Ein linker Herrenmenschenverschnitt namens Schmid

Posted on August 18, 2010

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Der Herrenmenschen-Verschnitt  von Labournet

Er lebt als Dauer-Doktorand in Paris im linksextremen  Milieu und versuchte sich des öfteren einen Namen zu machen mit primitiven Invektiven gegen Islamkritikerinnen, wie etwa gegen die Internet-Journalistin Gudrun Eussner, die er als „Tante Dockter“ anzupöbeln sich nicht entblödete, nach jener Faust-Regel aus der Genossengosse, mit der man gegen Frauen ausholt, die sich dem eigenen Gossenrand entziehen.

Von ähnlicher Qualität auch die Schmidschen Zurechtweisungen der Ex-Muslimas, die er nach der Herrenmenschenart des deutschen Besserwissers über Frauenrechte belehrt , denn was so ein Duckmäuser von Denunziantenformat ist vom Schlage Schmid, der weiss, wie weit die islamverfolgten Dissidentinnen in der Kritik der patriarchalen Barbareien gehen dürfen. Soviel zur Qualifikation dieses Zeitgenossen, dessen Selbsteinschätzung, gelinde gesagt, ein wenig neben den Schuhen ist.

Die Möchte-Gern-Haremsbesitzer aus diesem bekannten Männer-Stall, die immer wussten, was sich für Frauen schickt, haben mit Schmid ein Musterexemplar, das sich auch dem Aufruf von labournet pro Kopftuch in der Schule angeschlossen hat, mit dem die dort tätige ideologiestramme islammfromme willige Weiblichkeit in vorauseilender Verbrüderung mit den Moslem-Machos aller Länder ihre Hilfsdienste für die Religionsdiktatur anbietet und für die Demonstration der islamischen Frauenunterwerfung in den Schulen plädiert. Kopftuch als Ausdruck der Freiheit nennt sich das. Wie wär’s denn mit Hakenkreuz als Ausdruck der Identität?

Nun versucht sich dieser Herrenmenschen-Verschnitt Bernd Schmid nach seinem Auftritt als Frauen-Oberbelehrer mit Rückendeckung der willigen Helferinnen aus der Labournetszene als Richter in Sachen Ramadan und stellt richtig, was ein anderer Ramadan-Apologet  in der Bewunderung etwas zu weit getrieben habe, indem er die Kritiker der „Islamophobie“ bezichtigte. Unter dem Vorwand, die Kritiker Ramadans gegen diesen billigen Vorwurf zu verteidigen, den ein Ramadan-Anhänger namens Rudolf Walter einmal mehr lancierte, und den auch die französischen Linken nicht mehr so ungebrochen vorbringen können, ohne zu viele Wähler zu verlieren, möchte nun Herr Schmid aus Deutschland die Anerkennung Ramadans in Frankreich etwas seriöser wirken lassen, damit sie auch ernst genommen werde, m.a.W. Schmid liefert Ramadan-Apologie komplett. Er macht es nur verlogener als der Apologet Walter, indem er den Anspruch auf Objektivität scheinheiliger tarnt  und sich zunächst als der Richtigsteller präsentiert, der uns nun den wahren Ramadan vorstellt, den wir auch richtig verstehen müssen. Herr Schmid kann nicht alles, was inzwischen von Ramadan an den Tag gekommen ist und gegen ihn vorgebracht wurde, schlechthin als Unsinn abtun, Schmid möchte Ramadan auf seriöse Weise ganz  gerecht werden.

http://www.hagalil.com/archiv/2003/12/ramadan.htm

Unter dem Titel  „Ein Widerspruch: Richtigstellungen zu Tariq Ramadan, dem Europäischen Sozialforum und dem Vorwurf der Islamophobie“ gibt sich Schmid hier als die Instanz, die das klärende Wort zu Tariq Ramadan und seinen Kritikern spricht. Um den islamischen „Prediger“ habe sich in Frankreich ein „bisweilen nicht sehr glücklich geführter“ politischer Streit entwickelt.

Was der Inhalt des Streits und der Ramadan-Kritik ist, die Schmid nicht glücklich macht, verrät er aber nicht. Wäre er glücklicher mit einem nicht umstrittenen Ramadan?

Seine Wochenenden verbringt der eloquente Philosoph am liebsten in Frankreich, wo er in Moscheen über das predigt, was ihn umtreibt: einen aufgeklärten, mit Demokratie und Menschenrechten versöhnten europäischen Islam.

Womit sich Schmid als den kritischeren Ramadankenner vorstellt, der Ramadan nicht blindlinks abkauft, als was er sich ausgibt: ein Ausbund an Aufklärung! Ausgerechnet. Was den Muslimbruder umtreibt, kann man bei Gudrun Eussner und Siegfried Kohlhammer (>Pyromanischer Feuerwehrmann, Die Welt) detailliert nachlesen.

Schmid weiss auch, wer die Muslimbrüder sind, die er schon von Matthias Küntzel kennt, dessen These über den islamischen  Antisemitismus dem strammen linken Linienmenschen so gar nicht passt.

Zuvor geht Rudolf Walter noch kurz auf Tariq Ramadans familiäre Herkunft ein; er ist der Enkel eines der Gründer der ägyptischen Muslimbrüder (wofür er freilich erst einmal nichts kann, weshalb man ihn nach seinen eigenen Worten und Taten beurteilten sollte).“

Das wäre zu empfehlen. Wir werden sehen, welche Worte und Taten Dr. Ramadans der Doktorand Schmid zur Beurteilung auswählt, und welche er sorgfältig auslässt. Die Herkunft ist für Schmid schon mal eine Art Grund für Generalunschuld. Was soll Ramadan mit Hassan al Banna, für den er in seiner umstrittenen Diss Propaganda macht, zu tun haben?

Wohl ahnend, dass Ramadan diese familiäre Verstrickung mit den Muslimbrüdern zum Vorwurf gemacht wird (auch wenn man das als Fehler betrachten kann, da man sich eher auf seine eigene Person konzentrieren sollte), meint der Verfasser dann, geradezu zu einer Rundumverteidigung der Muslimbrüder ausholen zu müssen.

Diesen Fehler macht Bernd Schmid nicht, denn er weiss, dass alle, die sich ein wenig mit der Materie auskennen, die gröbsten Dummheiten der Dhimmis nicht begehen würden, ohne sich wissenschaftlich so zu disqualifizieren wie Doktorand Ramadan mit seiner Dissertation, deren Annahme nach der Ablehnung durch die Universität Genf nur mit der vereinigten Nachhilfe einer  konzertierten Aktion des ultralinken Nationalrates Jean Ziegler und seiner Frau, der kommunistischen Kantonsrätin Erica Deuber-Pauli, beide in Genf, wo auch Bruder Hani am Islamischen Zentrum wirkt, und des Islamapologeten Professor Reinhard Schulze, Direktor des Instituts für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie der Universität Bern, Spezialist für moslemische „Gefühle“, zustandekam. Die akademische Qualifikation Ramadans geht damit noch über diejenige des Muslimbruders Dr. Nadeem Elyas hinaus, dessen Doktorarbeit gar nirgends auffindbar ist.

Schmid: Jedenfalls muss er, obwohl das zur Bewertung von Tariq Ramadans eigenem Wirken nichts zur Sache tut, unbedingt anmerken, dass diese Bewegung bis zum Sechstagekrieg von 1967 mit Terror und Gewalt so viel zu tun hatte wie die Franziskaner mit Börsenspekulation. Das mag insofern zutreffen, als die Muslimbrüder keinen bewaffneten Kampf organisierten. Freilich hätte der Autor, wenn er schon auf diese Bewegung eingehen musste, vielleicht noch ein paar Worte zur politischen Charakterisierung dieser Bewegung verlieren können. Dabei wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass es sich um eine politisch überaus reaktionäre Bewegung handelte, die in den 30er Jahren parallel zu den europäischen Faschismen aufstieg und sich zeitweise an diese anlehnte. Dazu gehörte auch zeitweise eine ausgeprägte antijüdische Agitation. Aber Schwamm drüber, kommen wir lieber zur aktuellen Diskussion um Tariq Ramadan selbst.

Ob er die „ausgesprägte antijüdische Agitation“ von Küntzel hat?

Als „Falschbehauptungen über die Ramadan-Debatte“ qualifiziert er Walters Behauptung, Ramadan sei Opfer einer Hetzkampagne mit islamophoben Motiven, es sei unzutreffend, dass eine Gruppe von Intellektuellen ihm, Ramadan, im Namen des modischen Pariser Antitotalitarismus das Recht abgesprochen habe, die Politik Sharons zu kritisieren. Niemand habe

ein solches Ansinnen (öffentlich) gegen Tariq Ramadan erhoben, jedenfalls niemand, der im Artikel des Freitag vorkäme. Und auch Kritik an der Sharon-Regierung wurde im Zusammenhang mit der öffentlich vorgetragenen Kritik an Ramadan nicht als prinzipiell illegitim bezeichnet.“

Diese Richtigstellung ist für Schmid aber nur der Vorwand, um gegen die „Gruppe von antikommunistischen Intellektuellen auszuholen, die ihm ein Dorn im Auge sind:

Schmid: Nun gibt es in Frankreich sicherlich Islamophobie, also einen besonders gegen muslimische Einwanderer gerichteten Rassismus. Und es gibt auch antitotalitäre (d.h. in ihrem Fall besonders: antikommunistische) Intellektuelle, die sich wohl immer noch für modisch halten, obwohl sie zum letzten Mal vor 10 Jahren in Mode waren; ein Alain Finkielkraut gehört dazu, der in seiner Auseinandersetzung mit der totalitären Linken geistig ungefähr auf dem Stand von 1979 stehen geblieben scheint.

Alain Finkielkrauts Kritik am islamischen und linken Antisemitismus stösst Herrn Schmidt besonders sauer auf, zumal er ihn nicht wiederlegen kann, denn er ist auf der Stufe der  68er stehengeblieben, die mit der PLO flirteten und nie die Existenz Israels anerkannten.

Schmid:  Nur, all das hat nichts, aber auch gar nichts mit der wirklichen Kritik zu tun, die gegen Tariq Ramadan vorgebracht wurde.(…). An der prinzipiellen Berechtigung dieser aus konkreten politischen Gründen, nicht aus generellem Hass auf Moslems oder Araber resultierenden Kritik ändert auch nichts, dass einige Teilnehmer an der Debatte dabei in ihrer Kritik weit über das Ziel hinausgeschossen sind. Man kann sozialdemokratischen Politikern vorhalten, dass sie, als die Debatte Anfang November dieses Jahres hochkochte, aus parteipolitisch-eigennützigen Motiven zu einer trampligen Holzhammer-Kritik gegriffen haben, die Tariq Ramadan im Endeffekt mehr Nutzen als Schaden beschert haben dürfte. Jedenfalls hat sie ihn erst richtig bekannt gemacht.

Schmid hütet sich, zu sagen, woran die Kritik geübt wurde und w a s daran weit über das Ziel (welches?) hinausschoss. Denn Bernd Schmid ist der ehrenwerte Ehrenretter Ramadans, der richtigstellt, wie weit die Kritik gehen darf. Doch gehen wir der Reihe nach vor: Wer ist Tariq Ramadan, woran machte sich die Kritik fest, und was ist letztendlich passiert?

Wer ist Tariq Ramadan?“  fragt Schmid, als sei das nicht bestbekannt. Aber zum Glück haben wir Schmid.

Schmid: Wie bereits erwähnt, ist Tariq Ramadan ein in Genf ansässiger Schweizer ägyptischer Herkunft. Er wird mitunter mit seinem Bruder Hani Ramadan verwechselt, einem islamistisch-fundamentalistischen Hardliner, der im September 2002 in Le  Monde die Steinigung ehebrüchiger Frauen rechtfertigte und deswegen aus seinem Lehreramt in Genf hinaus flog. Beide Brüder vertreten aber nicht dasselbe, und Tariq Ramadan hat des öfteren erklärt, er habe sich Distanz zu (s)einem Bruder eingenommen.

Der Falschmelder und Augenwischer, der als Richtigsteller auftritt, erweist sich als willfähriger Apologet des Muslimbruders. Über Frère Tariq erfährt man etwas mehr bei Caroline Fourest, die Bruder Schmid wohlweislich verschweigt.

Erstens ist der berüchtigte Bruder des Muslimbruders, Hani Ramadan, nicht aus seinem Lehramt definitiv hinausgeflogen, sondern er wurde  wieder eingestellt, ein Schweizer Gericht hob die Entlassung auf, und er wurde hoch entschädigt. ..

swissinfo 2. April 2004

Hani Ramadan wurde zu unrecht entlassen, entschied die Rekurskommission

Der umstrittene Direktor des Genfer Islam-Zentrums Hani Ramadan, darf seine Arbeit als Französischlehrer wieder aufnehmen. Eine Rekurskommission hat seine Entlassung wieder rückgängig gemacht. Er hatte die Steinigung von Ehebrecherinnen gerechtfertigt.

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Zweitens besteht die angebliche Distanz von Bruder Tariq zu Bruder Hani nur darin, dass ersterer für die Steinigung, die sie beide weiterhin befürworten, ein MORATORIUM vorgeschlagen hat, aber davon weiss Herr Schmid natürlich erstens nichts, und zweitens will er auch gar nichts davon wissen, denn was nach dem Moratorium kommt, das schert den Schmid nicht, der anscheinend genauso wenig gegen Steinigungen von Frauen hat wie die Brüder Ramadan. Die Burschen sind nur zwei Blüten aus dem dem islamofaschistischen Sumpf,  aus dem auch ihre linke Kollaborateure und Komplizen ihr unappetitlich sexistisches Gebräu schöpfen. Der deutsche Frauenzuchtmeister Marke Schmid steht den Ramadan-Brüdern seiner Mentalität nach sehr viel näher als den Frauen, die sich gegen die Zumutungen solcher  Brüder wehren. Schmid ist einer von dieser linken  Bruderschaft von Denunziantenkaliber, die die Frauen, die nicht nach dieser Herrenpfeife tanzen und deren Widerstand gegen den Islamofaschismus seinen  linken Verbündeten in Europan ein Dorn im Auge ist, als Rassistinnen verleumdet. Frauen, die den Mut haben, über die das Bürschchen nicht verfügt. Was ein echter Wachhund vom linken Wächterrat ist, der bellt immer nur in eine Richtung.

Gegenüber Herrenmenschen wie Bruder Tariq und Hani Ramadan zeigt er sich als äusserst tolerant verständnisvoll und unterschlägt, was ihm nicht ins Konzept passt.

Tatsächlich steht Tariq Ramadan, der in Frankreich die Vereinigung Présence musulmane anführt und zunächst im grenznahen Lyon, später auch in den Pariser Banlieues aktiv wurde, für ein anderes Profil (was aber auch, zumindest teilweise, strategischen Notwendigkeiten geschuldet sein kann).“

Was Tariq Ramadan als sein „Profil“ ausgibt und was ihm die Schweizer Universität, der er seine Dissertation zuerst vorlegte, nicht abkaufte, ehe der linke Mullah Ziegler intervenierte und dem Muslimbruder zum Doktortitel für seine Propagandaschrift verhalf, das übernimmt Doktorand Schmid unbesehen. Wobei er sich zu nebulosen „strategischen Notwendigkeiten“ versteigt. Welche mögen das sein? Was ist so „notwendig“ an der Taqiya-Strategie für den Linksextremen, der sich mit seinen Freunden im sexualfaschistischen Sumpf suhlt, der mit dem Islamschlamm der Scharia angereichert ist? Vielleicht das Moratorium?

Sie gehört auf jeden Fall zu den eher soft auftretenden Gruppen, während es andernorts auch extremistische Kleingruppen in den Banlieues gibt, die auch Verbindungen zum internationalen radikalen Islamismus halten (aber zum Glück keine Massenbewegung darstellen).

Das muss wohl die „winzige Minderheit“ sein, von der wir immer hören, wenn sie wieder einen Massenmord unter dem Jubel von Millionen Moslems vollbracht hat oder für Massenkrawalle in den Banlieues sorgt oder täglich Tausende von Fluggästen belästigt, vom Dauerterror gegen Millionen Frauen ganz zu schweigen, aber der interessiert Herrn Schmid zuletzt. Und gewiss wartet Bruder Tariq ab, bis die kritische Masse erreicht ist, und man das Moratorium aufheben kann. Vorerst sind seine „Verbindungen“ wohl rein wissenschaftlicher Art, Kaliber Ziegler.

Schmid: Das Publikum von Tariq Ramadan ist jener Großteil der Jugendlichen migrantischer Herkunft, die zwar den Islam als vage kulturelle Referenz und Selbstzuschreibung – gegenüber der Mehrheitsbevölkerung – beibehalten haben, aber keinerlei religiöse Praxis betreiben.

Die Praxis der Tournante, die sie betreiben, gehört zwar nicht zu den fünf Säulen des Islam, aber man kann im Koran nachlesen, wozu die Frauen gut sind, und was mit ihnen zu geschehen hat, wenn sie den Männern nicht gehorchen. Und das scheinen diese „Jugendlichen migrantischer Herkunft “ von ihrem muslimischen kulturellen religiösen Hintergrund her gut begriffen zu haben. Oder werden auch junge Französinnen in nicht muslimischen Wohngegenden von jugendlichen  Franzosen in einer Sportart namens Tournante gewohnheitsmässig gejagt und gruppenvergewaltigt, weil sie ihren Brüdern nicht gehorchen und ohne männliche Aufsicht auf die Strasse gehen? Für den willigen Helfer aus Deutschland gehören die Verbrechen gegen Frauen im Moslemmilieu wohl zum kulturellen Selbstverständnis der „Jugendlichen„, oder sind sie vielleicht eine Reaktion der Brüder auf die Arbeitslosigkeit der Schwestern?

Viele von ihnen fühlen sich, gerade angesichts ihrer gesellschaftlichen Benachteiligung, von der Linken, den Alternativen oder der globalisierungskritischen Bewegung angezogen.

Der Sexualfaschismus der linken Mini-Machos Marke Schmid scheint ja sehr anziehend zu sein.

Diesen Teil der aus muslimischen Ländern stammenden Einwanderungsbevölkerung zurück an den Islam zu führen, das ist das politische Projekt von Tariq Ramadan.

Zurück zu den Wurzeln der Gewalt. Nach dem Moratorium kommt der wahre Islam. Über das politische Projekt von Ramadan sind wir zwar schon bestens orientiert, durch Autorinnen wie Caroline Fourest oder Gudrun Eussner, auch Ralf Gadhban, und alle, die das Projekt des politischen Islam kennen, aber nun kommt ein Schmid und klärt auf, damit auch der fatwenverfolgte Philosoph Robert Redeker die Republik von Schmid&Ramadan kennenlernt:

Von den europäischen, nicht-migrantischen Intellektuellen und Linken will er dabei lediglich respektiert werden – was ihn interessiert, ist die Herstellung ideologischer Hegemonie über seine eigene Community, von der er freilich noch deutlich entfernt ist. Deswegen auch mischt er seinen Diskurs häufig mit linken, kapitalismuskritischen Versatzstücken, und benennt sein politisches Projekt als den Islam innerhalb der Republik.

Der Respekt der Linksfaschisten ist dem Islamofaschisten sicher. Der Mann wird  freilich mehr als respektiert von der linken Mafia, er wird protegiert, siehe Ziegler und Konsorten. Schmid:

Das Europäische Sozialforum (ESF), das Mitte November in Paris (2003 dS) und drei seiner Trabantenstädte stattfand, sollte deswegen auch als Resonanzboden für diesen Diskurs dienen. Da das ESF als pluralistische Veranstaltung all der Kräfte, die (irgendwie) für eine Veränderung der Gesellschaft eintreten, eine sehr offene Struktur aufweist, klinkten sich auch Tariq Ramadan und seine Vereinigung seit einem Jahr in Vorbereitungstreffen ein. Da diese allen offen stehen, störte sich auch erst einmal niemand daran, dass junge Moslems und Söhne sowie Töchter arabischer Einwanderer sich präsent zeigten, im Gegenteil, denn gerade in diese benachteiligten Bevölkerungsgruppen wollte man ja mit dem Sozialforum hinein wirken. Dabei war vielen wohl nicht immer klar, dass sie es dabei mit einer (halbwegs) strukturierten politischen Strömung zu tun hatten.

Schon von der „Strömung“ gehört, die die Demokratie so zu verändern wünscht, dass sie aufhört zu existieren? Diesem Schmid ist offenbar  nicht recht klar, aus welcher Strömung die Sympathie für die Steinigungen entströmt, denn er strömt mit.

Ab September 2003 sorgte Tariq Ramadan dann für Furore mit einem Text, der durch seine (meist jungen) AnhängerInnen verbreitet wurde. Dessen Formulierung war eher soft gehalten, dennoch sollte er aber eine kommunitaristische Frontstellung schaffen. In ihm beklagt Ramadan, namhafte französische jüdische Intellektuelle seien in ihren Stellungnahmen bezüglich Israels und der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten nicht von universellen Prinzipien, sondern von einer kommunitaristischen Herangehensweise in Bezug auf Israel geleitet. Dabei bildet sein Text aber kein offenkundiges Hetzpamphlet, keinen Hassaufruf gegen die jüdische Bevölkerung: Tariq Ramadan schreibt auch, muslimische Intellektuelle hätten universelle Werte zu akzeptieren und den Terrorismus, den Antisemitismus und diktatorische Regime wie in Saudi-Arabien und in Pakistan klar zu verurteilen, was nicht gerade ein typisch islamistisches Statement darstellt.

Doch, durchaus. Die Taqiya ist typisch islamisch, was denn sonst. Unter Terrorismus versteht man in den Kreisen von Schmid&Co. wohl den Staat Israel.

Schmid:  Im Gegenzug fordert Ramadan jüdische Intellektuelle auf, sich gleichermaßen auf einen kritischen Standpunkt gegenüber Israel zu stellen.

Wie ausgewogen! Die jüdischen Intellektuellen sollen Israels Reaktion auf den Terror  gleichermassen wie die islamischen Terrororganisationen verurteilen? Ein netter Einfall vom Ramadan und seinem Gesandten Schmid. Schmid stellt richtig, dass Israel auf eine Stufe mit der Hamas und der Hizbollah gehört. Er befindet sich nämlich auf dem Stand von 68. Aber er weiss zu differenzieren, er stellt alles richtig und berichtigt dabei die Ramadan-Gegner so, dass Ramadan als der differenziertere  Gesprächspartner übrigbleibt, der nicht so ist, wie Nicolas Sarkozy unterstellt. Zunächst tut er ein wenig Ramadan-kritisch:

„Dabei wirft Tariq Ramadan verschiedene Intellektuelle in einen Topf, die ein unterschiedliches Profil aufweisen, auch wenn ihnen einige politische Positionen gemeinsam sind“.

um handkehrum zur Kritik Sarkozys auszuholen, der ihn weit mehr enerviert als Ramadan:

Zwar trifft der Vorwurf von Innenminister Nicolas Sarkozy anlässlich einer kurzen Fernsehdebatte mit Ramadan am 20. November (aus der letzterer als Verlierer hervor ging) nicht zu, dass Ramadan die Betreffenden mit Anreden wie le juif Lévy (der Jude Lévy) belegt habe. So plump und aggressiv ist der Text bei weitem nicht gehalten. Dennoch nimmt Ramadan eine Einteilung vor, die von einem Denken in festen (politisch-religiösen) Bevölkerungskategorien vorgeprägt zu sein scheint.

Womit Herr Schmid zu verstehen geben möchte, dass Ramadan nicht so plump ist, wie man meint, sein Denken scheint nur ein wenig  „vorgeprägt“ zu sein… (wie mag denn das von Schmid geprägt sein?).

Konkret nennt Ramadan vor allem:

Alain Finkielkraut, ein früherer 68er, der seit einigen Jahren zunehmend rechtslastig wird; Finkielkraut zog und zieht seit seinem Bruch mit der Linken bevorzugt gegen den Antifaschismus als kommunistische Gut-Böse-Ideologie zu Felde und verurteilte die Anti-Le Pen-Demonstrationen 2002 als demagogischen Alarmismus dort, wo es keine Faschismusgefahr gibt;

Bernard-Henri Lévy, der eher zu einer linksliberalen Jet-Set-Intelligenz gehört; er bereist gerne Länder für kurze Zeit, um hernach im Stil des Bescheidwissers seine profunden Weisheiten zum Besten zu geben, ­ sein jüngstes Buch zu Pakistan wurde jüngstes von einem Pakistanspezialisten in der New York Review of Books einem (berechtigten) Totalverriss unterzogen;

– Pierre-André Taguieff, ein ehemaliger Linker und nunmehriger Unterstützer des republikanischen Patrioten Jean-Pierre Chevènement; er schrieb Anfang 2002 La nouvelle judéophobie (Die neue Judenfeindschaft).

Dabei leistet Ramadan sich einen schweren Fauxpas,..

Einmal raten. Der „schwere Fauxpas“, den Schmid ausmacht, der hier in seinem Element ist gegen die Intellektuellen der von links verteufelten Gegenseite seiner auf dem Stand von 68 stehengebliebenen Ideologie, hat nichts mit Ramadans Islamofaschismus und dem authentisch islamischen Antijudaismus zu tun, nur mit der Verwechslung eines Nichtjuden als Juden!

… indem er alle Beteiligten aufgrund einer behaupteten Tendenz zum jüdischen Kommunitarismus kritisiert, dabei jedoch auch den Nichtjuden Taguieff kurzerhand eingemeindet.

Auch ein antijüdische Hetztext ist für Schmid natürlich „insgesamt“ kein solcher, weil er ihm aus dem Herzen spricht. Da muss Schmid doch den Nichtjuden Taguieff in Schutz nehmen gegen den Verdacht, ein Jude zu sein.  So etwas lässt Herr Schmid nicht mal auf einem Ex-Linken sitzen. Denn Herr Schmid ist ein richtiger deutscher Richtigsteller:

Insgesamt stellt Ramadans Text jedoch keinen offenen Hetzaufruf dar, sondern ist eher im Ton einer notwendigen Verständigung von einer Community zur anderen gehalten ist. Prominente französische Juden haben seiner erhobenen Grundforderung (die Muslime sollten sich von Regimen wie dem saudischen und vom Terrorismus distanzieren, und die jüdische Bevölkerung solle nicht reflexartig die israelische Politik verteidigen, was viele ihrer Mitglieder auch gar nicht tun) sogar explizit zugestimmt..

Was für eine israelische Politik gegen den moslemischen Terror hätte Herr Schmid denn gern?  Die Politik des europäischen Appeasement?

Zu Ramadans Einstellung zum islamische Massenmordterror, den er als Intervention bezeichnet:

http://www.campusreportonline.net/main/search.php?search_what=

(…) Dieser Text ist wegen seiner Denkraster, der benutzten Schemata kritikwürdig und rief alsbald Widerspruch unter den Vorbereitungsgruppen für das Europäische Sozialforum hervor. Ein Nazi-Pamphlet oder faschistisches Dokument war es jedoch nicht. Dass dies in der Debatte mitunter unzulässig behauptet oder nahe gelegt worden ist, hat Ramadan im Endeffekt vielleicht noch eher einen Opferstatus eingetragen.

Aber gewiss doch sind die Dokumente des Islamofaschismus keine faschistischen Dokumente, faschistisch, rassistisch sind nur die Islamkritiker, gegen die er schamlos hetzt, wenn es sich um kritikerinnen handelt. Ein jeder Hund von Denunziant weiss, in welche Richtung er bellt und in welche er wedelt. Dass man Ramadan bei SOS-Racisme ins Visier nimmt, statt  nach Art von Schmid die Kritiker des Islamofaschismus als Rassisten zu denunzieren, geht Schmid total gegen den Strich:

Harsche Attacken gegen Ramadan brachte in den letzten Wochen vor dem ESF zunächst SOS Racisme an, (…)  SOS Racisme, die seit ihrer Gründung Mitte der 80er Jahre eine .. Vorfeldorganisation der französischen Sozialdemokratie darstellt (…), beansprucht ihrerseits eine Hegemenierolle als vorgeblich legitime Vertretung der migrantischen Bevölkerung. In ihr ist SOS Racisme freilich eher diskreditiert, da sie (wohl zu Recht) als Auffangbecken für Karrieristen und falsche Basisorganisation verrufen ist.

Nun folgt, was bei auch bei Herrn Schmid verrufen ist:

Ende Oktober legten einige sozialdemokratische Politiker, unter ihnen SOS-Mitbegründer Julien Dray, nach. Im sozialliberalen Wochenmagazin Le Nouvel Observateur klagten sie Ramadan eines Verbrechens gegen die Republik an, wobei sie sich im Ton reichlich vergriffen, wenn sie ihn unverhüllt als Faschisten (eine nicht zutreffende Bezeichnung) titulierten. Einem derart geschickten, und deswegen auch tendenziell gefährlichen, Prediger wie Tariq Ramadan (der vor allem für die Einwandererjugend gefährlich sein kann, die er in eine religiös-kommunitaristische Falle locken würde) kann man so aber nicht beikommen, vielmehr droht man ihm so die Chance zu geben, sich zum Opfer zu stilisieren.

Einen Islamofaschisten als Faschisten zu bezeichnen, das ruft den deutschen Richtigsteller auf den Plan, der hoch über dem Juden Finkielkraut steht, welcher „stehengeblieben“ ist, da er nicht auf der Entwicklungsstufe der linken Bruderschaft von 68 steht.

Diese Frontstellung aber hat dazu geführt, dass Ramadan von vielen Linken, und gerade auch politisch aktiven linken Juden (wie Pierre Khalfa von den SUD-Gewerkschaften), zunächst tendenziell verteidigt wurde.

Wir wünschen diesen Ramadan-Verteidigern kein böses Erwachen. Sie leben ja in Frankreich und nicht in Israel. Auch in den USA wurden antisemitische Schwarze mit Vorliebe von jüdischen Intellektuellen und Bürgerrechtlern verteidigt, für die erstere freilich nicht die geringste Vorliebe zeigten.

Angesichts des Powerplays der Sozialdemokraten haben die anderen linken Formationen (Grüne, KP, Trotzkisten) schlussendlich das Recht Tariq Ramadans auf Teilnahme am ESF verteidigt. Von der Form her hatten sie mit dem Argument durchaus Recht, dass ein administrativ verkündeter Ausschluss ein denkbar schlechtes und ungeschicktes Ende gebildet hätte. Die Frage ist hingegen, ob ihnen auch allen die Risiken, die dennoch (um von der Sache selbst zu sprechen) mit dem Diskurs von Tariq Ramadan verbunden sind, bewusst waren. Einige Teilnehmer widersprachen, so der linke Bauerngewerkschafter José Bové: Er erklärte, es sei legitim, die Teilnahme von Menschen jeglicher religiösen Herkunft zu wünschen, allerdings müsse man dabei gerade aus den Determismen heraus kommen.

Alles klar? Sozialdemokraten distanzieren sich aus Furcht vor Wählerschwund von Bruder Ramadan, die revolutionäre  Möchtegern-Macho-phallanx, die sich den randalierenden „Jugendlichen„, die in den Vorstädten  Frauen und Mädchen überfallen, so brüderlich verwandt fühlt, solidarisiert sich:

Das Bestreben vieler Linker war auch von dem Ansinnen geleitet, nicht die migrantische Bevölkerung und ihre Jugend ausgrenzen zu wollen, und ein Gefühl bzw. einen Diskurs der victimisation (der permanenten Opfer-Rolle) zu verstärken.

Diese Sorge der Ausgrenzung hat der frauenbepöbelnde Kumpan, der sich im  rot-islamgrünen=braunen Sumpf  der Sexualfaschisten aller Länder suhlt, nicht, wenn es um die Frauen geht, – weder Geschlechtsapartheid noch Verfolgung der Dissidentinnen sind für das linkslastige Herrenmenschlein ein Problem.

Diese Ausgangs-Absicht war legitim. Dabei wäre es jedoch sehr sinnvoll, wenn man dabei zwischen den Kadern (etwa den Funktionären des Softcore-Islamismus à la Ramadan) und ihrem Publikum unterscheiden würde. Zweiteres anzusprechen ist interessant, während Erstere wohl kaum die selben langfristigen Absichten wie die Linke hegen.

Schau an, Herr Schmid hat gemerkt, dass Herr Ramadan, gegen dessen Ansichten er ansonsten nicht so viel einzuwenden hat ausser dem „Kommunitarismus“ (die Umma als totalitäre Konkurrenz für den Internationalsozialismus…), noch etwas anderes anstrebt als die Kumpane von  Schmid, dem die Genossen von der Sozialdemokratie freilich suspekter sind als die Muslimbrüder. Seine Tonart Ramadan gegenüber ist das, was man kritischen Respekt  nennen könnte. Also der kriecherische Respekt des linken Machos vor dem Moslemmachos, dessen faschistischen Geschlechtsrassimus Herr Schmid sich hütet in irgendeiner Weise zu disqualifizieren, so wie er den Protest dagegen denunziert.

Die rüden Ausfälle von Schmid gegen Islamkritikerinnen wurden über labournet u.drgl. hinaus wohl kaum bekannt. Nun hat dieses Netzwerk der links willigen HelferInnen wieder Gelegenheit, sich zu einem Kopftuchstreit zu äussern. Inzwischen wird auch in Deutschland eine ansonsten linksfromme türkische Abgeordnete von Moslems massiv bedroht, weil sie zum Ablegen des Kopftuchs aufrief. Patriarchale Frauenbevormunder vom deutschen Islamrat griffen sie an mit dem Vorwurf, sie würde die  moslemischen Frauen „bevormunden„, die sie im Gegenteil ermutigt hatte, sich von der Bevormungung durch den Kopftuchzwang zu befreien….

Auf welcher Seite steht da wohl der deutsche Wachtposten, dem Kopftuchgegnerinnen suspekt sind, die  sich die Frauenrechte nicht von linken Dogmenmeistern und jedem kleinen Bürschchen aus dem linksextremen Männerstall vordiktieren lassen? In welcher Form wird die Hatz gegen die Islamkritikerinnen und Ex-Muslimas  nun fortgesetzt? Vielleicht indem mann die sog. „moderaten“ Muslimas, oder was man dafür hält, die nicht den Islam kritisieren, sondern nur das Kopftuch ablegen möchten, lobt? Oder tritt der Mann demnächst als Richtigsteller und Schiedsrichter gegen die türkischen Muslimas in Deutschland auf, die gegen das Kopftuch zu protestieren wagten?

Der Sumpf, aus dem die linken Unkenrufe gegen Frauen wie Necla Kelek, Chaddortt Djavann oder Hirsi Ali kommen, ist noch lange nicht trocken gelegt. Seyran Ates und Lale Akgün von der SPD und Ekin Deligöz von den Grünen sind zwar bei weitem nicht so islamkritisch wie eine Hirsi Ali oder Chaddortt Djavann, aber für die linken Brüder der Muslimbrüder dürften sie bereits eine Belastung darstellen. In der linken Umma verteidigt mann lieber einen Ramadan gegen „zu weit“ gehende Kritik als sich mit den Morddrohungen gegen die Kopftuchgegnerinnen aus dem islamischen befassen zu müssen, die klar ausdrücken, was  die Ramadan-Bruderschaft „soft“ vernebelt. Aber das ist nicht die Sorge von Schmid.

Schmid zur Debatte auf dem Europäischen Sozialforum:

Auf dem ESF selbst wurde Ramadan zu zwei Podiumsdiskussionen hinzugezogen: Am 14. November ging es um Religionskritik und die Rolle von Religion im Widerstand gegen die herrschende Weltordnung.

Zu dieser „Rolle“ von Ramadan bei Attac konnte  man bei Gudrun Eussner  schon längst das Nötige nachlesen. Der Richtigsteller hütet  sich, auch nur einen einzigen der konkreten Kritikpunkte an dem Moslembruder näher zu erörtern, gar seine namhaftesten KritikerInnen auch nur zu erwähnen. Er stellt nur „richtig“, was er nicht mal zitieren kann. Man muss sich diesen Diskussionszirkus mit den Gesellen von Meister Ramadan auf den links drehenden Karussellen nur  richtig ausmalen:

Am 15. November vormittags dann stand die Debatte zu Antisemitismus, Rassismus und Islamophobie auf dem Programm. Zu Zweiterer wurde Ramadan natürlich, nach der Debatte im Vorfeld, von allen Seiten erwartet und bewegte sich wie auf rohen Eiern.

Schmid bewegt sich ebenfalls wie auf rohen Eiern, nur dass er dabei ungeschickter vorgeht als der Kommunitarist von der universalen Konkurrenz-Umma. Nicht gewillt, auf den Inhalt der Kritik einzugehen, diskreditiert er die Rassismus-Vorwürfe, indem er sie als  sozialdemokratisch etikettiert, womit er sie entkräftet zu haben glaubt.  (Wie schon die deutschen Kommunisten zur Nazizeit mit dem Feindbild Sozialdemokratie.)   

Zu weit geht er dabei freilich auch nicht, d.h. nicht so weit, die Genossen als Rassisten zu etikettieren. Wer wie er die Religion von Ramadan für eine Rasse hält und Islamkritik für rassistisch, weiss, dass ein Genosse von der richtigen Klasse ist und kein Rassist. Auch wenn der so weit ausrasstet, dass er zu weit geht mit der Ramadan-Kritik.

Ramadan war bereits im Vorfeld zum Star erhoben worden ­ vor allem auch durch die (teilweise ungeschickte) Kampagne in linksliberalen und den sozialdemokratischen Medien, deren Berichterstattung zufolge sich das ESF weitgehend auf Ramadan zu reduzieren schien.

Wie geschickt muss denn die Kampagne sein, damit sie Ramadan und seinen linken Gläubigen gefällt? Wenn der Islamofaschist gross rauskommt bei den Linksfaschisten, dann ist das nach Schmid wohl die Schuld seiner Kritiker, die nicht so geschickt wie er die Taqiya beherrschen.

(…)Tariq Ramadan, der sich gegen eine Pressekampagne gegen seine Person wandte, musste übrigens angesichts seines Publikums einen potenziell peinlichen Versprecher korrigieren. Zuerst hatte er verächtlich von einer Banlieue-Presse gesprochen, die ihn gern falsch oder aus dem Zusammenhang gerissen zitiere. Dann, nach einer kurzen Denkpause, setzte er nach: Natürlich habe er nichts gegen die Banlieues (Trabantenstädte) und ihre Bewohner, er habe nur sagen wollen, dass eine bestimmte Presse… Sollte der kurze Zwischenfall gezeigt haben, dass der Moraltheologe jene sozialen Unterschichten in den Banlieues, unter denen bzw. in deren Jugend er ein Publikum findet, in Wirklichkeit nur als Fußvolk und Manövriermasse schätzt? Ramadan konnte gerade noch den verpatzten Eindruck abwehren.

Hier spricht die linke Moralideologie im globalen Wettbewerb um das Fussvolk, das Ramadan ihrer Genossenschaft abwirbt, die um die Interessen der weiblichen Mehrheit des Fussvolks so ungemein besorgt ist! Mit einem Burschen wie Schmid in Paris als deutschem Oberaufseher über die politische Frauenmoral…   Schon 1940 gab es grosse Mengen von Landsleuten von Schmid-Format in Paris…, eine Art Schmidmenge, die gewisse Schnittmengen mit Schmid gemeinsam hatte trotz anderer Partei, aber auch die verstand sich schon bestens mit den Vorfahren von Ramadan. Auch heute noch vermischen sich die Farben sinnfällig, wenn man nicht nur in Berlin wieder zusammen mit den Muslimbrüdern an der Demo marschiert, wobei jene Linke, in der Schmid stehengeblieben ist, auf die rechten Standpunkte von vor 45 zurücgefallen ist, von denen aus man schon damals mit den Ramadan-Verwandten kooperierte.  Man muss der Sache nur ein wenig auf den Grund gehn, dort findet man dann das Verbindende.

In der Sache plädierte Ramadan für einen Universalismus, zu dem aber jeder selbst vordringen müsse, indem er sich selbst auf den Grund gehe und dort das Universelle fortfindet.

Von Universalismus versteht man bei den Internationalsozialisten von Attac etwas. Und wie man vom totalen Universalen, welches Mohammed und Marxpropheten offenbart haben, zum Grund, auf den jeder selbst vordringen muss, vordringen kann mit Hilfe des richtig gesteuerten Kollektivs, das zeigt der Koran für den Fall, dass das weibliche Individuum noch nicht bis zum Grund des universalen Männerrechts vorgedrungen ist, und die Vorstellungen von Herrn Ramadan noch nicht zum Bestandteil der weiblichen Persönlichkeit geworden sind.

Den Islam definiert er dabei implizit als Bestandteil der Persönlichkeit des Einzelnen. Letzterer könne durch das Studium der Quellen und in der Auseinandersetzung mit ihnen (Ramadan lehnte eine buchstabengetreue, dogmatische oder konservative Auslegung ab) zu sich selbst gelangen, als Voraussetzung für eine Teilnahme am Universellen und am Dialog mit anderen. Dabei tritt Ramadan zwar nuanciert auf (durch seine Ablehnung eines Wort-für-Wort-Befolgens beispielsweise des Koran)…

Beispielsweise muss man das Schariarecht noch nicht sofort wörtlich befolgen, man kann noch ein Moratorium einlegen. Aber man darf die Frauen schon mal verprügeln. Was auch Bruder Tariq ausdrücklich gutheisst, z.B. in einem Interview mit FACTS, und nie widerrufen hat. Aber was kümmert das Herrn Schmid.

http://www.campusreportonline.net/main/search.php?search_what= :

Jacques Jormier, one of the leading Islam experts, puts it: one does not modernize Islam but Islamize modernity.

Schmid (kritisch!) : Dennoch nimmt er ein im Kern reaktionäres Axiom an. (Axiom: Eingangsbehauptung, als richtig vorausgesetzte Aussage.) Denn wenn der Islam irgendwie Bestandteil der jeweiligen Persönlichkeit ist, dann kann das Individuum auch nicht aus freier Entscheidung zum Religionskritiker, Gottlosen oder Atheisten werden. Es bleibt also, auch wenn Ramadan die Diskussion und Kritik unter Gläubigen zulässt, im Kern ein Determinismus bestehen.

Ein richtiger Schmid merkt wirklich alles. Besonders wenn er Caroline Fourest gelesen hat, was er  sorgfältig verschweigt. Nichts entgeht ihm. Ausser dass  alles von jenen Religionskritikerinnen, insbesondere den Ramadan-Kritikerinnen bestbekannt ist, die der schlaue Absahner nicht nennt. Zumal er einer Auseinandersetzung mit ihnen nicht gewachsen wäre, die auch gar nicht auf dem Forum dieser Männer-Umma auftreten.

Und hier noch die Schmidsche Richtigstellung der Ramadanschen Position zur Frauensituation im Islam, der alle unsere Erwartungen erfüllt, indem er die üblichen Gemeinplätze der Apologetik scheinbar ein wenig kritisiert um sie nur um so besser richtig zu platzieren.

Ferner zeigte Ramadan sich zwar als Kritiker der Situation von Frauen in islamisch geprägten Gesellschaften, führte diese jedoch nicht auf die Religion und ihr Gebäude an Ge- und Verboten zurück. Sondern (quasi allein) auf die historisch gewachsenen Kulturen der Gesellschaften, die sich auf den Islam berufen, und das mitunter missbräuchlich täten. Das ist richtig und falsch zugleich: Einerseits stimmt es, dass der Islam (dessen historische Praktiken natürlich auch vielfältig sind: mal relativ liberal oder mit vor-islamischen Praktiken und Glaubens- oder Aberglaubensvorstellungen durchmischt, mal rigoros) natürlich nur den ideologischen Überbau darstellt, der über das Fundament einer bereits zuvor bestehenden Sozialordnung darübergelegt wurde. Etwa über die Strukturen des traditionellen, spezifischen Patriarchats der Gesellschaften im erweiterten Mittelmeerraum, das historisch auch in katholischen Ländern am Mittelmeer anzutreffen ist. Ferner trifft es zu, dass eine Reihe von Praktiken durch den Islam gerechtfertigt werden, die aber gar nichts mit dieser Religion zu tun haben, etwa die Mädchenbeschneidung in Ägypten und manchen westafrikanischen Ländern. Andererseits bleibt es eben auch richtig, dass die islamische Religion, wenn man sie einmal von allen ihr uneigentlichen Rückständen gesellschaftlicher Praktiken abgetrennt hat, dennoch eine Reihe von Vorschriften enthält, die eine bestimmte Rolle der Frau festschreiben. Tariq Ramadan macht es sich (vor einem größerenteils nicht-muslimischen Publikum) viel zu einfach, wenn er alle Übel auf dem Rücken der Traditionen, die es vom Islam selbst zu unterscheiden gelte, abzuladen versucht.

Allein der onkelhafte Frauenbelehrerton des deutschen Richtigstellers, der die Pose des Abklärers mit dem nötigen Überblick einnimmt und eine Biedermannsmiene aufsetzt, um die unsäglichen Barbareien des islamischen Männerrechts, das der Denunziant der Islamkritikerinnen wohlweislich mit keinem Wort erwähnt, ein wenig zurechtzurücken, ohne deren Propaganda dem Bruder in irgendeiner Weise zu verübeln, ist dégoutant.

Islamisch gerechtfertigte Barbareien, wie die Genitalverstümmlung (Schmid hütet sich, sie so zu nennen) wie auch die zwar vorislamische, aber scharia-legalisierte Steinigung sind für den deutschen Richtigstellmeister eine Reihe von Praktiken, die nicht nur nach Ramadan & co nichts mit der Religion des Islam zu tun haben. Selbst wo er nicht abstreitet, dass es sich um islamische „Praktiken“ handelt, werden Greuel wie die Steinigung nach Scharia diskret als eine „Reihe von Vorschriften“ verpackt,  die die „Rolle der Frau festschreiben“, eine „Rolle“ die für Herren-Menschen vom Kleinformat Schmid ebensowenig ein Ärgernis ist  wie das Moratorium, das Ramadan vor der vollen Einführung der „Rolle“ im Westen empfiehlt. Steinigung als „Rolle“ der Frau?

Die Logik von Ramadan& Richtigsteller ist , was den ersten angeht, die Apologetenroutine  eines intellektuellen Drillmeisters totalitärer strukturierter Denkweisen, und was den zweiten betrifft, ein Musterschüler-Beispiel für die Unterwürfigkeit  des deutschen Duckmäusers gegenüber den neuen Glaubensgesandten, in deren „Rolle“ er eine Aufwertung des eigenen linken Glaubensschule wittert. Der Islam das Opium der Linken auf ihrer  Suche nach der neuen revolutionären Klasse in Europa. Die Beurteilung von Ramadan bleibt brüderlich milde wohlwollend verständnisvoll, das Urteil über seine Kritikerinnen ist von primitivem Diffamierungswillen diktiert.

Dass die Barbareien, die der Islam als Religionsrecht voll legitimierte,  schon vor dem Islam existierten, besagt nicht, dass sie nicht mit dem islamischen Recht zu tun hätten, das sie als das einzige der Welt  bis heute festschreibt und nach dem sie bis heute in islamischen Staaten legal an Frauen verbrochen werden. (Schmid vermeidet es sorgfältig die „Rolle“ der Frauen im Islam auch nur näher zu benennen. Der Herrenmensch will den Untermenschenstatus der Frauen nicht kennen.) Es gab übrigens auch schon ein römisches Recht vor dem heutigen  europäischen, und Methoden des heutigen Strafrechts wie das Einsperren waren durchaus schon vorher bekannt. Haben sie deshalb nichts mit dem heutigen Recht zu tun?

Die Schmidsche Methode  des Richtigstellens von Sachverhalten, die bereits völlig klar sind, ist der Ramadanschen nachempfunden. Weshalb man aber nicht sagen kann, sie hätte nichts mit Schmid zu tun, nur mit Ramadan. Der im Ramadanstil schwadronierende, pardon, doktorierende Frauenbelehrer ist ebenso ein Abwiegler wie der von ihm pseudokritisch korrigierte und gezielt entschärfte Moslembruder.  Pikant sind da Sprachregleungen wie die Mädchenbschneidung, womit die Genitalverstümmelung diskret neutralisiert wird, um sie der weit weniger grausamen Knabenbeschneidung quasi gleichzustellen. Von Verstümmelung zu reden, findet Schmid zu krass. Auch hässliche Tatbesrtände wie Steinigung kommen in seinem Rollengerede gar nicht erst vor. Wie würde das denn heissen? Erdbestattung unter Einsatz von natürlichen Bodenelementen, die aus vorislamischer Zeit stammen? Oder vielleicht Festschreibung der Rolle der Frau durch Befestigung im Boden?

Die sprachlichen „Richtigstellungen“ bzw.  Sprachregelungen der Islambeschöniger zwecks Relativierung der Barbareien sind fester Bestand des islamophilen Newspeak. Steinigungen, Auspeitschen, Köpfen, lebenslanges Fraueneinsperren im Harem, das als Eherecht geheiligte Vergewaltigungsrecht in Form von Kinder- und Zwangsehen, – alle diese Monstrositäten des Islam, sanktioniert als geltendes Recht dieser inhumanen  Gesetzesreligion, verblassen bei Schmid zu gewissen Praktiken und Vorschriften, sprachlich unkenntlich gemacht in ihrer bestialischen Monstrosität.

Der Richtigsteller ist ein Falschmünzer, der auf die Entskandalisierung der Gewalt dieser Religion aus ist, die die Menschenrechte der Frauen wie keine andere massiv verletzt und liquidiert, von ihren Anfängen unverändert bis heute. Es handelt sich nicht nur um „gewisse Praktiken“, über vom Islam nur darübergelegt (!) wurden, sondern es geht um das authentisch barbarische islamische Männerrecht, das von seinen Anfängen bis heute nach dem Vorbild des Propheten in seiner nackten  Rohform praktiziert wird, und das in allen Einzelheiten seiner Barbareien, die Schönfärber Schmid diskret umgeht, anderweitig längst durchleuchtet worden ist. Dazu brauchen wir keine Ramadan-Bereiniger.

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Das augenwischerische Argument aller Apologeten des Islam, das Schmid sich zu eigen macht, lautet, der Islam habe auch nichts mit dem Patriarchat zu tun, über dessen Strukturen er nur darübergelegt sei.

Dass es sich beim Islam um eine atavistische Rohform des Patriarchats selbst handelt, bleibt unaussprechlich, man hält das islamische Recht selbst wohl nicht für patriarchal, sondern nur für eine Art Verkleidung von patriarchalen Strukturen. Auch beliebt bei den Wischiwaschfrauen, die sich bemühen, den  Islam reinzuwaschen von jedem Verdacht, eine Männerherrschaft zu sein.

Auch die neueren Verkünder des Islam, wie die Moslembrüder Ramadan, die  einen Karawanenräuber, Kriegsbeutemacher, Sexualsklavinnenhalter, Haramsherrscher und Kritikerschlächter,  Kinderehenvollstrecker, Mord-auftraggeber, Ungläubigenverfolger uund  Judenmörder als Vorbild für die moslemische Jugend  predigen, bestreiten den islamischen Ursprung der Gräuel des Islam. Schmid möge doch erklären, was an des Propheten Worten und Praktiken, die seine Apologeten gutheissen und legitimieren, falsch überliefert und nicht islamisch sein soll.  Ist der Prophet etwa vorislamisch?

Nun, das würde den Kopf von Schmid zu sehr strapazieren. Schon die Frage, was denn am Koran und seinen Gewaltbotschaften, an der Gewaltlegitimation gegen Frauen, Juden, Christen, Ungläubige,  Abtrünnige  so unislamisch sein soll, würde Schmid überfordern. Vielleicht erläutert er das in seiner Diss, dass der Prophet das alle gut gemeint hat, es nur falsch interpretiert wurde? Falls seine  Diss sie in Frankreich nicht angenommen werden sollte, können wir ihm Prof. Schulze aus Bern empfehlen, zusammen mit Friedli und Ziegler, die Herren werden’s dem Richtigsteller schon richten. Schmid stellt nämlich die gesamte Lehre und Geschichte des Islam richtig und erklärt uns bestimmt auch noch, dass die Geschichte des Islam unislamisch war. Die richtige beginnt mit Schmid&Ramadan. Denn erst der von Schmid richtiggestellte Ramadan ist ein richtiger Ramadan, wir kannten bisher scheint’s nur den falschen. Was so ein richtiger Richtigsteller vom Schmidformat  ist, der weiss vielleicht auch, welche Steine für die Steinigungen die richtigen sind, und welche die falschen, die  unislamischen? Und was ein richtiges Moratorium ist. Ist das nun islamisch oder unislamisch?  Herr Schmid bewegt sich nicht wie auf Eiern, sondern wie auf spitzen Steinen um die Sache rum, wenn er das so ausdrückt wie oben zitiert::

Andererseits bleibt es eben auch richtig, dass die islamische Religion, wenn man sie einmal von allen ihr un-eigentlichen Rückständen gesellschaftlicher Praktiken abgetrennt hat, dennoch eine Reihe von Vorschriften enthält, die eine bestimmte Rolle der Frau festschreiben. Tariq Ramadan macht es sich (vor einem größerenteils nicht-muslimischen Publikum) viel zu einfach, wenn er alle Übel auf dem Rücken der Traditionen, die es vom Islam selbst zu unterscheiden gelte, abzuladen versucht.

Einerseits und anderseits. Einerseits dürfen die Steine nicht zu gross sein, aber anderseits auch nicht zu klein. Einerseits darf mann die Frau verprügeln, andererseits, wie sagt doch der Islamgelehrte, soll man das so machen, dass man keine sichtbaren Spuren hinterlässt.

„Eine Reihe von Vorschriften, die eine bestimmte Rolle vorschreiben“ – das  ist eine besonders gelungenes Beispiel von Neusprech-Schmiermittel Marke Schmid,  das den Islam einschmilzt. 

Wenn ein Islam-Umschleimer wie Schmid, der gegen IslamkritikerInnen ausspeit und den Haremsherren Honig um den Bart schmiert, der den Agenten Allahs respektvoll hofiert,  ihn nur ein wenig korrigiert – nicht etwa  kritisiert, nur richtigstellt, wonach der Mann umso besser dasteht, – wenn dieser kompetente Dauerdoktorand, dessen sich Herr und Frau Deuber-Ziegler  annehmen müssten, schon Moslem wäre und in der Lage, sich eine bis vier Frauen zu halten nach den Vorschriften des Koran, die zu zitieren er sich hütet,  würde er nicht nach alten Strukturen in Europa handeln, sondern nach den Vorschriften des Koran, die eine bestimmte Rolle der Frau im Harem festschreiben, wonach der Mann die Frauen festsperren darf. In Frankreich sind die No-Go-Zonen der Moslemmilieus auch haram für die Polizei und die Monogamie für Moslems nicht rechtsverbindlich, Polygamie wird offiziell geduldet. Seine Kompetenz als Frauenlehrmeister könnte vom Koran beglaubigt sein.

So en passant versucht er dem Publikum rund ums Sozialforum auch noch unterzujubeln, dass es in den katholischen Ländern Europas dieselben Strukturen gebe wie die im Islam, welch letztere aber nichts mit der Religion zu tun haben sollen.  Merke: Wenn eine muslimische Bruderhorde einen Frauenmord zur Männerehre begeht, dann ist das nicht islamisch sondern vorislamisch und hat nichts mit der Religion zu tun, die die Frauenversklavung explizit legalisiert. Für die linke Mafia müssen alle Verbrechen an Frauen, die der Koran legitimiert, nicht islamisch, sondern christlich sein.

Ansonsten muss Ramadans Diskurs auf zwei unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden: Er unterscheidet implizit zwischen der Ebene der légitimité (dessen, was von der Religion her legitim, also moralisch korrekt ist) und jener der légalité (dessen, was vom Gesetz her, von der gesellschaftlichen Regel her dem Einzelnen abverlangt oder aufgezwungen werden kann). Etwa auf das Verbot der Homosexualität durch die Religion angesprochen, antwortete Ramadan in Ivry-sur-Seine, er erinnere lediglich an das religiöse Tabu, dennoch verurteile er alle Formen von Verfolgung homosexueller Personen. So habe er den Strafprozess gegen 51 Homosexuelle in Ägypten vor einem Jahr kritisiert.“

Schmid ist ein gelehriger Mitspieler im Hütchenspiel Ramadans, mit dem einmal diese, dann wieder jene Definition hervorgezaubert wird, mit der die Verbrechen des islamischen Rechts gerechtfertigt werden, und zwar ganz gleich ob nun von légitimité oder légalité die Rede ist. Ein Schmid geht dem Hütchenspieler willig auf den Leim, da er nicht einmal zu fragen in der Lage ist, was denn im Koran steht, auf dem die Praxis der Scharia basiert. Es sind nur noch trickreiche Wortspiele, mit denen die laufenden Verbrechen des Islam gegen die Menschlichkeit weggezaubert werden sollen.

Im Interview  der >Weltwoche mit Ramadan erwies sich der faule Zauber als ziemlich durchsichtig. Ramadan war nicht willens, die kritischen Fragen, die Schmid gar nicht erst stellt, zu beantworten und wurde so wütend, dass er das Interview abbrach. Der Hütchenspieler wünschte nicht, dass seine Tricks beleuchtet statt respektvoll als etwas allenfalls Ergänzungsbedürftiges akzeptiert wurden. Schmid schluckt das ganze Gebräu von Ramadan. Es schmeckt ihm nämlich ganz gut. Nur nach aussen muss er noch ein wenig richtigstellen,  was von ganz anderen als ihm längst in alle Richtungen analysiert wurde.  Er findet anerkennende Worte für die wahren guten und schönen Absichten des Moratorium-Moslem:

Tatsächlich siedelt Ramadan seine Aktion vor allem auf dem Feld der légitimité an: Er möchte die Überzeugung seitens der Individuen befördern, dass dasjenige, was die Religion von ihnen fordert, richtig und erstrebenswert sei. Umgekehrt misst er dem Feld der légalité eher geringe Bedeutung bei, da er weiß und verstanden hat, dass in einer modernen (und, in den europäischen Ländern, auf Dauer mehrheitlich nicht-muslimischen) Gesellschaft eine strafbewehrte, durch die gesellschaftlichen Institutionen mit Zwang durchgesetzte Regel keinerlei Aussicht auf Erfolg oder Akzeptanz hätte. Daher wendet Ramadan sich von der letztgenannten Aktionsebene ab, was ihm wiederum als Argument gegenüber seinen Kritikern dient: Er rede doch gar nicht der Ausübung eines Zwangs auf die Individuen das Wort.

So kann man’s auch sagen. Also sagen wir, ein Neonazi, der ein Moratorium für den nächsten Holocaust vorschlägt wie die Hamas, und die Vernichtung Israels zur Zeit noch nicht sofort durchgeführt sehen will, sondern zum richtigen Zeitpunkt, wäre nach Schmid einer, der sich zunächst mal von der letztgenannten Aktionsebene absetzt und dem Feld der Bestrafung der Ehebrecherinnen, pardon, der Juden, wie der Koran es vorschreibt, eine vorerst eher geringere Bedeutung beimisst. Hübsch gesagt vom Hütchenspieler.

Das stimmt, was die legale, gesetzliche, institutionelle Ebene betrifft, aus oben genannten Gründen.

Mit diesem Satz drückt Schmid implizit den ihm eigenen Respekt vor totalitären Strukturen aus, eben das, was der Moslembruder mit dem Moratorium meint. Denn die legale Ebene für Steinigungen oder auch die Einführung legaler kleiner Sex-KZs, jedem Haremsherrn nach seinen Bedürfnissen, ist noch nicht erreicht. Weshalb auch Herr Schmid folgsam bleibt. Der Trickser-Onkel Doktor Ramadan ist schliesslich eine Kapazität.

Und gegenüber einer Autorität aus dem islamischen Patriarchat  verhält sich ein jeder Doktorand mit Ambitionen bei Ziegler&Co., ein jeder Hund von Denunziant, der eine Islamkritikerin als Rassistin ankläfft, die den Geschlechtsrassismus dieser barbarischen Religion bekämpft, so servil wie nur ein Schosshündchen, das alles apportiert, was es von Allahs Agenten aufgelesen hat.

Anders sieht es aus, wenn man seine Absichten auf dem Feld der légitimité betrachte: Hier möchte Ramadan eine möglichst weitgehende Akzeptanz für die Regeln der Religion, und eine (möglichst starke) freiwillige Unterordnung unter diese Regeln befördern.

Was unter der Beförderung einer freiwilligen Unterordnung zu verstehen ist, sollte der deutsche Oberlehrer vom Lehrer- labournet Schmid vielleicht den Pubertanden und Pädagogen unter seinen Genossen noch näher erläutern, Submission? Oder wie ist die Unterordnung unter die Religion der Unterwerfung zu verstehen, in der freiwilliges Verlassen nicht vorgesehen ist? Möglichst weitgehende Akzeptanz für die Frauenunterwerfungsregeln einer Religion, die die Frauen der Kontrolle der männlichen Hauspolizei unterordnet, und das hat das Saatfeld gefälligst einzusehen, dass der Mann es bestellen kann, wie und wann er will. Das nennt Mann dann weitgehende Akzeptanz. Die Prügelregel dieser Religion macht’s möglich, dass das Frauenprügeln nach Koran und allen weiteren Frauenunterwerfungsregeln des heiligen Rechts dieser Männergewaltreligion auch bei den linken Männern auf weitgehende Akzeptanz stossen. Bei Schmid ist diese Akzeptanz besonders weitgehend.

„Dabei bezieht er sich sicherlich nicht auf die französische Gesamt-Gesellschaft, sonden auf die muslimischen Minderheiten, auf die Einwandererbevölkerung. In diesem Sinne kann man ihn als kommunitaristischen Intellektuellen bezeichnen: Er will einer ganz bestimmten Bevölkerungsgruppe eigene Lebensregeln, die als legitim betrachtet werden sollen, geben. Das ist nicht universalistisch, sondern deterministisch und Bestandteil reaktionärer Identitätspolitik; dieser Diskurs muss aber auf subtile Art und Weise zerlegt und kritisiert werden.“

Sehr interessant, was Schmid da so alles da offenbart. Nicht die Regeln selbst, die  der Frauenzuchtmeister Ramadan akzeptiert haben möchte in der  „Community“ der vom Koran gewaltermächtigten Frauenbesitzer, sind das Problem für den deutschen Bruder, sondern dass er sie angeblich nicht für die französische Gesamtgesellschaft vorgesehen hat – noch nicht, was Herrn Schmid aber verborgen geblieben sein muss.  Solange das Moratorium für die Huddudstrafen noch nicht universal ist, sondern erst für die muslimische community gelten soll (netter Name für die Ghettos der Gewalt gegen Frauen),  wie diese Ummakolonien so schön heissen (klingt irgendwie zivilisatorisch modern), ist es für Schmid&Co. noch nicht ganz das Wahre. Erst die totale Globalisierung des Islam wäre das, was mann sich so vorstellt unter Brüdern? Wir fragen uns doch, ob Herr Schmid nicht mitbekommen hat, dass es genau das ist, worauf Ramadan&Co. in Kooperation mit Attac hinauswollen. Über mangelnde Universaliätsanprüche des Islam kann er sich kaum beklagen? Wie heisst es doch: Universal Islamic declaration of Human rights? Aber noch ist es nicht so weit, noch hat Herr Schmid Vorbehalte. Nicht solche, versteht sich, wie gegen die ihm höchst  suspekten Islamkritikerinnen, aber doch Vorbehalte, was die Zusammenarbeit mit den Konkurrenz-Kommunitariern angeht, die die linke Community in ihrer Universalität nicht zu benötigen scheinen, wie sehr die sich auch um sie bemüht und sie richtig verstehen möchte.

Die notwendige Kritik an dem, wofür Tariq Ramadan steht, wurde auf dem Podium tatsächlich auch formuliert.

Tatsächlich? Ist es möglich! Schmid scheint selber überrascht zu sein, dass dort  überhaupt Kritik an Ramadan geübt wird auf diesem Podium, denn im Grunde ahnt auch er, dass das nicht der Ort für Kritik an Ramadan ist…

So befanden sich drei erklärte Ungläubige oder Atheisten auf dem Podium, die mit Ramadan diskutierten. Der Psychologe Miguel Benassayag, argentinischer und jüdischer Herkunft, gab sich zwar einerseits als Kritiker der etablierten Religionen zu erkennen, machte andererseits aber auch Ausführungen über das legitime Bedürfnis an Spiritualität gegenüber dem utilitaristischen, sinnentleerten Menschenbild des Neoliberalismus, die beim Verfasser dieser Zeilen ziemliche Bauchschmerzen hervor riefen.

Die Bauchschmerzen des Verfassers der obigen Zeilen sind am aufschlussreichsten bei dem, was ihm keine solchen verursacht. Etwa beim Moratorium.

Allerdings sprach er sich (als ehemaliger Hippie, der die sexuelle Revolution praktizierte) auch gegen jede Form von Unterdrückung der Frauen oder Unterdrückung der Sexualität aus, sich direkt an die RepräsentantInnen des Islam auf dem Podium und im Publikum wendend.

Noch ein linker Spezialist für die Frauenbefreiung durch eine Männerreligion… von Papa Marx zu Mohammed..  In diesem Milieu muss man schon ein Hippy sein, um  sich gegen die jede Form von Frauenunterdrückung aussprechen zu dürfen, die der Islam legalisiert. Menschenrechtskonventionen gegen Diskrimnierung in all of it’s forms reichen scheint’s nicht aus.

Der französisch-brasilianische marxistische Philosoph Michael Löwy wiederum präsentierte sich selbst als Jude, ungläubig und Atheist. Sein Thema war die Befreiungstheologie am brasilianischen Beispiel. Löwy berichtete über seine Begegnung mit Vertretern der Befreiungstheologie in den Knästen der brasilianischen Militärdiktatur, deren Mut und Engagement bewunderswert gewesen sei. Jene hätten aber nicht zwischen Gläubigen und Ungläubigen unterschieden, sondern nach der gesellschaftlichen Rolle der verschiedenen Protagonisten. Damit hätten sie aber auch nicht den Anspruch erhoben, die Gesellschaft nach den Regeln der Religion zu formen, sondern an diesem konkreten Punkt eine materialistisch begründete Position bezogen. Zum Abschluss formulierte Löwy eine Reihe von Knackpunkten,(…)

Es handelt sich um echte Knackpunkte für Herrn Schmid, der hier einiges zu bewältigen hat, was seine Richtigstellungen keineswegs geknackt, sondern nur auf die übliche Tour verpackt haben… Schmid liegen diese Knacknüsse schwer im Magen, das macht die Bauchschmerzen, verursacht von den richtigen Knacknüssen für jeden linken Knallkopf aus der Bruderschaft der Respektvollen, die die Religion eines Ramadan nur soweit richtig stellen möchten, dass sie noch besser in die universale linke Totale passt. Aber hier die Knacknuss, die dem Mann noch den vollen Genuss des universalen Islam verdirbt (weil die Sozialdemokraten auch von Frauen gewählt werden wollen und überhaupt noch Wahlen stattfinden statt nur noch Sozialforen bzw. Räte zur Zubereitung einer islamisch befreiten Republik unter Führung von Attac): Wie heisst die Knacknuss?

…..an denen jede sich als Befreiungsideologie bezeichnende, religiös begründete Ideologie zu messen sei: Ihre Haltung zur Rolle der Frau, zur Gleichberechtigung der Geschlechter, zur Unterdrückung oder Nichtunterdrückung des Individuums. Ramadan, der selbst mit den Vokabeln einer islamischen Befreiungstheologie jonglierte, gab darauf eher ausweichende Antworten ab.

Also genau wie Herr Schmid, der der Kritik des islamischen Patriarchats von Seiten seiner feministischen Gegnerinnen, die er nicht verträgt, ausweicht und das, was er davon aufgelesen hat, einerseits verwendet, anderseits nicht verdauen kann, sowas gibt Magenverstimmung.

Insgesamt zeigte diese Debatte, dass es zwar an Kritik an problematischen Ideologien nicht mangelte, dass aber letztendlich in dieser Debatte die unterschiedlichen Grundsatzpositionen eher unvermittelt nebeneinander standen.

Was Richtigsteller Schmid bei seiner Richtigstellung der Ramadan-Elogen, mit der er selber Ramadan mehr Recht gab, als dass er richtig stellte – wie bei der islamischen Legitimierung von Barbareien als angeblich nicht islamisch –  zu vermeiden trachtete. Denn Schmids Position ist so gegensätzlich nicht zu der der totalitären Konkurrenz.

Zwar wurde Ramadan, zu Recht, mit Kritik an seiner religiös-kommunitaristisch fundierten Ideologie konfrontiert.

Woran wie gesagt ein Mann von der richtigen linken Community Anstoss nimmt, nicht an den Fundamenten der religiösen Doktrin, die in den Kolonien der Umma gilt, sondern weil es (noch) nicht die richtige community ist. Dass die religiöse wächst, während die linke abnimmt, muss frustrierend sein. Nun Schmids Schlusswort:

Allerdings bleibt das Gefühl zurück, dass dabei ein wichtiger Fehler unterlaufen ist. So widersprachen verschiedene Personen (auf dem Podium wie aus dem Publikum) Tariq Ramadan, doch waren sie alle weder arabischer noch sonst moslemischer Herkunft. Damit konnte Ramadan für sich in Anspruch nehmen, der Vertreter dieser Minderheit, dieser Community auf dem Podium zu sein. Wie viel interessanter wäre es gewesen, einen Redner wie Ramadan mit einer Atheistin moslemischer Herkunft, einer algerischen Marxistin, einer ägyptischen Feministin zu konfrontieren! Zumal solche Personen ihre Erfahrung mit dem Diskurs von Figuren à la Tariq Ramadan haben (seine Schritt-für-Schritt-Strategie bei der Durchsetzung religiöser Legitimität ist an jene der Muslimbrüder angelehnt). Vielleicht lassen sich ja so in Zukunft die kommunitaristischen Grenzen aufbrechen – wenn sie sich bis dahin nicht noch weiter verhärtet haben.

Es wäre in der Tat viel interessanter gewesen, hätte Ramadan keine islamophilen Linken als seine „Kritiker“ vor sich, sondern echte Islamkritiker. Wir wär’s denn mit Hirsi Ali gewesen? Aber die Islamkritikerin vermisste der Diffamierer der Islamkritikerinnen berstimmt nicht. Dafür wünschte er sich mehr weibliche Hilfskräfte seiner Kirchenväter, eine algerische Marxistin  oder eine ägyptische Feministin – möglichst eine, nicht wahr, die nichts von westlicher feministischer Einmischung in die Angelegenheiten der Mullahregime wissen will, ja das gefällt den Frauenbevormundungs-bürschchen mit den ewig grünen Schnäbeln, vielleicht Nawaal al Sadaawi? Oder was darf’s denn sein, wenn schon Frauen mit der Herkunft von Chaddort Djavann nicht erwünscht sind, die dem deutschen Burschen Bauchschmerzen machen. Soviel Kritik am Kopftuch wie von Djavann, die die Wahrzeichen des Islam mit dem Hakenkreuz vergleicht, verträgt der Richtigsteller nicht. Der ja nur die kommunitaristischen Grenzen, die noch zwischen der islamischen und den linken totalitären Brüdern bestehen, aufbrechen möchte. Da stören Frauen wie die, die sich beidseits nicht in diese Grenzen einsperren lassen, nicht nach dem Kommando der intellektuellen Mullahs noch der roten deutschen Burschenschaften parieren, sondern sich amüsieren über sie. 

Wir wissen nicht, was  Schmid von labournet als nächstes vorhat, doktorieren oder konvertieren, um die Grenzen zur allseits umworbenen community zu durchbrechen. Wenn er letzteres zuerst machte, wäre ersteres einfacher. Doktorand Schmid sollte unbedingt mit Professor Schulze vorgestellt werden.

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