Emmanuel Todd oder passen Sie auf was Sie sagen

Posted on April 27, 2009

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Islamisierung ist Ent-Islamisierung

Die grosse Illusion

23.4.08

“ In der «NZZ am Sonntag» vom 20. April 2008 ist ein längeres Interview mit dem Demografen Emanuel Todd erschienen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Todd“ \t „_blank

Nach seinem Bestseller «Weltmacht USA – ein Nachruf» hat der Historiker und Demograf zusammen mit seinen Co-Autor Youssef Courbage eine neue Schrift publiziert. Im Buch «Die unaufhaltsame Revolution» vertreten die beiden Autoren die These, dass der islamistische Terror und Fundamentalismus nur noch die letzten Zuckungen der Tradition auf dem Weg in die Moderne sei. Im Gegensatz zum neoliberalen Dogma, demgemäss die wirtschaftliche Globalisierung der Motor für in die Moderne sei, sehen Todd und Courbage die Alphabetisierung als bewegendes Element in die moderne Zivilisation.“
Universelle Tendenz Richtung Demokratie“
http://www.edemokratie.ch/archives/513

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Universelle Tendenz Richtung Demokratie?

Das ganze Interview in der NZZ, von dem „edemokratie“ online eine kleine Zusammenfassung bringt,  ist nicht im Internet abrufbar. Daher noch einige Auszüge aus der NZZ am Sonntag, die nicht etwa Robert Redeker interviewt, der Todd über den real existierenden Islam aufklären könnte (der ist schwerer erreichbar als der Herr mit dem gefahrlosen Job am Nationalen Institut für Demografie in Paris, wo auch die Ko-Autoren aus dem koordinierten Kulturkreis gut aufgehoben sein dürften). Titel des NZZ-Interviews:

„Die grosse Ent-Islamisierung“
Todd zur islamischen Gewalt:

Die islamistische Gewalt darf in keiner Weise verharmlost werden.“

So die Einleitung zur anschliessenden Generalverharmlosung der islamischen Gewalt zur „islamistischen Gewalt“.

Es gehört zum Repertoire aller Gewaltbeschöniger und Islamveredler, dass sie sich gern mit der Eingangsfloskel, man dürfe die islamische Gewalt nicht verharmlosen, vorstellen. Um dann handkehrum zur Beschuldigung des Christentums oder des Westens für die andauernden  Verbrechen des Islam zu schreiten. Ähnlich der auch beliebten Erklärung aus dem Milieu der Islam-  Gewalterklärer und -verklärer, man müsse die Sorgen der Bevölkerung „ernst nehmen.“
Wo diese Behauptung fällt, geht es in der Regel darum, den Grund der „Ängste“, wie der Protest gegen  die Gewalt des  real existierenden genannt wird, zu relativieren und wegzudefinieren. Wir stellen hier einen sog. Bevölkerungsexperten vor (einen  „Demografen“ der die Islamisierung Europas umtauft in Ent-Islamisierung, gemäss dem britischen Newspeak-Begriff für den islamischen Terror, der nun „antiislamische Aktivitäten“ heisst. Bei Emmanuel Todd, dem Mann  fürs Gröbste an der groben Geschichtsfälschung, ist der Islam nicht nur im Begriff, sich zu modernisieren, sondern seine real existierende Gestalt ist kein Grund, sich dagegen aufzulehnen. Alles, was wir vom Islam kennen, ist bei Todd nur „islamistisch“. Bernard Lewis lässt grüssen. Und Edward Said, denn wir wissen nichts über den Islam. Den kennt nur die Islamlobby in Europa. Während  die Illusionen Bassam Tibis vom Euro-Islam in Europa langsam verblassen auch in den Medien, frischt die NZZ am Sonntag mit Emmanuel Todd das Märchen vom Advent des demokratisierbaren Islam wieder auf.
 
Todd: „Dennoch sollten wir uns im Klaren sein, dass sie bisher deutlich weniger Opfer gefordert hat als die Übergangskrisen im christlichen Europa.“

Wir sollten uns im Klaren sein, dass Todd wissentlich Abermillionen Tote, Ermordete, die dem islamischen Imperialismus im Vorderen Orient und im fernen, in Indien, in Nordafrika, in der Türkei zum Opfer fielen (laut dem Indienexperten Konraad Eelst allein ca 80 Millionen Tote in Indien nach der blutigen Invasion der Mohammedaner) unterschlägt.. Auch die Säuberungen von Christen im Nahen Osten (vgl. Bat Ye’Ors Studien zur Dhimmitude, die Todd wohlweislich ebenfalls auslässt), sind für ihn nicht der Erwähnung wert. Aber die Kriege für Allah sind offenbar keine islamische Gewalt und die tägliche millionenfache islamische Gewalt gegen Frauen schon gar nicht. Das sind lediglich „Bräuche.“ Der Mann müsste vielleicht mal verschleiert werden und zwangsverheiratet und dann weggesperrt. Vielleicht würde sich sein Gewaltbegriff dann etwas entzaubern.  

Das Argument von den angeblich „deutlich weniger Opfern(n)“ erinnert an den Einfall von Sloterdijk zum 11. September, der weniger Opfer gefordert habe als die jährlichen Verkehrstoten in den USA. Er hat nur übersehen, dass die nicht gezielt ermordet werden und auch z.t. selber an ihren Unfällen schuld sind als Raser oder Betrunkene. Und dass die „deutlich weniger Opfer“ des islamischen Terrorismus nur die Spitze des Eisbergs sind, der in den Tiefen des geschichtlichen Ozeans verschwunden zu sein scheint ist und für Todd nicht mehr sichtbar ist. 

Die Verharmlosung ist gezielt verlogen, denn der Mann vergleicht die historischen Opfer der europäischen „Übergangskrisen“ nur mit dem heutigen islamischen Terror, reduziert also die islamisch geschichts-notorische Gewalt auf den sogenannten  „islamistischen Terror“ der Moderne, als habe es davor keine islamische Gewalt gegeben, deren Opferzahlen die des christlichen Europa überbieten dürften, für das Todd dann umso tiefer in die historische Klamottenkiste greift, aus der sich die Linke so gern bedient, wenn es gilt, die Gewaltgeschichte des Islam zu verschleiern. 

Todd: „Sogar wenn man den algerischen Terror und die iranische Revolution mitrechnet, hat die islamische Gewalt bis heute weniger Blut gekostet als die Revolutionen in Frankreich und in England, der Protestantismus und der Nationalsozialismus.“

War der Nationalsozialismus ein heiliger Religionskrieg im Namen des Christentums? Todd kennt keine islamische Gewalt vor dem algerischen Terror und vor der iranischen Revolution. Zu schweigen von der gewaltsame Islamisierung Persiens, vom Überfall auf Indien, der Eroberung Zentralasiens, Nordafrikas, Spaniens  – alles gewaltlose Ausbreitung? Die Geschichte der islamischen Gewalt beginnt bei Tod im 20. Jahrhundert.
 
NZZ: „Immerhin haben die europäischen Revolutionen grosse Demokratien hervorgebracht. Halten sie so etwas auch in den muslimischen Ländern für möglich?“

Todd unterscheidet nicht zwischen der Unterwerfung der „Ungläubigen“ als Ziel der islamischen Gewalt und den Befreiungsbewegungen der westlichen Welt und geht davon aus, dass es keinen Unterschied gibt zwischen den Kulturen, womit er die Multikultigarde bedient, die sich zur Avantgarde der Islamisierung Europas gemacht hat.
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Todd: „Persönlich gehe ich davon aus, dass die Abfolge von Alphabetisierung und Abnahme der Geburtenrate zu einer universellen Tendenz in Richtung Demokratie führt.“  

Es geht doch nichts über den „persönliche“ Ausgangspunkt, der auf Wunschdenken und Unkenntnis der Natur des Islam beruht. Denn die Zahl der Moslems ist in Europa keineswegs im Abnehmen begriffen, sondern im Begriff, die der europäischen Eingeborenen zu überholen. Auch die Zahl der Katholiken ist schon vom Islam überrundet worden, der Demograf weiss das und verschweigt es.

Was treibt den Mann um, der bei seiner Idee, dass die USA als Supermacht abgedankt hätte, in einen wahren Freudentaumel ausbrach, wie er selber von sich berichtete? Wie es mit der Alphabetisierung in den muslimischen Ländern aussieht, darüber müsste ihn eigentlich schon die UN-Studie aufgeklärt haben, die über Ursachen und Grad der Rückständigkeit der muslimischen Länder Auskunft gibt und den Zusammenhang von sozialer Rückständigkeit und Islam sogar benennt. Aber Todd legt den grössten Wert darauf, dass das Gegenteil von dem, was im Islam der Fall ist, wahr sein soll. Wer etwas anderes behauptet, wird mit den Fatwen der westlichen Medien zum Schweigen gebracht. Robert Redeker wird nicht von der  NZZ interviewt. Denn wer im Untergrund lebt, kann die wahren Verhältnisse nicht kennen. 

Todd: „Wenn alle lesen und schreiben können, dann ist die Gesellschaft schon ein Stück weit demokratisiert, in dem Sinn, dass alle Bürger Zugang zur Bildung haben.“ 

Das sollten auch alle Bürger der UdSSR nach dem Programm des real existierenden Regimes. Und auch alle Islamisten, die so fleissig den Koran lesen, können lesen und schreiben und wenn’s sein muss auch Flugzeuge steuern. Und Internetseiten betreiben und Mordaufrufe  verbreiten schreiben.

Dass die von Grund auf gute Menschheit durch die böse Gesellschaft verdorben wird und nur lesen und schreiben können muss, um sich in die wahre Humanität plus Elektrifizierung zu verwandeln, ist eines der unsterblichen linken Märchen, die nicht nur temporär sind. Dass ein Teil der Gesellschaft unter dem Islam und wegen des Islam mit Gewalt systematisch am Lesen und Schreiben gehindert wird, nicht nur in Afghanistan, in Pakistan, in Türkendeutschland, wo die Väter einem  Teil der Bevölkerung den Unterricht verbieten dürfen, wenn sie ihn verheiraten wollen und aus der Schule nehmen, und das nicht nur in  muslimischen Ländern, sondern auch in den Kulturkolonien des Westens, das alles unterschlägt Todd bewusst, der dem Islam eine Tendenz zum Fortschritt andichtet, die er nirgends aufzuweisen hatte. Denn wo er herrscht, herrscht die Rückschrittlichkeit. Todd kann das nicht ganz entgangen sein, welche Art von „Demokratisierung“ der Islam hervorbringt, wenn er nicht die Entwicklung der israelischen Diktatur zur arabischen islamischen Demokratie meint…   

Todd: „Ob daraus dann Demokratien nach westlichem Muster entstehen, dass weiss ich nicht.“

Dass aus dem Islam nur „Demokratien“ nach islamischen Muster entstehen können, oder solche Demokraturen, die den Islam nur mit militärischer Macht zurückzubinden versuchen, ach woher sollte Todd das wissen? Was aus den lesenden und schreibenden und predigenden Islamisten entsteht, kann er auch nicht wissen. Elektrifizierung reicht so wenig wie Alphabetisierung, damit es keinen Kulturkampf gibt. Den gibt es nach Todd nicht, weil es keine unvereinbaren Kulturen gibt.   

Todd: „In der arabischen Welt habe ich vor allem aufgrund der paternalistischen Familienstrukturen Zweifel.

Zweifel am eigenen Wunschdenken?  Nicht der Islam weckt seine Zweifel, sondern die „Familienstrukturen.“ Dass das, was er als „paternalistische Familienstrukturen“ bezeichnet, Haremsstrukturen, Zwangsehen“strukturen“ und drgl., zum islamischen Recht gehören, bleibt ihm unbegreiflich. Diese „Strukturen“ haben für ihn nichts mit dem islamischen Gesetz zu tun, das sie verkörpern, dessen Kern sie sind, und das islamische Gesetz hat für Emmanuael Todd nichts mit der Gesetzesreligion Islam zu tun, so wie der Islam nichts mit den Strukturen der islamischen Länder zu tun hat, die zu seinem Kulturkreis gehören. 

Dass die „paternalistischen Familienstrukturen“ so alt sind wie der Islam, der sie festschreibt, d.h. Islam pur sind und nicht „Islamismus“ moderner Machart, dass sie zum Ur-Islam gehören, dass Prügelrecht keine „Familienstruktur“ ist, sondern das Faustrecht des Mannes im Haus und auf der Strasse, hat für Todd keine Bedeutung, interessiert ihn nicht. Sein Interesse gilt ja der Verharmlosung der islamischen Barbareien. Die hartnäckige Weigerung des westlichen patriarchalen Hirns, von dem Todd ein Musterfall ist, – diese Weigerung, das islamische Männerrecht als den Kern der islamischen Gewalt zu begreifen, lässt bizarren Ungereimtheiten entstehen. Todd hält den Islam für demokratisierbar, kennt keine Islamisierung, glaubt an die „grosse Ent-Islamisierung“, hat dann aber „Zweifel“ und er traut seiner eigenen grossen Seifenblase selber nicht. Sodann spricht der Bewunderer der iranischen Revolution, als wär’s der Schollahtatour:

Todd: „Nehmen Sie nur einmal den Iran. Was dort stattgefunden hat, war eine echte Revolution. Die Entschlossenheit, mit der dort eine Monarchie gestürzt wurde, und wie sich in derFolge die demografischen Eckwerte verändert haben, erinnert stark an das, was sich 1789 in Frankreich abgespielt hat.“

La terreure hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem, was sich nach der Revolution von 1979 im Iran abgespielt hat, der Mullah-Terror ist durchaus vergleichbar. Nur dauert er permanent an und er gilt nicht der Befreiung und dem Sturz eines Ancien Régime zugunsten eines säkularen Staates, sondern er galt und gilt der Wiedereinführung des Gottesstaats, der alle echten Demokraten aus dem Land scheuchte, wenn sie nicht bereits umgebracht wurden. Das nennt man eine echte Revolution mit demografischen Eckwerten! Nur dummerweise gibt’s keine demokratischen Eckwerte.

Wie sich die Eckwerte unter dem Mullah-Regime, das die Frauen wieder in schwarze Säcke sperrte, verändert haben, das zeigt unter vielen anderen Zeugnissen von Exil-Iranern und Ex-Moslems der vielfach preisekrönte Film „Der Kreis“ des iranischen Regisseurs Jafar Panahi, der beklemmend illustriert, wie die tägliche Gewalt im Islam aussieht nach der Grossen Revolution, die Emmanuel Todd, der dem Zusammenbruch der USA entgegenlechzt, zur Bewunderung hinreisst. Ex oriente Lux.
http://www.br-online.de/kultur-szene/film/tv/0801/08384/

Es wird nun selbst der NZZ etwas zu bunt:

Ist Iran denn nicht Lichtjahre von einer Demokratie entfernt?“

Todd: „Passen Sie auf, dass sie nicht den falschen, westlichen Einschätzungen auf den Leim gehen.“

Aufgepasst! Alles was man im Westen weiss über den Islam, ist falsch. Richtig ist nur, was  die Islamlobby sagt, und die richtigen Moslems, nicht die falschen. Die Ex-Moslems im Exil können die islamische Revolution nicht so richtig einschätzen wie Todd. Ob Said den aus dem Jenseits schickt oder ob der Prophet sich ihm direkt offenbart hat, ist schwer zu entscheiden.

Passen Sie auf, was Sie sagen hier im Westen, denn wenn es Allah nicht gefällt, passiert was. 

Todd: „Iran hat wie England und Frankreich eine echte Revolution hinter sich.“

Vielleicht meint er die permanente islamische Revolution, die England bereits in Brittanistan verwandelt hat und die Frankreich schon so weit im Griff hat, dass an den Nationalen Instituten bald nur noch islamisches Geschichtswissen gelehrt werden darf. Passen sie auf!

Todd: „Ahmadinedschads Appellen an die Gebärfreude zum Trotz, haben die Iranerinnen im Schnitt nur noch zwei Kinder, und an den iranischen Universitäten studieren mehr Frauen als Männer“.

Die Gebärfreude gehört zum festen Bestand nicht nur jener Glaubensrichtung in Europa, die noch an Freiheit durch sexuelle Freuden glaubt (z. B. die der Kunden im Freudenhaus). Sie eignet sich auch als beliebtes Ablenkungsmanöver von der real existierenden Gewalt, die im Islam Gesetz ist, denn auch Ahmadinedschad muss sich keineswegs nur mit Appellen zufrieden geben, wozu gibt’s denn die Scharia? Ihre Gewaltregeln sind keine Appelle an die sogenannte „Gebärfreude“, sie sind im Islam geltendes Gesetz. Es ist das nackte Vergewaltigerrecht, das Herr Todd als Gebärfreude interpretiert, und das der Gerichtshof von Teheran auch ohne Appelle durchsetzen kann, wenn er die Hinrichtungsbefehle für die nicht gehorchenden Frauen unterschreibt. Wie deren Lage unter dem Islam aussieht, bezeugen die blutig niedergeknüppelten Frauendemonstrationen gegen die Befehle von Ahmadinedschad, die bei Todd zu „Appellen“ mutiert sind. Die Studenten, die von Hochhäusern gestürzt werden, sind für Todd wohl ein Zeichen von Demokratisierung. Dazu die Exil-Iranerin Amirseghdi über das Schweigen Europas zu den Grausamkeiten der Islamofaschisten im Iran:

http://hiram7.wordpress.com/2007/08/11/gastkommentar-das-schweigen-europas-uber-die-grausamkeit-der-islamo-faschisten-in-iran/

Wie gebärfreudig mögen die nach islamischem Recht verheirateten Kinder im Iran sein? Das legale Heiratsmindestalter war bis vor kurzem noch neun Jahre. In Saudi-Arabien gibt es keine untere Grenze des Heiratsalters. Dort können kleinen Mädchen ungestraft legal bestialisch sexuell missbraucht werden als „Ehefrauen“, die dann qualvoll an zu frühen Geburten sterben oder lebenslang zu leiden haben. Dass im Iran unzählige Frauen und Mädchen aus den Häusern ihrer männlichen Besitzer fliehen und die Geflüchteten zumeist auf der Strasse landen und in der Prostitution enden – so viele, das die Mullah schon erwogen haben, sogernannte „Häuser des Anstands“ zu errichten, das unterschlägt Herr Todd, denn die Frauenversklavung im Islam nach Koran und Scharia ist für den Mann kein Thema. 

Persien war und ist nicht Arabien, der Islam ist dort nicht so zu Hause wie in seinen Kernlanden, es scheint eben doch Unterschiede zu geben, die égalité nach arabischem Muster der „Demokratie“ ist dort auch nach der Revolution nicht so gesichert, wie der Widerstand der iranischen Regimegegner zeigt. Und wenn heute  Studenten und viele Frauen im Iran für die Demokratisierung demonstrieren, dann hängt das nicht etwa mit einem demokratisierbarem Islam zusammen, sondern damit, dass Persien eine älter Kulturnation ist als die aufgezwungene islamische Barbarei. 

Alsdann stimmt Todd das Loblied das „Schiitischen Glaubens“ als einer Keimzelle des kommenden Fortschritts an, der den Islam weiterentwickeln werde in Richtung „Auflehnung gegen starre Dogmen“, „wie der Protestantismus in Europa.“ Von der Freiheit eines Muslimmenschen? Oder schliesst er schlicht von der französischen Revolution und der westlichen Geschichte des Kampfes für Demokratie und Menschenrecht auf die Mullahrevolution im Namen des Islam, die die demokratischen Kräfte liquidierte? Der Unterschied zwischen Aufklärung und Islam scheint Todd nicht geläufig zu sein. Oder hatte die islamische Revolution im Iran auch nichts mit dem Islam zu tun?

Ihr Import in den Westen und die Auflehnung und Mobilisierbarkeit von  Moslemmassen gegen Meinungsfreiheit und Menschenrechte bezeugen die militante Virulenz dieses Glaubens. Gegen welche starren islamischen Dogmen hätte Khomeini sich denn aufgelehnt? Wie meint Todd?  Welche Gesetzesregeln hätten die Schiiten denn schon abgeschafft? Ist die Schule von Ghom nicht schiitisch? Allein der Widerstand der schiitischen Gelehrten und Ajatollahs gegen die Heraufsetzung des Kinderheiratsalters im Iran zeugt von der Starre der Glaubensrichtung, die Todd idealisiert, obwohl er zugleich dem Islam jede Relevanz für das, was in seinem Namen geschieht, abspricht.

Der Märchenerzähler gerät ins Schwärmen für die schiitische Revolution als Hort  der Freiheitsbewegung. Eine geradezu perverse Art von Islamverharmlosung. Es sind nicht die Schiiten, die hier hoffen lassen, sondern die Demokraten unter den Zwangsmoslems, die das Land verlassen müssen, wenn sie den schiitischen Glauben, von dem Todd schwärmt,  verlassen wollen. 

Merken wir uns: Der Islam ist nicht verantwortlich für seine Folgen, wenn es sich um die von Huntington beschriebenen blutigen Grenzen  handelt, aber seine schiitische Glaubensrichtung  ist der Quell demokratischer Auflehnung gegen die Religionsstarre. Interessant, wie die Herabstufung der Bedeutung der Religionskultur für ihre Greuel sofort umschlägt in die Verherrlichung derselben als angebliche Quelle des Fortschritts. Welchen meint Todd?

NZZ: „Im Westen verbindet man die schiitische Glaubensrichtung mehr mit selbstzerstörerischer Gewalt  – und weniger mit Pluralismus.“

Todd: „Es gibt eine masochistische Komponente im Schiitentum, das stimmt. Aber wer wagte zu sagen das Christentum habe eine solche Komponente nicht – ausgerechnet eine Religion, die sich in einem ans Kreuz genagelten Märtyrer symbolisiert.

Ob er die sadistische „Komponente“, aus der der Islam komponiert ist, vergessen hat? Spätestens hier hätte die NZZ wegen Korruption der Gedanken korrigierend intervenieren müssen und einiges  klarstellen. Denn selbst der Mann, der den Zusammenbruch der westlichen Welt zugunsten der islamischen gar nicht abwarten kann, muss irgendeinmal in seinem Leben gehört haben, dass eine Religion, die einen jüdischen Prediger der Gewaltlosigkeit als ihren Gründer verehrt, der sich wehrlos ermorden liess, – und eine Gewaltbotschaft, die sich auf einen Bandenführer, Eroberer, Frauenversklaver und Judenvernichter beruft, und das nicht nur symbolisch, nicht das Gleiche sind, zu dem der Gleichmacher sie machen will. Wer nicht zwischen Mördern und Ermordeten unterscheiden kann oder will und die Mordbefehle des Islam, festgeschrieben im Koran in allen ihren sadistischen Details, zu blossem „Masochismus“ verkehrt, so als seien auch die mörderischen Aktionen der Terroristen nichts weiter als Lust am eigenen Leiden und keine vom Islam gegen Ungläubige religiös legitimierte Mordlust, versucht etwas auf Biegen und Brechen zurechtzubiegen, was den gesunden Menschenverstand erbeben lässt. Der Mann müsste vielleicht erst am eigenen Leibe erfahren, was die Hizbollah meint mit dem Export ihrer Glaubensrichtung, ehe er den Unterschied zwischen Mördern und Ermordeten begreift.

Todd: „Ich glaube, das Schiitentum macht uns am meisten genau dort Angst, wo es uns am meisten gleicht: bei seinem Hang zum Masochismus. Und bei seiner Fähigkeit, starre Traditionen zu hinterfragen und dagegen aufzubegehren..

Was uns hier gleicht, ist nicht Herr Todd, dem es ja gleichen mag. Wenn dem Westen am Islam etwas Angst macht (leider noch nicht genug), dann ist es mit Sicherheit nicht die Selbstkasteiung bei den blutigen Schiitenritualen, denen wir uns so verwandt fühlen sollen, als wären wir die mittelalterlichen Geissler, während wir gleichzeitig in der schiitischen „Glaubensrichtung“ die Ideale der französischen Revolution erblicken sollen. Auch die Frauenprügelmanie und die pure  Mordlust, wie der Koran sie anstachelt, sind Todd kein Begriff.

Zudem kasteien sich die fanatischen Schiiten nicht nur selber, sondern feiern auch Orgien der Kinderquälerei. Weder werden die Knaben gefragt, ob sie blutig verletzt werden wollen noch wird ein Kind gefragt, ob es in der Koranschule geprügelt werden will, von der islamischen  Frauenversklavung zu schweigen, die in den Ländern islamischer Glaubensrichtung legal ist. Kein Thema für Todd.

Wer nicht zwischen Gewalttätern und Gewaltopfern unterscheiden kann, nicht zwischen dem Gebot „Du sollst nicht töten“ und „Tötet sie wo immer ihr sie findet“, nicht zwischen den Gewaltbotschaften des Koran und der christlichen Botschaft der Gewaltfreiheit, scheint sich eher der ersteren  verwandt zu fühlen. Wogegen begehrte denn der Bluthund Khomeini auf, der u.a. ganz genaue  Anweisungen zum sexuellen Gebrauch von Säuglingen gab? Die Auflehnung dieser starren  Glaubensrichtung gegen Demokratie und Menschenrechte, gegen jede Humanität, ist bestbekannt, vielleicht versteht Todd das  unter Auflehnung, wenn er vor den „falschen Vorstellungen“ des Westens vom Islam warnt? Passen Sie auf was Sie sagen, nicht wahr.

NZZ: „Dann gibt es also doch einen religiös motivierten Kampf der Kulturen, wie ihn Samuel Huntington postuliert hat?“
Todd: „Nein, Huntington verteilt religiöse Etiketten. Er erklärt die Vorgänge in der islamischen Welt, indem er sie als Folge des islamischen Glaubens darstellt.“

Die „Vorgänge in der islamischen Welt“? Welche „Vorgänge“ bitte? Was geht in dem Mann  vor, wenn er liest, wie kleine Madchen an Ehemänner verschachert werden zum sexuellem Gebrauch, nach dem  islamischen Religionsrecht? Vermutlich überhaupt nichts. Natürlich haben die „Vorgänge“ der Scharia nichts mit der islamischen Recht  zu tun, das sie exekutieren. Kennt man diese linke Leier nicht bis zum Überdruss? Alle verbrecherischen und barbarischen „Vorgänge“ in der islamischen Welt haben eben nichts mit dem Islam zu tun. Denn der Islam hat halt nichts mit dem Islam zu tun. Nur mit dem Protestantismus in Europa. Der Islam hat nämlich viel mit dem Christentum zu tun, aber weniger mit dem schiitischen Glauben. Und die Vorgänge im Kopf von Herrn Todd haben auch nichts mit allem zu tun, was mit der europäischen Geistesgeschichte zu tun hat. Das sind Vorgänge, wie die im Kopf eines Mullahs des Propheten, der auch einen Freudentanz aufgeführt haben dürfte, als ihn die Botschaft vom Einsturz des WTC erreichte und die Idee des Zusammenbruchs der westlichen Welt ihn in Begeisterung versetzte.

Passen Sie auf. Huntington verteilt nur Etiketten. Während Herr Todd grosse Erkenntnisse austeilt. Die Erkenntnis vom notwendigen Zusammenbruch der USA und der unaufhaltsamen Demokratisierung des Islam durch die schiitische Glaubensrichtung wird endlich der falschen Richtung Israels ein Ende machen und die richtige Entwicklung Europas hin zur islamischen Demokratie bewirken. Passen Sie auf, dass Sie das Existenzrecht Israels nicht falsch verstehen.  

Todd nun zu Huntington, der die „Vorgänge“ in der islamischen Welt als Folge des Islam zu  betrachten wagt:

„Damit kann er vermeintlich sagen: die Christen sind so, die Muslime anders. Das ist lächerlich“

Der Todd ist so, aber die Ex-Muslime sind anders.  

Todd: „Huntington präsentiert Differenzen, die zwar real existieren, die in Wirklichkeit aber nur temporär sind.“

Differenzen, die real existieren, aber realiter nur temporär sind. Der temporäre Islam dauert immerhin schon 1400 Jahre. Todd gibt also zu, das Huntington Fakten präsentiert, d.h. die Realität beschreibt, die aber für Todd nicht zählt, indem er sie für temporär erklärt – denn der Islam als Ursache seiner Folgen existiert ja nicht, Todd deklariert die Fakten einfach für irrelevant, weil „vorübergehend.“ Was von allen Erscheinungen dieser Welt wohl gelten dürfte. Dasselbe  gilt für die Verharmlosung jeder Diktatur, die schon vorüberging. Danach hätte auch der Stalinismus nichts mit dem Kommunismus zu tun, weil das Régime vorbei ist. Was der Fall ist, ist nicht von Belang, weil es nach Todd ja vorbeigeht. In welche Richtung, das weiss Todd zwar nicht so genau, da ist er sich auch nicht so sicher, wie er zugeben muss, aber er weiss, dass das, was Huntington richtig beschreibt und analysiert, bedeutungslos ist.

Interessant in diesem Zusammenhang der Einsatz einer weiteren rhetorischen Zauberwaffe gegen die Fakten, die Huntington „präsentiert“, also die Realität der islamischen Welt. Das Wörtchen heisst „temporär.“ So imaginär wie der demokratisierte Islam von Todd und Tibi, der rein zufällig mit den Denkvorschriften der EU übereinstimmt, so „temporär“ sollen die Fakten der Islamanalytiker sein, die nicht in der linken Glaubensrichtung ticken. Ephemer genug für die Zeitung?

Der Mann schliesst von den  Postulaten seines Wunschdenkens – dass der Islam auf dem Weg zur Demokratie sei – auf die Falschheit der gegenteiligen realen Bestandsaufnahme dieser Gewaltreligion und aller ihrer politischern Auswirkungen. Wie auf die Demografie. Weil er angeblich so wird, wie er nie war und nicht ist, soll er nicht so sein, wie er ist, so die Logik aller Toddler. Weil der Papa gesagt hat, es wird alles gut, ist alles in Ordnung.   

So eine vertrottelte Argumentation gehört zu den Blüten der Apologeten. Todd  klebt der Islamisierung Europas die Etikette „Entislamisierung des Islam“ auf und meint, damit sei eine grossartige Entdeckung gemacht. Er kann Huntington zwar nicht widerlegen, aber vernebeln, er wirft rhetorische Nebelbomben in den Raum, die die Realität des real existierenden Kulturkampfs und den blutigen Dschihad zu blossen „Differenzen“ herunterspielen und sprachlich neutralisieren. Was Todd in Ablenkungsabsicht als „temporär“ abtut und als blosse „Etikette“, ist der Kern des Islam, der sich seit den Anfängen seiner blutigen Eroberungen nur in den  Techniken des Dschihad verändert hat, nicht in den Zielen und Motiven. 

Den Islam, der die kulturelle Grundlage und „Struktur“ der islamischen Länder ausmacht, als „Etikette“ von Huntington zu bezeichnen, ist seinerseits eine ungemein billige Etikettierung, mit der Todd sich die Widerlegung Huntingtons erspart, die zu leisten er offenbar unfähig ist. Schon nach dem 11. September drehten sich die Gebetsmühlen mit dem Mantra „Nicht wie Huntington sagt“ in den TV-Talk-Runden, und Huntington hat Recht behalten, der Islam offenbart sein blutiges Gesicht – aber die Mühle im Kopf der Toddler dreht weiter linksrum. Todd deckelt noch nach:

Essenzielle, religiös bedingte Unterschiede zwischen Islam und Christentum gibt es nicht. Wir befinden uns in der christlichen Welt historisch gesehen einfach in einer fortgeschrittenen Phase. – und die muslimische Welt ist daran, alle Etappen, die wir durchlaufen haben, ebenfalls zu durchlaufen.

Er scheint ja schon die letzten Etappen auf dem Wege zum Islam durchlaufen zu haben: 

Den Muslimen eine religiöse Etikette aufzukleben, ohne überhaupt zu erwähnen, was Europa zwischen 1914 und 1945 erlebt hat, wie dies Huntington macht, das zeugt von einem phänomenalen Gedächtnisverlust.“

Dass nicht Huntington den Muslimen „eine religiöse Etikette“ für ihre islammotivierten und deklarierten Taten aufklebt, sondern sie selber  den Dschihad unter der Etikette ihrer Religion führen, einer Religion, die die Kriege im Namen Allahs und die Eroberung der Länder der Ungläubigen ausdrücklich legitimiert, das scheint Todd noch nicht aufgefallen zu sein. Er hat aber keinen Gedächtnisverlust, denn die Massenmassaker der islamischen Geschichte waren in seinem Kopf offensichtlich nie vorhanden, deshalb ist er ihrer Erinnerung auch nicht verlustig gegangen. 

Die Versimpelungsklischees, die er Huntingtons konzisen Analysen anhängt, hat er aus der Klamottenkiste aufgegriffen, in der es nur so rappelt von aufklebbaren Etiketten. Was Todd zu verteilen hat, sind die klapperndsten Versatzstücke aus der antiamerikanischen und  proislamischen linken Ecke, aus der das Wunschdenken wider alle Fakten und Befunde aus der Welt des Islam gesteuert wird. Aber die „Wissenschaft“ der Apologeten verkauft sich eben besser im grossen Ausverkauf Europas an den Islam als die anspruchsvolleren Analysen von Politologen wie Huntington oder von Orientalisten, die nicht an nationalen islambezahlten Instituten arbeiten.

Abgelutschtes wie die Beruhigungspille „Alle-Religionen-sind-gleich“ und dergl., was man längst ad acta gelegt glaubte, leben wieder auf. Sie scheinen weniger temporär zu sein. Denn je gröber das Raster, desto leichter passt es auf jedes Muster. Das ist ungefähr so intelligent wie die Vorstellung, alle Menschen seien gleich, sofern sie alle zwei Beine haben. Auch alle Kulturen sind gleich. Und alle Toddler sind gleich, sie sind im Begriff sich zu entwickeln. Fragt sich bloss, zu was. Ressentiments gegen die amerikanische Revolution? Gegen die Bill of Rights? 

Der Mann mit den Grossauflagen bei den Linken macht der NZZ aber solchen Eindruck, dass sie sein Foto riesengoss bringt. Schliesslich ist die Beweihräucherung der grössten Trottel der Dhimmiwelt eine Art von Religionsritual der Dhimmipresse, mit dem die patriarchalen Autoritäten auf ihren Sockeln gehalten werden. Passen Sie auf. Passen Sie gut auf.  Dass Sie sich nicht herunterfallen. 

Es gibt keinen Kampf der Kulturen, also spricht Emmanuel Todd. Denn er ist ein Teil davon, und zwar auf seiten des Islam. Er gehört zur westlichen Vorhut der Islamisierung, die mit „Wissenschaft“ im Stil orientalischer Märchen betreibt und mit Schlagwörtern operiert:  Keine-Angst-vor-dem-Islam oder Eine-Religion-wie-andere-auch, – das gehört zum Standard-Repertoire der auf Wunsch der Dhimmi-Presse bestellten Wunschdenker, deren Aufgabe darin besteht, den Dschihad solange abzustreiten, bis das Werk der Eroberung vollendet ist. Man muss den Islam nur umbenennen. In England gibt es auch keinen islamischen Terror. Nur „antiislamische Aktivitäten“. Danach wären die  Islamkritiker die eigentlichen Terroristen. Die darf man auch in der Schweiz als Rassisten denunzieren.
 
Wenn der Islam dem Westen den Krieg erklärt hat und ihn mit allen seinen Mitteln bekämpft, von der Takiya bis zur offenen Einführung der Scharia, vom Bombenterror bis zur Aushebelung des Rechts und der Unterwanderung der Institutionen mit Islamagenten, von der Bedrohung und den Einschüchterungsversuchen gegen Kritiker und Aufklärer bis zu Morden und Verfolgung von Dissidenten und Ex-Moslems, von der Vertreibung der Christen aus islamischen Ländern und zur immer lauteren Ankündigung der Vernichtung Israels durch den schiitischen „Prostestantismus“ und die sunnitische Orthodoxie, dann verstehen wir das halt ganz falsch als Kulturkampf, das ist nur die islamische Art der Demokratisierung. Ob dabei freilich so etwas wie eine westliche Demokratie herauskommt, das möchte auch Herr Todd nicht so genau wissen, Hauptsache die grösste Demokratie des Westens geht unter. Da taumelt der Todd vor Begeisterung, als gälte es, die Amerikaner noch nachträglich aus Frankreich zu vertreiben. Denn die Befreier sind in Sicht,  die schiitischen Revolutionäre. Aus dem Orient kommt nun die Aufklärung über Europa.

NZZ: Und glauben Sie wirklich, dass es keine religiösen Motive gibt, die Muslime und Christen unterscheidet?

Todd: „Zumindest keine essenziellen.“

Passen Sie gut auf. Zwischen Mordaufrufen und der Botschaft der Gewaltlosigkeit gibt es keinen essentiellen Unterschied nach Todd.

Welchen essentiellen Unterschied gibt es denn zwischen Islamismus und Stalinismus, was soll da essentiell anders sein? Todd ist vielleicht nur schon etwas weiter als die Stalinisten, er hat ein paar Etappen durchlaufen, aber essentiell ist doch Todd genau so temporär wie Stalin. Es gibt auch keinen Unterschied zwischen wahr und falsch, beides können ja Meinungen sein, und alle Menschen haben zwei Beine. Der Unterschied ist nur der, dass Todd nicht die Realität mit Etiketten versieht, sondern nichts als Etiketten präsentiert ohne jeden  Realitätsbezug, seine Meinung daher nicht erst in Zukunft nicht mehr stimmen muss, sondern schon jetzt als Unsinn erkennbar ist. Und nun die Quintessenz, eine echte Aussage nach soviel Etikettengetoddel:

Todd: „Alle Weltreligionen sind natalistisch.“

Hier sagt er zur Abwechslung zwar etwas, aber auch das hat er nicht begriffen. Denn schon der Buddhismus ist alles andere als natalistisch, er propagiert nicht einmal die Widergeburt, sondern ist bestrebt, seine Anhänger aus dem Verkehr zu ziehen. Was die Monotheismen angeht, so steht Todd hier zwar nicht ganz neben den Schuhen, hier irrt Todd nicht, aber verkennt Ursprung und Botschaft des Christentums, dessen Gründer weder Vermehrung noch gar Gebärzwang predigte, – er teilte nicht die sexuellen Obsessionen seiner Nachfolge-organisation, die sich zum katholischen Fruchtbarkeitskult  einer patriarchalen Vermehrungs-Religion mit Frauen-kontrollobsession auswuchs. Es ist kein einziges Wort des Gründers bekannt, dass den Gebärzwang den die Kirche propagiert, legitimiert, gar Strafsanktionen für Abtreibung.  Kinder kommen auch nicht als Kapital der Eltern vor, sondern als Schutzbefohlene, wenn es im Evangelium heisst: lasset die Kindlein zu mir kommen. Jesus  kündigte den Kindes-schändern nichts Gutes an und ist schon darum nicht mit dem Islam vergleichbar, der Kinderehe, also Kindesschädung legalisiert.

Es gibt überhaupt keine essentiellen Gemeinsamkeiten in den Lehren einer von Grund auf inhumanen  Religion, die Gewalt gegen alle Ungläubigen predigt, und einer, deren originale  Lehre humane Werte propagiert, wie die Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit, Versöhnung, Barmherzigkeit und die Goldene Regel des „Was du nicht willst das man Dir tu…“ propagiert, die dem Islam unbekannt ist. Offenbar hält Todd das fundamentale Gewaltprogramm des Islam nicht für essentiell.
 
Der „Natalismus“, wie Todd die Vermehrungsstrategien und die Frauenkontrolle der patriarchalen Monotheismen einebnend nennt, sprich die Gebärzwangsvorstellungen, mit denen religionsverstärkte  Männerrechtsorganisationen gegeneinander antreten, – vom Islam als Kampf der Wiegen offen deklariert, von der katholischen Kirche unter anderer Etikette (Schutz des Lebens u. drgl) programmatisch gegen Frauen geführt – trifft zwar den Kern der Expansionsstrategie auch des Islam, die sein politisches Kernprogramm ist, wird aber von unseren „Bevölkerungsexperten“ diskret zur „Demografie“ neutralisiert, ohne dass mann den Gewalt-Charakter dieser „Demografie“ berührt und die frommen Sexualgewalttäter und Väter des Männerrecht tangiert.

Die antiindividualistische Harems-Wirtschaft des Islam, seine Verbrechen gegen Frauen und Kinder, die nach islamischem Recht als Objekte zur Massenvermehrung der Moslems benutzbar sind, ist mit dem christl.  Ethos von seinem Ursprung her nicht vergleichen, dem die aktuelle Kirchenmachtpolitik natürlich entgegensteht, aber seit wann wäre das die Lehre der Gründungsfigur?

Das Christentum enthält in seiner Lehre keinerlei Rechtfertigung für die barbarischen Praktiken der Frauenkontrolle, die im Islam von Anfang an religiöses Gesetz sind. Eine rohe Männerreligion, die nacktes Männerfaustrecht vergöttlicht hat und einen Haremsbesitzer und Frauen-versklaver als ihren „Propheten“ verherrlicht, ist nicht mit den Lehren des jüdischen Predigers zu vergleichen, auf den sich die Christen als ihren Religionsstifter berufen. Wem der Unterschied zwischen den barbarischen Fundamenten des Islam und dem christlichen Ethos auf jüdischer Grundlage nicht geläufig ist, sollte sich einer anderen Tätigkeit widmen als der systematischen Gewaltverharmlosung im Dienste der Gewaltverherrlichung des Islam.

Regine van Cleev

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