu.  (Gründer der Schweizer Version der neuen Herrenmenschrechtsaufrüster ist ein Ex-SVP-Präsident aus Luzern, der, wie „Blick “ berichtete, auch schon als Frauenverkäufer wirkte, was der SVP ziemlich spät aufgefallen ist. Das ist nur das Pendant zum neuen Herrendienst  der links verdrehten Frauen am Moslemmacho, denen es auch vor gar nichts graust und mit denen die neue IG Antifeminismus sich gut verstehen dürfte. )

Wir  nehmen die berechtigte Aufdeckung der Missstände im Sozialamt Zürich und des Mobbings korrekter Beamter, die einen begreiflichen Bogen machen um die Kontrollgouvernanten der political correctness, von dieser Kritik  ausdrücklich aus.  Denn der Sozialmissbrauch durch einen gewissen Typ von Migranten ist ein legitimes politisches Thema.  Auch wenn wir die seltsamen Sozialvorstellungen der Weltwochemannschaft und besonders ihre Puerilvariante nicht teilen, wonach auch alle alleinerziehenden Mütter für die Asozialität abgehauener „Partner“ haftbar sein sollen (Selbstverantwortung?),  die,  auch nachdem sie längst das Weite gesucht haben, ihre Liebe zum Kind entdecken und auf die Väterleidsdrüse drücken, um Mutter und Kind noch über die selbst-verschuldete Trennung hinaus kontrollieren zu können. Da gilt dann plötzlich keine Selbstverantwortung mehr, da ruft man mannhaft nach einem Frauenkontrollgesetz über die Trennung hinaus, auch gegen den nur allzuoft gut begründeten Willen von Mutter und Kindern, die ja wissen müssen, warum sie gewisse Väter, die nie welche waren, nicht mehr sehen wollen. Da wird das Vaterwohl dann als  „Kindeswohl“ durchgeboxt.  Ganz nach Programm des Neo-Antifeminismus, in dessen sexistischem Muff und Dunstkreis die westliche Version von Mullahpolitik betrieben wird. Die Linken Intellektuellen,  die der SVP die Frauenfeindlichkeit vorwerfen, führen ihren eigenen Verrat an den Frauenrechten in der Verbrüderung mit dem Islam vor.

Aber skurril wie die Fronten nun mal verdreht sind, zeigt die neuste Ausgabe: Während man sich auf der linken Seite, wo man Partei für die Schwächeren zu ergreifen behauptet, mit dem Recht des Stärkeren, dem islamischen Macho- recht brutal solidarisiert und statt gegen die Islamisierung gegen ihre Kritiker protestiert, hat  derweil das rechtsbürgerliches Intellektuellenblatt, Köppels  Weltwoche. neuerdings die früheren Frauenrechtlerinnen entdeckt, wir sind schon ganz neugierig auf die Fortsetzung der angekündigten Reihe. Was ist los?  Dämmerung im Männerhaus? Ob das Layout auch die Kurve kriegt? Der Chefredaktor der Weltwoche scheint es den Frauen arg zu verübeln, dass sie als Politikerinnen nicht über so viele „“Weibergeschichten“ zu Fall gebracht werden wie ihre männlichen Kollegen, z.B. der Frauenhändlertyp von der IG AF. Da stehen alle diese  Möchtegern-Kachelmänner stramm auf Seiten des Mutmasslichen und fühlen sich diskriminiert, wenn einer den Überblick über seine Weibergeschichten verliert und darob gar zu Fall kommen könnte.

Auf dem vorletzten Titel  (innen ein Artikel über die Genfer frühe Feministin Gourd statt der ewigen Klagen über die Weiberherrschaft im Bundeshaus) schaut wieder so ein allerliebstes Tussipussi  dem geneigten Leser mit viel Stussi im Kopf  entgegen. Da muss noch viel Aufräumarbeit im Augiasstall geleistet werden!  Wie wär’s, wenn Köppel mal eine Auszeit als Papa daheim nehmen würde, statt erwachsenen Frauen bubenhafte Ratschläge zu erteilen über die „Verantwortung“ einer Firmenchefin, die mal Mutterschaftsurlaub nimmt. Dann könnte er sich vielleicht ein etwas konkreteres Bild von den Fortpflanzungsbedingungen der Menschheit machen, deren patriarchale Regulierung ein Kernanliegen des Islam sind. An ihnen liesse sich auch der fundamentale Zusammenhang zwischen Mullahstaat und dem Feindbild der  IG Antifeminismus studieren, deren weit verbreitete Mentalität einer der Gründe für die Anfälligkeit des Westens für das Orientpatriarchat in allen seinen rohen Formen ist.

Aber was will das rechte Patriarchat dem linken Frauenrechtsverrat schon entgegenhalten und vice versa notabene,  wenn sich beide Lager vom Männerrecht im Mullahstaat  mehr angezogen als abgestossen fühlen.  Die einen halten die Schweizer Volkspartei für gefährlicher als den Islam, was eine Art Spätstadium von Hirnerweichung darstellt, ein Syndrom des linken Establishments, und die anderen halten die Entfernung von Frau Widmer-Schlumpf und möglichste aller Frauen aus dem Bundesrat und der Politik, nicht nur der femme fatale im Aussenamt, für wichtiger als ein konsequentes Anti-Islam-Programm. Die SVP ist eben keine der neuen anti-islamischen Freiheitsparteien Europas, und ihr wirtschaftsliberales Programm ist islamkompatibler als man wahrhaben will, siehe Blocher. Sie entstand aus einer bürgerlichen Partei in der Zeit des Schweizer Altpatriarchats vor dem Frauenstimmrecht und eignet sich daher nicht besonders glaubwürdig für den Kampf gegen das islamische Rohpatriarchat, dessen Frauenfeindschaft das Fundament ist, auf dem auch die Neo-Antifeministen aus sog. „konservativen“ Internetforen sich nolens volens wiederfinden. Wir brauchen ein anderes Bündnis gegen den Islam als die alten und neu aufrüstenden Anti- Feministen der religiösen und „konservativen“ Lager, die zwar, als Kirchen etwa, Konkurrenz fürchten, aber auch Morgendlandluft wittern, oder die Moslemmachofreunde des  religions-kollaborierenden Lagers linker Couleur. Wir brauchen eine demokratische Bewegung, der die Werte der Demokratie vor Religionsnarrenfreiheit gehen und vor jeder politischen  Meinungsdiktatur. Wir brauchen weder die gemeingefährliche linke Islamlobby, die mit den Machos kumpelt und als Täterschutzjustiz die kriminellen ‚Jugendlichen’ päppelt, noch eine Partei, deren Oberbonzen wie die rechten Mullahs Frauen auch aus den Schulen vertreiben wollen, weil sie angeblich wie die ganze weite Männerwelt zu „feminisiert“ sind (d.h.von Moslem-Machos mit altlinker Makkerbeihilfe gewaltdominiert). D.h. wir brauchten ein konsequent antipatriarchales Koordinaten“system“. Aber das neue Vaterrecht rüstet von allen Seiten auf, von rechts offen als Antifeminismus, von links tritt es in der Maske der „Gleichheit“ auf, kenntlich an der Eliminierung der Mütter schon aus dem Sprachgebrauch. Echte Humanisten erkennt man an ihrer Haltung zu den Frauenrechten.

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