Aufklärung mit Bielefeldt

Posted on Oktober 9, 2010

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Problemfeldbereinigung mit Bielefeldt

„Menschenrechtsrhetorik“ – mit der Aufklärung wird abgeschlossen- Bielefeldts negative Islamtheologie

Um die Menschenrechtsdebatte in bezug auf den Islam nicht aufkommen zu lassen, hat sich der katholische Theologe und Menschenrechtsprofessor Heiner Bielefeldt (Mitautor des Buches „Islamfeindlichkeit“ hrsg. von Thorsten Gerald Schneiders,  auch Islam-Beauftragter beim DLF), nebst der üblichen Generaldiffamierung der Islamgegner und Menschenrechtler, die angeblich Religion sagen und Rasse meinen, und die die Aufklärung, von der er sie ausgeschlossen wissen möchte, für abgeschlossen halten (!), etwas ganz besonderes ausgedacht, nämlich die  „Entislamisierung der Integrationsdebatte“.

Es lohnt sich, einen Blick auf die Sorgen von Bielefeldt zu werfen, wie er sie in einem Interview mit der Badischen Zeitung bekanntgab:

http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/burka-tatsaechlich-unertraeglich–24849333.html

Wenn man diesen link anklickt, sieht man Prof. >Heiner Bielefeldt, den theologischen Menschenrechtsspezialisten.  Zuerst dachten wir: das ist Sabine Schiffer mit Bart. Es ist aber Bielefeldt. Das Interview ist auch bei TaZ zu  lesen.

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/die-aufklaerung-ist-nicht-abgeschlossen/

Bielefeldt macht sich dort Gedanken zu einem möglichen Burkaverbot und fragt scheinheilig besorgt, „was gewonnen ist, wenn die betroffenen Frauen nicht einmal mehr das Haus verlassen können.“

Da könnte er sich auch zu einem Verbot des Judensterns fragen, was gewonnen sei, wenn die so Gekennzeichneten dann nicht mehr das Haus verlassen dürften ohne Stern. Dann also lieber mit Stern! Die Logik der Islamlobby hat´s in sich.

Auf die Bedeutung der sichtbaren Stigmatisierung der weibl. Untermenschen im Islam, vergleichbar dem Judenstern, hat schon Chahdortt Djavann zu Beginn der Debatte um das Kopftuch hingewiesen. Und viele andere Dissidentinnen haben protestiert gegen die Vermummung von Kind an. Was mag dem Manne, der den islamischen patriarchalen Religionsterror gegen Frauen auf der ganzen Linie bagatellisiert, gegenüber einer Ex-Muslima, die sich gegen solche Zumutungen wehrt, an patriarchaler professoraler Belehrung einfallen? Ob er auch ein Prügelverbot für fragwürdig hält, weil er angeblich darüber besorgt ist, dass die Männer ihre Frauen dann nur noch ohne Spuren zu hinterlassen prügeln?

Was Bielefeldt Aufklärung nennt, ist die Verunklärung des Religionsrechts und seiner Folgen. Auf die Frage der BZ:

  • Haben Frauen und Homosexuelle nicht berechtigt Angst vor dem Islam?“ meint er:

Was heißt‚ vor dem Islam? Natürlich gibt es patriarchale und homophobe Gewalt in islamisch geprägten Milieus. Da gibt es nichts zu beschönigen. Aber warum wird diese Rückständigkeit vor allem religiös gedeutet, statt sie auch soziologisch zu erklären?“

Ja, warum die Religion als religiös behandeln, wenn man sie auch umbenennen kann? Oder will der Theologe sagen, der Islam ist keine Religion? Bielefeldt amputiert den Islam schlicht  um das islamische Recht.  Die Menschenrechts-Widrigkeit der Scharia ist so offenkundig wie die der „Islamischen Menschenrechts-Erklärung“, der sogenannten „Universal Islamic Declaration of Human Rights“ von Kairo, ein Dokument, demzufolge alle dort aufgeführten Menschenrechte nur unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Scharia gelten. Um dem intellektuellen Notstand zu entgehen, die eindeutige  Unvereinbarkeit von Islam und Menschenrecht auch noch widerlegen zu sollen, entfernt der Menschenrechtsexperte vorbeugend den Islam aus der Debatte, indem er die Probleme der Ungläubigen, der Abtrünnigen, der ungehorsamen Frauen unter dem islamischen Religionsterror als vor allem nichtislamisch erklärt. Die Scharia wäre demnach vor allem nicht islamisch. Sondern? Das müsste Professor Bielefeldt mal der Al Azhar erklären.

Die Quintessenz seiner negative Islam-Theologie im Mantel der Menschenrechte: es gibt keine Religion Islam, nach dessen Gesetz es keine Menschenrechte gibt, aber wehe dem, der ihn nicht respektiert. Forts. folgt

 

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Posted in: DHIMMIREVUE