universal patriarchal

Posted on Juni 11, 2010

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Machos in der Krise – Patriarchen diskutieren ihre Lage –

so der Titel eines Berichts über eine Diskussions-Runde in der Berner Mittelandztg. vom 22.8.09:

Ein Iraker, ein Serbe, ein Türke, zwei Rumänen und ein Tibeter wurden von der MZ an einen Tisch gebeten, um ihre Rolle als „Familienfürsten“ zu diskutieren.

Zu Fragen wie „Dulden sie einen Seitensprung ihrer Frau?“ oder ob Schweizer „Weicheier“ seien und Schweizerinnen „zu freizügig“.

Wir stellen uns vor, man bitte eine Runde Nazis zu einer Diskussion über ihre Lage unter den Juden, ob Juden zu viele Rechte haben und ob Staaten, in denen sie gleichberechtigt sind, von „Weicheiern“ regiert werden. Das Ganze wird als „eine ungewöhnlich Aussprache“ präsentiert.

Auf dem Balkan, im Irak, in der Türkei herrschten die Männer noch, lässt die MZ wissen. Es scheint aber nicht gut bestellt um die Lage der Herren im Haus, die erst in der Schweiz diskussionsreif geworden ist.

„Ereignisse und Dramen aus dem Umfeld, Nachrichten in der Zeitung frischen das archaische Bild augenscheinlich immer wieder auf.“

Ei was für ein archaisches Bild mag das sein, dass uns aus „Nachrichten aus der Zeitung“ immer wieder aufgefrischt wird? Ob die archaischen Sitten und Bräuche noch frisch sind? In der Frischhaltepackung des Koran aufbewahrt?

„Da ist von Zwangsheirat die Rede, von Blutrache und Familienehre.“

Ist das nur die Rede von Zwangsheirat oder ist das vielleicht die Realität?

Was von der Runde der sechs ausgewählten Patriarchen zu erfahren ist, ist zwar alles bekannt, aber es klingt z.T. immer wieder märchenhaft. So berichtet einer der Männer, dass die Braut nicht an ihrer eigenen Verlobung teilnehmen dürfe – in Albanien. Aber diese Geschichte spielte in der Schweiz..(geschehen am 30. Mai 2009) im rechtsfreien privaten Raum des Migrantenmilieus, wo das weibl.  Privateigentum nicht nur seinen Besitzern heilig ist, sondern auch der Schweizer Justiz, die es nicht antastet. Diese Anekdote ruft Heiterkeit hervor. Zwangsheirat hahaha. Das Publikum findet das scheint’s belustigend. Da greift der Türke ein und meint, die Grenze zwischen archaisch und modern sei zu schnell gezogen, auch in der Schweiz dürfe die Tochter nicht ohne weiteres mit ihrem Freund unter einem Dach schlafen.

In welchem Alter bitte? Die Frage stellt die MZ aber nicht. Auch dass die Tochter in der Schweiz nicht ermordet wird vom Familienclan, wenn sie einen Freund hat, der der Familie nicht gefällt, fällt dem Verfasser nicht auf. Man lässt sich vom Türkenpascha das Schweizer Recht erklären.

Moralische Grenzen seien „beweglich“, meint der Iraker, ohne die Markierung der Grenzen für die Frau mit dem Messer an der Kehle zu erwähnen. Beispiel: ein Iraker schickte seine Frau, eine Schweizerin, aus dem Schwimmbad nach Hause, wenn ein anderer Iraker in der Nähe ist. Zum Glück ist keine Frau in der Nähe, die die Runde etwas aufmischt, sodass sich alle im gleichen Swimming-pool tummeln können, ohne von Schweizern gestört zu werden. Sie haben etwas zu verteidigen – gegen den „Zerfall der Schweizer Familie.“ Die Familie scheint schon zerfallen zu sein, wenn die Frau nicht gehorcht. Das ist Sittenverfall. Der Türke hat eine klare Vorstellung im Kopf, um dem Zerfall vorzubeugen: „Jeder Mensch hat die moralische Grenze im Kopf“, zitiert ihn die Mittellandzeitung. Ob die männerüberwachte Frau dieselbe Grenze im Kopf hat wie ihre Brüder, dazu wird er aber nicht befragt. Hier ist der Mensch immer noch männlich.

„Im westlichen Liberalismus stecke die Gefahr, dass der einzelne das Gefühl für die eigene Verantwortung verliere.“

Auch dieser schöne Satz wird ohne Murren geschluckt.

Da die einzelne aber nun nicht der einzelne ist, sondern Teil eines entrechteten weiblichen Kollektivs, hat der einzelne die Verantwortung für die einzelne bis zu ihrem gewaltsamen Tod, der einzeln oder kollektiv vollstreckt wird, wenn sie dem einzelnen nicht gehorcht oder dem Kollektiv nicht behagt, wie der Koran es vorschreibt. Aber diese Details interessieren die MZ nicht so sehr. Der Islam kommt nicht vor. Dafür zitiert die MZ den Türken noch mit dem Satz:

„Es gibt doch ein universales Prinzip: Nur so weit frei zu handeln, als man andere in ihrer Freiheit nicht stört.“

Eine Maxime der Aufklärung, weiss die MZ. Hierzu müsste ihr allerdings noch einiges mehr einfallen, z.B. dass die Frauen, die in ihrer Freiheit massiv gestört werden durch das moslemsiche Herrenrecht, offenbar nicht gemeint sind mit dieser „Aufklärung“ übers Familien-Pascharecht. Dann wagt die MZ doch eine Frage: wie die Männer reagieren würden, wenn die Frau Ehebruch begeht. Ob sie ihr das verzeihen würden? Der Türke gibt klare Auskunft:

„Das kann man nicht tolerieren.“ Er würde sich dann scheiden lassen, andere würden töten. Die Drohung ist unverkennbar, da kann die Frau wohl froh sein, dass sie nicht umgebracht wird, was der Mann scheint’s tolerabler findet als einen  Ehebruch. Auch der Iraker stimmt zu, in diesem Punkt kein moderner Mensch zu sein.

O-Ton MZ:

“Alle denken sie so (wie der Türke), der Serbe, der Tibeter, die Rumänen.  Und der einzige Schweizer im Saal, der Journalist, bekennt: ‚auch bei mir ging das – wie Sie sagen – irgendwie bis auf die Knochen’. Wir schauen uns an. Plötzlich eine Art Stammesbrüder: sieben Männer, sieben grundverschiedene Kulturen – ein einziges Männerempfinden.“

Wenigstens gibt er’s zu, der Journalist vom Schweizer Stamm. Und fragt noch: „Wie ist denn das zu erklären?“

„Wie ist denn das zu erklären?“

Immerhin plaudert hier einer aus, was in sog. islamkritischen christlich dominierten Blogs verleugnet wird, als gäbe es da keine Kumpelei und Kumpanei der Brüder über die archaischen Religions- und Stammes-grenzen hinweg. Was wir seit langem als den Grund für die  Akzeptanz des Islam durch seine westlichen Kollaboranten beschreiben. Die MZ fragt sogar weiter:

„Hätten gewisse Züge des Patriarchats am Ende eben doch nicht kulturelle oder religiöse Wurzeln, sondern gründeten auf einem allgemeinen Programm? Auf des Mannes supranationaler Furcht, betrogen zu werden, die Frau zu verlieren?“

Da findet tatsächlich einer heraus, dass die Herrschaft der Männer etwas mit den Männern zu tun haben könnte, die sie ausüben… ein zwar höchst einfacher, aber auch in höchstem Grade tabuisierter Gedanke. Widerspricht er doch allen linken Denkkommandos, dass die Kultur absolut nichts mit der Natur derer, die sie hervorbringen, zu tun hat…

Wie stark die patriarchale Kulturnorm in den Köpfen der versammelten Patriarchatsvertreter verankert ist, bezeugt sodann der Tibeter, der seit acht Jahren in der Schweiz ist und dort schlimme Dinge gehört hat: von Männern, die mit dem Hammer auf die untreue Frau einschlagen, einer habe Selbstmord begangen, und „immer lag die Schuld bei der Schweizerin!“

Ob Mord oder Selbstmord, die Frau ist schuld! Ob das dem Journalisten auch einleuchtet? Den Frauen scheint es doch weniger einzuleuchten, aber die kommen hier besser nicht zu Wort, drum muss man ihnen auch einhämmern, was ihre Pflicht ist gegenüber ihren Herren!

Einen der beiden Rumänen stört es aber dann doch, dass die Männer in den Ausländergemeinschaften mehrere Frauen haben dürften, die Frauen sich nichts dergleichen erlauben dürften. Eine Meinung, die auch unter Schweizern  nicht sehr weit verbreitet ist, denn von daher ist uns kein nennenswerter Protest gegen die multikulturell legitimierte Vielweiberei bekannt, die im Islam legal ist. Es wird ja ,mit der Scharia geliebäugelt und die EKR kennt keine islamisch legitimierten Verbrechen gegen Frauen. Nun gibt es doch noch Einspruch von der MZ:

„Es gibt unglückliche Ehen. Es gibt arrangierte Ehen. Es gibt Gefühlsermüdung. Ehe als Gefängnis.“

Das Wort Zwangsehe wird sorgfältig vermieden, um die Männer nicht zu überfordern. Dafür wird das Wort „Herz“ aufgeboten, um sie milde zu stimmen (von Menschenrechten der Frauen wagt niemand zu reden, das Wort Recht wird auch streng vermieden, die Paschas werden wie frisch entdeck eingeborene Stammesangehörige behandelt, denen Zivilisation, Humanität und Menschenrechte nicht so schnell zuzumuten sind):

Wenn eine Frau sich einmal übers Herz befreien kann – oder befreien will – ist das unverständlich? Wenn sie zurückkommt…

Allein diese herzige Frage beinhaltet den ganzen Kotau vor der patriarchalen Barbarei. Wenn sie zurückkommt! Und wenn nicht?! Darf man sie dann umbringen? Die MZ führt sich auf, als wäre sie die schuldige Ehefrau, die bei den Paschas um Verständnis betteln muss …

Der Türke: „Es ist ein Schlag“.

Die MZ verzichtet gezielt darauf, zu fragen, ob der „Schlag“ das Schlagen der Frau rechtfertigt.

„Alle seufzen. Furchtbar! Das berührt ganz tief alle Familien- und Gesellschaftswerte.“

Dass es die patriarchalen Gesellschaftswerte ganz tief trifft, dürfte klar sein. Der Tibeter formuliert, was uns auch schon in Schweizer Primaten-Paschaversion begegnet ist:

„Dass die Schweizer Männer zuviel Angst vor ihren Frauen haben.“

Auch wir trafen schon auf ein noch lebendes Schweizer Musterexemplar der fossilen Art, das uns in allen Treuen versicherte, ein Schweizer* Mann, der die Frauenrechte anerkenne, sei ein „Dulder“. Jurassic parc is everywhere. Politikerinnen waren für ihn nicht geheure „Emanzen“, nur eingekaufte Frauen aus der Dritten Welt konnte er noch verkraften. Sensible Männer mögen sich über diese Atavismen amüsieren, aber sie existieren noch.

*Seine eigene Frau sieht man nicht, sie hat offenbar zuviel Angst, sich hier blicken zu lassen, gar mitzureden. Auch die MZ scheint Angst davor zu haben, dass die Frauen der versammelten Herren mitreden könnten, sonst würde sie versucht haben, auch sie zu interviewen. Angst vor Prügel? Vor Absage? Der Iraker bringt nun doch das Recht ins Spiel:

„In der Schweiz ist das Gesetz stark. Deshalb braucht es keine starken Männer oder starken Frauen, die gewissermassen das Gesetz sind.“

Er spricht damit aus, was das atavistische Männerrecht ausmacht: Der Mann ist das Gesetz im Haus. Er hat schliesslich die Polizeigewalt, das Männerfaustrecht. Der Sklavenstatus der Frau bleibt zwar unbenannt und ist der Zeitung auch ganz  unbekannt, man hat es lieber herzlich, doch mit dem Gesetz ist immerhin die Grenze zwischen dem Rechtsstaat und dem Faustrecht markiert. Alle wissen es, niemand spricht es klar aus. Die Worte Rechtsstaat und Demokratie fallen nicht in diesem Artikel. Einer meinte: „Der Liberalismus hat nun mal seinen Preis.“

Dass der Rechtsstaat die Preisgabe des Faustrechts bedeutet, darauf kommt man nicht. Einem der Rumänen fällt dann noch der Clou ein: über 70 Prozent „der Leute weltweit“ würden im Matriarchat leben.

Fehlte noch einer, der erklärt, die Kriege würden von Frauen geführt, die Genocide von Frauen initiiert, Vergewaltigungen seien weibliche Kriminalität und Zwangsehen eine matriarchale Sitte. In Rumänien, meint der Rumäne, hätte die Baba am meisten zu sagen gehabt. Dann muss Ceaucescu ja eine Baba gewesen sein. Die den Frauen die Verhütung verbot, was das Massenelend der Waisenkinder zur Folge hatte. Wahrscheinlich hält der Rumäne die rumänischen Waisenhäuser für matriarchale Einrichtungen, weil sie weibliches Personal dort arbeiten liessen unter den grausamen patriarchalen Gesetzen des Verbots der Geburtenkontrolle.  Auch die Securitate muss eine matriarchale Institution gewesen sein. Keine Schweizer Weichhirne widersprachen. Kein Wort von Sexualität.

„Trotz Sprengstoff kein Pulverfass“ schreibt die MZ zufrieden mit dem Event.  Sagte nicht schon Musil, dass in der Schweiz alles wie in nasser Watte versinkt? Wenn man das Pulver genügend einweicht, ist es kein Sprengstoff mehr.

Die Runde fand in Suhr statt, wo das Quartier Wynematten zur Hälfte von  Ausländern bewohnt wird, sechs von 10 Straftaten werden von Ausländern aus dem Machomilieu begangen. Die MZ lobt ausdrücklich den „Takt und Respekt“, mit dem das Ganze abgewickelt worden sei, das Gespräch mit den Patriarchen stattfand. Wenn man vom fehlenden Respekt gegenüber den Frauen absieht, ist das doch ein recht respektables Ergebnis!

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Ein Teil der Diskussion galt den Erziehungsmethoden der Familienfürsten. Die haben bekanntlich zwischen liberalen und autoritären Formen auch in der Schweiz einen gewissen Ermessensspielraum, in dem noch nicht gegen das geltende Recht verstossen wird. Von Gewalt war da nicht die Rede. Die Frage ist nur,  ob die

Familienfürsten auch das Recht haben, gegenüber erwachsenen Frauen erzieherische Gewalt auszuüben. Wir waren ja nicht dabei und wissen nicht, ob es jemandem von der MZ überhaupt aufgefallen ist, dass die versammelten Familienherren sich allesamt nicht im Besitz irgendeiner Erziehungsgewalt gegenüber ihren Ehefrauen befinden, die sich sich gleichwohl herausnehmen, wenn sie erklären, was toleriert werden kann und was nicht – und zwar einseitig. Vielleicht ist das der MZ auch nicht so klar.  Aber dazu müsste die Lage der Frauen diskutiert werden.

Rat der Religionen wägt die „Güter“ ab

„In der Schweiz gibt es auf eidgenössischer oder kantonaler Ebene keine Gesetze, die eine teilweise oder eine integrale Verschleierung verbieten“, lesen wir in der BaZ  v. 22. Juni 09 zum Thema Burka, die in Fankreich Proteste im Namen der Menschenrechte auslöste. Nein, die Menschenrechte der Frauen unter der Burka sind kein Thema in der Schweiz. Man stelle sich vor, hier würden Männer von Frauen zwangsweise in schwarze Säcke gesteckt, das makabre Schauspiel als Religion erklärt mit Prügellizenz – da wäre die Schweizer Justiz aber schnell auf dem Plan, von der Linken flankiert, und der Spuk der Freiheitsberaubung wäre im Nu verboten. Aber Frauen kann mann in aller Ruhe in Säcke stecken, denn Freiheitsberaubung von Frauen ist „Religionsfreiheit.“

„In der Schweiz geht die Religionsfreiheit“ vor, heisst es in der Baz v. 22.6. Aber klar doch, die Männerfreiheit zum Religionsterror gegen Frauen geht jeder Frauenfreiheit vor. Dazu hat man auch den „Rat der Religionen“ in Bern, den Männerreligionsrat, der erklärt, Probleme mit der Verschleierung träten „nur selten auf“ in der Schweiz. Baz:

„Generell, so sagt Markus Sahli vom Rat der Religionen, versuche man in Grenz- oder Konfliktfällen eine pragmatische Lösung zu finden. Aus diesem Grund müsse es eine Güterabwägung geben, erklärt auch der Sprecher des eidgenössischen Justizdepartements, Folko Galli.“

Der Männerrat der Religionen in der Schweiz weiss, was für Frauen gut ist und ist kompetent zur „Güterabwägung“ zwischen Religionsrecht und Menschenrechten der Frauen, die auch dem eidgenössischen Justizdepartement nicht so geläufig sind, dass die Frage der Einsperrung von Frauen in Säcken noch „abgewogen“ werden muss gegen die Freiheit zum Religionsterror. Ein so hohes Gut sind die Menschenrechte der Frauen den Schweizer Mannen nicht, dass sie vor dem Religionsrecht kämen. Wer da abwägt, sind exklusiv Männer, vereint im Rat der Religionen. Die Verschleierten wägen nicht mit ab. Sonst werden sie daheim verprügelt oder umgebracht.

Zwar ist das islamische Kopftuch einer Lehrerin im Unterricht verboten worden von einem Schweizer Gericht, da Staatsvertreter in der Öffentlichkeit zur religiösen Neutralität verpflichtet sind, aber einer Muslima deshalb die Einbürgerung zu verweigern, lehnten die Bundesrichter ab. Die Frage, ob man nicht einer Familie, die ihre Töchter zur Verschleierung  zwingt, die Einbürgerung verweigert, wird erst gar nicht gestellt, denn das ist die eigentlich brisante Frage: der Kopftuchzwang, der mit dem Urteil in keiner Weise angetastet wird. Er wird mit dem Urteil verschleiert. Die Bundesrichter halten die Verweigerung der Einbürgerung wegen des Kopftuchs für eine Diskriminierung – welche Diskriminierung der Islam für die Frauen darstellt, dazu schweigt das Bundesgericht. Denn es gilt Religionsnarren-Freiheit.

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